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iPhone X-Boom: Optimistische Analysten befördern Apple auf neue Allzeithochs – nur noch 10 Prozent fehlen zur Billionen-Bewertung

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Apples neues Smartphone-Flaggschiff: Nach dem iPhone ist vor dem iPhone © Apple

Auch auf der Zielgeraden 2017 läuft es weiter rund für Apple. Kurz vor Jahresende hat Apple sein Erfolgsjahr an der Wall Street noch einmal mit neuen Allzeithochs gekrönt. Auslöser der neusten Kursrallye sind erneut positive Analystenkommentare angesichts des iPhone X-Launches. Apple ist nun nur noch 10 Prozent von der magischen Billionen-Bewertungsmarke entfernt.

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Warren Buffet hatte wieder einmal den richtigen Riecher. Mehr als ein Jahr schlingerte Apple nach dem enttäuschenden Launch des iPhone 6s an der Wall Street immer weiter in die Tiefe und notierte in der Spitze schließlich 35 Prozent unter den Hochs von 2015. Das iPhone verbuchte erstmals seit dem Verkaufsstart 2007 rückläufige Umsätze, während Apples Geschäfte erodierten – es sah wie das Ende einer Ära aus.

Für Warren Buffett war es der Beginn eines bemerkenswerten Investments. Im Frühjahr 2016 sammelte die Börsenlegende über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway erste Apple-Aktien buchstäblich zu mehrjährigen Tiefstkursen bei um die 90 Dollar ein. Binnen eineinhalb Jahren hat das „Orakel aus Omaha“ in bemerkenswert kurzer Zeit eines seiner erfolgreichsten Investments aller Zeiten verbucht.

Apple ist so wertvoll wie nie

Was für einen Unterschied eineinhalb Jahre machen können. Anteilsscheine von Apple haben sich seit Tiefstkursen bei 88 Dollar im Mai 2016 bis heute verdoppelt. Bei Kursen von nun schon über 176 Dollar hat der iKonzern nach einmonatiger Pause heute nochmals neue Allzeithochs aufgestellt; die historische Bewertungsmarke von 900 Milliarden Dollar wurde erneut durchbrochen.

Per Schlusskurs ist der Kultkonzern aus Cupertino damit bereits 906 Milliarden Dollar wert – so viel wie kein anderes Unternehmen jemals in der Wirtschaftsgeschichte. Ganze 10 Prozent fehlen Apple nun noch, um als erster Konzern der Welt die historische Bewertungsgrenze von einer Billion Dollar zu durchbrechen.

iPhone X-Launch treibt Apple-Aktie auf Allzeithochs

Treiber des erstaunlichen Rallye, die dem iKonzern seit Jahresbeginn Kurszuwächse von nun schon 52 Prozent beschert hat, bleibt einmal mehr das iPhone. Der Run auf das Kultsmartphone aus Cupertino, das in diesem Jahr bereits sein zehnjähriges Bestehen feierte, ist ungebrochen: mehr als zehn Exemplare des Kultsmartphones verkauft Apple in diesen Tagen – pro Sekunde. Rund 600 pro Minute. Mehr als 3700 Stück pro Stunde. Die Rechnung lässt sich beliebig fortsetzen, bis am Ende des Quartals eine zweistellige Millionensumme mit einer ‚8‘ am Anfang steht – die Zahl der verkauften iPhones bis Ende Dezember.

Nachdem Tim Cook im Weihnachtsgeschäft neue Rekordumsätze zwischen 84 und 87 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt hatte, gilt nach Analystenschätzungen als gesichert, dass sich das iPhone zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember mehr als 80 Millionen Mal verkaufen dürfte.

Analysten für iPhone X-Verkäufe immer optimistischer
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Zum entscheidenden Treiber des Weihnachtsquartals dürfte wenig überraschend das erst vor sechs Wochen gelaunchte iPhone X werden. Der Löwenanteil der Absätze dürfte schließlich auf das OLED-iPhone entfallen, das dabei zum Start noch mit größeren Produktionsengpässen zu kämpfen hatte.

Wie Rosenblatt Securities-Analyst Jun Zhang zuletzt prognostiziert hatte, dürfte Apple allein am Black Friday bis zu 6 Millionen Einheiten seines OLED-iPhones abgesetzt haben – bis zum Jahresende könnten es gar 30 Millionen Stück werden. Staranalyst Ming-Chi Kuo rechnet unterdessen damit, dass sich der Absatzboom im ersten Kalenderquartal in noch größerem Umfang fortsetzen dürfte. Die Investmentbank Barclays berichtete vorvergangene Woche  in einer Research-Note, die dem Blog 9to5Mac vorliegt, dass 35 Prozent der  befragten Smartphone-Besitzer in den nächsten 18 Monaten auf ein iPhone X upgraden wollen.

Stärkere Nachfrage in China als erwartet

Neue positive Signale haben Analysten nun auch aus China für Apples Flaggschiff-Smartphone ausgemacht. Wie Analyst Amit Daryanani von RBC Capital Markets in einer neuen Research-Note mitteilt, die dem Blog AppleInsider vorliegt, könnte die Nachfrage nach dem iPhone X im Reich der Mitte größer ausfallen als bislang erwartet.

So hätten in einer Umfrage 62 Prozent der Teilnehmer angegeben, dass sie beim nächsten Smartphone-Kauf Interesse am iPhone X bekundeten. Der Wert steht lediglich einem Kaufinteresse von 28 Prozent in den USA gegenüber. Besser noch für Apple: 66 Prozent der Befragten, die Interesse am iPhone X besitzen, wollten die 256 GB große Version erwerben, für die in Deutschland 1319 Euro fällig werden.

Gene Munster: Durchschnittsverkaufspreis des iPhone X könnte bis 740 Dollar steigen

Die Folge: Der Durchschnittsverkaufspreis könnte wegen der großen Nachfrage nach dem teuren iPhone X weitaus höher ausfallen als bislang erwartet. Während die Wall Street bislang mit einem Durchschnittsverkaufspreis von 705 Dollar rechnet, der bereits ein Rekordniveau bedeuten würde, prognostiziert Loup Ventures-Gründer Gene Munster, der Apple mehr als eine Dekade als Analyst bei Piper Jaffray begleitete, einen Durchschnittsverkaufspreis von 740 Dollar, der entsprechend höhere Nettogewinne bedeutet dürfte.

Munster rechnet zudem damit, dass Apple die iPhone X-Produktion bis Mitte Januar so weit hochfahren kann, dass weltweit ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besteht.

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