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“Im Film auftretende Ärzte haben in der Fachwelt ein hohes Renommee”: SWR widerspricht Kritik an Demenz-Doku

Redaktionsleiter Hans-Michael Kassel verteidigt die SWR-Dokumentation „betrifft: Vergesslich oder schon dement?“ gegen die Kritik einer fachlich irreführenden und industrie-nahen Berichterstattung
Redaktionsleiter Hans-Michael Kassel verteidigt die SWR-Dokumentation „betrifft: Vergesslich oder schon dement?“ gegen die Kritik einer fachlich irreführenden und industrie-nahen Berichterstattung

In einem einem vieldiskutierten MEEDIA-Artikel hatte die Wissenschaftsjournalistin Cornelia Stolze schwere Vorwürfe gegen die SWR-Sendung „betrifft: Vergesslich oder schon dement?“ erhoben und dem Beitrag Sachfehler sowie eine pharmaindustrie-nahe Berichterstattung bescheinigt. Auf ihre Kritik antwortet jetzt der zuständige SWR-Redaktionsleiter Hans-Michael Kassel. Seiner Ansicht nach bleibt Stolze Belege für ihre Thesen schuldig und stelle einzelne Passagen des Films falsch dar.

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Ein Gastbeitrag von Hans-Michael Kassel *

Bevor ich auf Einzelheiten eingehe, möchte ich die Grundhaltung unserer Dokumentation verdeutlichen. Im Fokus des Filmes stehen die Patienten, deren Sorgen und Ängste. Die Dokumentation „betrifft: Vergesslich oder schon dement?“ (in der Mediathek hier abrufbar) antwortet auf zentrale Fragen von Betroffenen und Angehörigen. Ihr Anspruch ist es, lebensnah zu vermitteln, welche Möglichkeiten sich im Umgang mit der Krankheit eröffnen können.

Cornelia Stolzes Artikel lässt auf weiten Strecken journalistische Sorgfalt vermissen. Sie behauptet beispielsweise, dass die im Film erwähnte DIAN-Studie von der Pharmaindustrie finanziert sei. Das ist falsch, denn die DIAN-Studie wird in Deutschland vom DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) über staatliche Fördermittel finanziert. In den USA und Großbritannien geschieht dies durch das National Institute on Ageing (NIA), in Japan, Korea und Argentinien ebenfalls durch staatliche Förderinstrumente. Die Autorin verwechselt dabei womöglich zwei verschiedene Studien. Die von der Pharmaindustrie finanzierte Studie (DIAN-TU) gibt es in Deutschland bisher nicht.

Die DIAN-Studie ist eine große Chance, da sie Familien, in denen das autosomal-dominate Alzheimer-Gen vorkommt, über einen längeren Zeitraum untersucht. Grundlagenforschung sozusagen, die zum Ziel hat, Demenz besser zu verstehen und herauszufinden, welche Therapien hilfreich dagegen sein können. In der Tat kann das Alzheimer-Gen über einen Bluttest nachgewiesen werden. Menschen mit diesem Gen erkranken häufig bereits schon ab Ende 40 an Demenz.

Vollends unseriös argumentiert Stolze, wenn sie (unserem Autoren, Anm. der Red.) Dr. Lothar Zimmermann unterstellt, Lobbyarbeit für die pharmazeutische Industrie zu betreiben. Er hat bereits mehrfach kritisch über Ärzte und die Pharmaindustrie berichtet. Darunter in Dokumentationen der „betrifft“-Reihe wie „Die Pharmafalle: Glückspillen“, „Vorsicht Nebenwirkungen! Wie sicher sind Medikamente?“ „Wenn Ärzte Fehler machen – wie sicher bin ich im Krankenhaus?“ oder „Kann ich meinem Arzt vertrauen? Fragwürdige Diagnosen und unnötige Therapien.“

Letztlich versucht Stolze, eine Binsenweisheit zu skandalisieren. Dass Medikamente von der Pharmaindustrie entwickelt und in Zusammenarbeit mit Ärzten getestet werden, ist keine neue Erkenntnis, und dass sie in der Phase III an Patienten getestet werden müssen, auch nicht. Dass Kliniken oder Ärzte dafür eine Aufwandsentschädigung erhalten, ist bekannt. Diese wird nach unseren Recherchen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die Ethikkommission und durch Oberbehörden der Länder überwacht. Fakt ist, dass es ohne Tests am Menschen keine neuen Therapien geben würde und damit auch keine Hoffnung für Patienten.

