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Sanktionen für Like-Bettler: Facebook bestraft künftig Spam-Posts

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Facebook sagt den Spammern den Kampf an / © Facebook

Alles für einen Like, einen Kommentar oder einen Share: Kaum etwas nervt auf Facebook mehr als die penetrante Aufforderung nach Engagement. Auch das weltgrößte Social Network hat nun ein Einsehen und sanktioniert die Spam-Kultur mittels Algorithmus: Posts mit plumpen Engagement-Ködern landen im Newsfeed künftig weit unten. Social Media-Manager und Seitenbetreiber können sich zum Jahreswechsel getrost von ihren Mitmachfloskeln verabschieden.

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Lasst doch einen Like da! Taggt Eure Freunde! Teilt den Post! Kommentiert mit “JA!”, wenn Ihr auch wollt, findet dass…”  Stumpfes Engagement-Gebettel gehört zu Facebook wie die roten Ziffern vor blauem Hintergrund. Vor allem Seitenbetreiber buhlen im weltgrößten sozialen Netzwerk seit Jahren mit penetranten Aufforderungen um die Aufmerksamkeit der Nutzer.

Und das aus einem einfachen Grund: Bislang werden Posts, die sich durch ein besonders hohes Engagement auszeichneten, von Facebooks Algorithmus bevorzugt und landeten entsprechend weit oben im Newsfeed.

Facebooks Algorithmus sanktioniert Engagement-Bait Posts
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Damit soll nun endlich Schluss sein. Wie das weltgrößte soziale Netzwerk heute in einem Blog-Post mitteilte, werden um Aufmerksamkeit bettelnde Beiträge, die Nutzer direkt zum Liken, Teilen, Taggen oder Kommentieren auffordern,  (sogenanntes “Engagement Baiting”) ab sofort durch Facebooks Algorithmus, der durch maschinelles Lernen geschult wird, abgestraft und landen im Newsfeed entsprechend weit unten.

“Wir werden Posts degradieren, die gegen eine unserer wichtigsten Kriterien verstoßen: Authentizität”, erklärt der US-Internetkonzern den Schritt. “Wie bei unseren anderen Bemühungen, Clickbait-Schlagzeilen oder Links zu wenig qualitativen Webseiten abzustrafen, wollen wir  Spam, sensationelle und irreführende Inhalte reduzieren, um stattdessen bedeutsame und authentische Unterhaltungen auf Facebook in den Vordergrund zu stellen”, begründete Facebook den Eingriff.

Die neue Maßnahme, die in den nächsten Wochen weltweit angewendet wird,  betrifft in erster Linie Seitenbetreiber und ihre Social Manager, aber auch individuelle Nutzer. Eine Ausnahme bilden dagegen Posts, die um Ratschläge oder Hilfe bitten wie etwa Vermisstenanzeigen von Kindern, Reisetipps oder Aufrufe, die Geld für einen guten Zweck sammeln.

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