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„Das Traumschiff“ hat’s schwer gegen „Honig im Kopf“ in Sat.1, Weimar-„Tatort“ siegt im Ersten mit Tiefstwert

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Christine Neubauer und Sascha Hehnt tanzen fürs "Traumschiff", Foto: ZDF/Dirk Bartling

Mit jeweils unter 6 Mio. Zuschauern lief es sowohl für den „Tatort“ als auch für das „Traumschiff“ am 2. Weihnachtstag nicht ganz so, wie die erfolgreichen Reihen das bislang gewohnt waren. Schuld ist vor allem Sat.1 mit der Free-TV-Premiere von „Honig im Kopf“, für die sich fast 5 Mio. entschieden. In der jungen Zielgruppe lag der Sender mehr als deutlich vor RTL mit „Cinderella“.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. Hallervorden und Schweiger machen Hehn und Neubauer zu schaffen

Seit vielen Jahren ist „Das Traumschiff“ am Abend des 2. Weihnachtstags für das ZDF eine sichere Bank, allerdings eine, die mit der Zeit leicht versandet. Die Reise nach Uruguay, in der Kapitän Victor Burger (Sascha Hehn) seine alte Jugendliebe (Christine Neubauer) an Bord wiedertrifft, verfolgten in diesem Jahr 5,92 Mio. – der bislang schwächste Weihnachtswert der Kitschreihe. 2016 waren noch 6,03 Mio. dabei gewesen, 2014 fast eine Million Zuschauer mehr (6,82 Mio.) und in weiter Ferne liegen nicht nur die Ziele des ZDF-Dampfers, sondern auch die 7,39 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren aus dem Jahr 2012. Schuld ist vor allem die private Konkurrenz, in diesem Jahr insbesondere Sat.1. Dort lief nämlich die Free-TV-Premiere des Hallervorden/Schweiger-Films „Honig im Kopf“, für den sich 4,98 Mio. entschieden – starke 15,9% Marktanteil im Gesamtpublikum, und ziemlich dicht dran an den 16,1% des „Traumschiffs“. Allerdings lief der Film in Sat.1 auch über fast drei Stunden, während im ZDF nach 90 Minuten die „Kreuzfahrt ins Glück“ übernahm, für die sich noch 4,3 Mio. (14,8%) erwärmen konnten.

2. Weimar-„Tatort“ trotz Tagessieg weit entfernt von seinen Normalwerten

Einerseits den Tagessieg, andererseits ihren bislang schwächsten Wert sackten im Ersten Christian Ulmen und Nora Tschirner als Kommissare Dorn und Lessing mit ihrer Jagd eines ausgebrochenen Frauenmörders durch die Weimarer Kanalisation ein. 5,92 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren genügten dem „Tatort: Der wüste Gobi“ als meistgesehene Sendung des Dienstags; auch da hat „Honig im Kopf“ Spuren hinterlassen. Der Marktanteil lag bei 17,5%, der Vorsprung vor dem „Traumschiff“ war denkbar knapp. An ihre üblichen Sonntagswerte reicht die ARD-Krimireihe zu Weihnachten freilich selten heran, im vergangenen Jahr hatten z.B. 6,71 Mio. den „Tatort“ aus München eingeschaltet. Dass es aber auch anders geht, bewiesen Ulmen und Tschirner mit ihrem ersten Weimar-Fall „Die fette Hoppe“, auf den 2013 nämlich 8,07 Mio. neugierig waren – ebenfalls am 2. Weihnachtstag. Zuletzt schalteten im vergangenen Februar 9,16 Mio. für „Der scheidende Schupo“ den Weimar-„Tatort“ ein.

3. ZDF erfolgreich mit „Album 2017“, bei RTL sind die Bauern beliebter als „Cinderella“

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Nachrichten hatten am Dienstag nur ganz kurz Priorität: 5,87 Mio. verfolgten eine „Tagesschau“ mit Nachrichten aus Ländern, für die in der täglichen Berichterstattung sonst eher selten Platz ist (19,6%). Auf großes Interesse stieß am Vorabend im ZDF das „Album 2017 – Bilder eines Jahres“, die 3,71 Mio. Revue passieren lassen wollten, während zur gleichen Zeit 3,4 Mio. bei RTL das „Hochzeitsglück auf dem Land“ bei „Bauer sucht Frau“ ersehnten. Die Marktanteile lagen bei 13,6% (ZDF) bzw. 12,7% (RTL). Das Bauern-Special war zugleich die meistgesehene Sendung bei RTL, das sich am Abend mit der Märchenfilm-Premiere „Cinderella“ (mit 3,08 Mio. und 9,3%) mehr als deutlich Sat.1 geschlagen geben musste.


4. „Honig im Kopf“ siegt bei den jungen Zustand mit deutlichem Abstand vor RTL und ProSieben

„Honig im Kopf“ siegte ohne Probleme auch in der jungen Zielgruppe: 2,5 Mio. 14- bis 49-Jährige verfolgten den Film und bescherten Sat.1 damit ein spätes, aber schönes Weihnachtsgeschenk mit einem Marktanteil in Höhe von 23,2%. Diese Chance wusste im Anschluss auch „Kokowääh 2“ zu nutzen und brachte noch starke 14,1% nachhause – 1,18 Mio. blieben dran. So richtig unzufrieden kann RTL derweil mit den 14,5% in der jungen Zielgruppe für „Cinderella“ auch nicht sein. ProSieben setzte – wie im Vorjahr – auf „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“, war damit aber nicht mehr ganz so erfolgreich und schaffte 11,2% – mehr als das „Traumschiff“ (9,4%), aber weniger als der „Tatort“ (14,1%). Davor holten „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ und „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ ab dem Mittag 9,5% und 9,9%. Für die Privatsender der zweiten TV-Liga sah es am Abend dafür nicht besonders gut aus: „Liebe braucht keine Ferien“ enttäuschte bei Vox mit 3,9% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen (0,42 Mio.), „Tatsächlich … Liebe“ bei RTL II sahen 0,45 Mio. (4,2%) und „Glücksritter“ schaffte bei RTL II 5,3% mit 580.000 jungen Zusehern.

5. BR punktet mit Zirkusfestival, 300.000 Zuschauer für Gysi und Schmidt bei n-tv

Mit dem 41. Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo setzte sich der BR am Abend im Gesamtpublikum an die Spitze der kleineren Sender: 1,21 Mio. schalteten für die waghalsigen Artisten ein (3,6% Marktanteil). Im MDR verfolgten ab 19.50 Uhr 620.000 Zuschauer ab 3 Jahren „Ein Kessel Weihnacht“ mit Wolfgang Lippert (1,9%). Der NDR zeigte „Tierfilmer hautnah“ in den „Expeditionen ins Tierreich XXL“ für 0,67 Mio. Zuschauer (2,0%), bevor alte Folgen von „Neues aus Büttenwarder“ erst 0,73 und später 0,84 Mio. vor den Fernseher lockten. ZDFneo strandete mit „Der Kommissar und das Meer“ bei 2,2% bzw. 2,9% (0,75 und 0,83 Mio.). Und bei n-tv wollten zu später Stunde noch 310.000 Zuschauer den Jahresrückblick von Gregor Gysi und Harald Schmidt sehen (1,6%).

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