Die im Film auftretenden Ärzte und Wissenschaftler haben in der internationalen Fachwelt ein hohes Renommee und vertreten den aktuellen Stand der Wissenschaft. Prof. Christian Haass genießt einen hervorragenden Ruf in der Medizin und ist einer der führenden Alzheimer-Forscher weltweit.

Demenz ist ein klinisches Syndrom. Nach ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) sind die wesentlichen Voraussetzungen für die Diagnose einer Demenz der Nachweis einer Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögens bzw. mindestens einer weiteren höheren Hirnfunktion mit beträchtlicher Beeinträchtigung der Aktivität des täglichen Lebens. Für die Diagnosestellung eines demenziellen Syndroms müssen die erwähnten Symptome für mindestens sechs Monate bestehen.

Die Demenzdiagnose hat zunächst wenig mit der zugrundeliegenden Ursache zu tun. Dabei gibt es behandelbare kognitive Störungen wie Stoffwechselstörungen, beispielsweise der Schilddrüse, Medikamentennebenwirkungen, seelische Erkrankungen und weitere Ursachen. Daneben tritt der Zustand nach Hirnschädigung durch Unfälle, Operationen oder Schlaganfälle und die bei dem Begriff häufig gemeinten neurodegenerativen Erkrankungen auf. Das häufigste Beispiel ist für Letzteres die Alzheimer-Krankheit. Meist bestehen diese Störungen jedoch nicht lange genug, um die Kriterien für die Diagnose Demenz zu erfüllen.

Die führenden Wissenschaftler gehen davon aus, dass Amyloidplaques die Alzheimer-Demenz verursachen. Es ist allerdings Fakt, dass auch bei Gesunden Amyloid im Gehirn zu finden ist. Das allein ist jedoch noch kein Beweis für Alzheimer. Im Film wird dies auch erwähnt: „Wenn das Gehirn dieses Amyloid nicht mehr unschädlich machen kann, zerstört es Nervenzellen.“ (Zitat aus der Dokumentation.) Dass es behandelbare Krankheiten gibt, die zu Demenz führen können, ist unbestritten, auch dass fälschlicherweise eine Demenz bei anderen Grundkrankheiten diagnostiziert werden kann. Allerdings war dies nicht Thema der Dokumentation. Es ging uns in erster Linie darum, die Alzheimer-Erkrankung darzustellen.

Im Weiteren hält Stolze Dr. Zimmermann vor, dass „er in seinem Beitrag vorgebe, dass man Demenz schon bei den ersten Anzeichen von Vergesslichkeit mit einem Test, der nur zehn Minuten dauert, feststellen kann.“ Das wird so in der Dokumentation nie behauptet. Im Gegenteil: Der Test, der gezeigt wird, soll bei der Patientin aufdecken, ob eine Gedächtnisbeeinträchtigung vorliegen könnte oder nicht. Es wird weder gesagt noch suggeriert, dass damit Demenz ausgeschlossen oder diagnostiziert werden könne. Bei der Patientin ist der Test unauffällig, daher wird vom Arzt festgestellt, dass kein Handlungsbedarf besteht. Wenn der Test auffällig wäre, würden weitere Untersuchungen folgen und nicht sofort eine Diagnose gestellt. Bei diesen Untersuchungen würden dann auch noch anderen Ursachen für Demenz außer Alzheimer abgeklärt.

Wir bekräftigen es nochmals: Die Pharmaindustrie nahm und hatte keinen Einfluss auf die Dokumentation. Um jegliche Werbung für ein Produkt oder eine Firma auszuschließen, wurden keine Medikamente, sondern nur Wirkstoffgruppen genannt. Wissenschaftler hoffen zwar, dass es diese in fünf bis zehn Jahren geben könnte, derzeit gibt es jedoch keines dieser Präparate auf dem Markt. Das wird in der Dokumentation auch deutlich gesagt.

Die Dokumentation zeigt auch, dass die Suche nach einem wirksamen Therapeutikum sehr langwierig ist. Es wird erwähnt, dass gerade aktuell ein Medikament vor der Marktzulassung gescheitert ist: „Allerdings gab es einen Rückschlag, da ein bestimmter Antikörper nicht so gut wirkte wie erhofft. Damit jemand an einer Studie teilnehmen kann, muss er bestimmte Kriterien erfüllen. Die Krankheit darf nicht zu weit fortgeschritten sein. Die Hoffnung: Demenz zu stoppen. Was bereits an geistigen Fähigkeiten verloren gegangen ist, kann aber wohl nicht zurückgewonnen werden.“ (Zitat aus der Dokumentation).

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Zusammenfassend möchte ich betonen, dass wir intensiv recherchiert und die Ärzte und Protagonisten sorgfältig ausgewählt haben. Sie sind aus der Anonymität herausgetreten und sind damit auch ein persönliches Risiko eingegangen. Ihnen, den teilnehmenden Patienten und ihren Angehörigen, gilt unser besonderer Dank.

* Der Autor ist Redaktionsleiter beim SWR für die Dokumentationsreihe „betrifft“ im SWR Fernsehen.

 

 

Nachtrag der Redaktion: Da der Verfasser des Gastbeitrags, Hans-Michael Kassel, in seinem Text die Autorin des MEEDIA-Artikels in ihrer Rolle als Journalistin Vorwürfe macht und ihr u.a. unterstellt, sie lasse “auf weiten Strecken journalistische Sorgfalt vermissen”, argumentiere “unseriös” und “skandalisiere eine Binsenweisheit”, haben wir Cornelia Stolze die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt, die wir im folgenden leicht gekürzt im Wortlaut dokumentieren:

“Ich mache keine Unterstellungen, sondern habe berichtet, dass der Beitrag ‘betrifft: Vergesslich oder schon dement?’ falsche Fakten enthält. Ich bleibe die Belege dafür nicht schuldig, sondern habe unter anderem auf die einschlägige Leitlinie verwiesen. Daraus geht ein zentraler Punkt meiner Kritik hervor: Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist – anders als vom Autor des Beitrags, von den darin zitierten Forschern und Medizinern und nun erneut von Herrn Kassel behauptet – mitnichten bekannt.

Die Tatsache, dass in dem ‘betrifft’-Beitrag über Demenz nur pharmafreundliche Wissenschaftler zu Wort gekommen sind, bedeutet nicht, dass der Autor Lothar Zimmermann gezielt und bewusst PR für die Pharmaindustrie gemacht hat. Die Tatsache aber, dass er keinen einzigen unabhängigen Experten befragt hat, legt nahe, dass er sich zumindest unbewusst von industrienahen Forschern hat benutzen lassen. Problematisch ist auch, dass der SWR den Stand der Forschung nicht korrekt einordnet und relativiert. Nicht nur im Beitrag selbst weckt der SWR ‘Hoffnung auf Therapien gegen Demenz’. Auch auf der Website des SWR steht, dass derzeit zwei Wirkstoffe gegen Alzheimer erforscht werden, die ‘sehr erfolgversprechend sind’. Was der SWR dabei verschweigt: In den vergangenen Jahren haben Forscher klinische Versuche mit mehr als 120 ähnlichen Wirkstoffen gestartet, die alle kläglich gescheitert sind. Mehrere Wissenschaftler sind deshalb inzwischen davon überzeugt, dass Forscher mit ihrer Jagd auf das Amyloid auf dem Holzweg sind. Wer sich an die Regeln des Pressekodex halten und ausgewogen berichten will, müsste das erwähnen.

Ich befasse mich als Wissenschaftsjournalistin seit Jahren intensiv mit dem Thema Demenz. Basierend auf meinen Recherchen habe ich zwei Sachbücher veröffentlicht. ‘Vergiss Alzheimer’ (Vlg. Kiepenheuer&Witsch) erschien 2011, ‘Verdacht Demenz’ (Vlg. Herder) 2016. Beide Bücher sind bis heute unwiderlegt. In ‘Vergiss Alzheimer’ habe ich unter anderem aufgedeckt, wie führende Psychiater und Neurologen die Öffentlichkeit mit falschen Informationen zu Alzheimer und Demenz in die Irre führen, wie sie Hand in Hand mit der Pharmaindustrie Ängste schüren und übertriebene Hoffnungen wecken, um Karriere bzw. weltweit Geschäfte zu machen. Seither habe ich darüber auf mehreren Tagungen und Kongressen sowie in Talk-Shows wie „Beckmann“ (02.02.2012) und ‘hartaberfair’ (14.10.2013) öffentlich mit Forschern und Medizinern diskutiert.

Mehrere Experten haben die Ergebnisse meiner Recherchen bestätigt. Zum Beispiel Konrad Beyreuther, ein renommierter Alzheimer-Forscher. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche hat er mir gegenüber eigene Fehler und falsche Versprechen eingestanden. Im Übrigen hat sich auch der SWR mehrfach auf die Ergebnisse meiner Recherchen gestützt. Zuletzt zeigte das Magazin ‘REPORT MAINZ’ 2016 unter dem Titel ‘Nur vergesslich oder dement?’ einen Bericht, der auf meinem Buch ‘Verdacht Demenz’ basiert und in Zusammenarbeit mit mir entstanden ist. Ich werde im Beitrag zitiert und auf der Website des SWR gibt es ein separates Interview mit mir. Schon zuvor hatte ‘REPORT MAINZ’ meine Recherchen für einen Beitrag über Alzheimer genutzt. Dieser Film wurde nach Erscheinen von ‘Vergiss Alzheimer’ gedreht und am 14.02.2012 gezeigt.

Als Wissenschaftsjournalistin fordere ich eine Forschung, welche die Medizin wirklich voranbringt. Eine Forschung, die den Menschen nutzt – nicht nur der Karriere einzelner Forscher und einzelner Unternehmen der Industrie. Zumal, wenn diese Forschung mit öffentlichen Geldern in Millionenhöhe finanziert wird und Hunderte oder gar Tausende von Menschen dafür als freiwillige Probanden in klinischen Studien ihre Gesundheit riskieren. Um diese Freiwilligen davor zu schützen, für unsinnige Experimente ausgenutzt zu werden, braucht es kompetente, unabhängige Aufklärung. Gerade angesichts des massiven Wandels in der Welt der Medien kommt dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk hier eine sehr verantwortungsvolle Rolle zu.”

 

 

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Alle Kommentare

  1. (Ob es veröffentlich wird ist mir egal. Es wäre nett, es (ohne Email-Adresse) an beide Seiten weiterzugeben. Gegenlesen ist eine häufige Forderung zur Qualitäts-Erhöhung, aber das klappt bei solchen Fachthemen nicht so gut weil kaum jemand mitreden kann und keiner die Geschichten anderer chronischer Erkrankungen und damalige Behandlungs-Fehler und damalige Medizin-Fehler hören und erinnern will.)

    “Es ging uns in erster Linie darum, die Alzheimer-Erkrankung darzustellen.”. Dann hätte man es aber besser nicht “Die Dokumentation „betrifft: Vergesslich oder schon dement?“ (in der Mediathek hier abrufbar) antwortet auf zentrale Fragen von Betroffenen und Angehörigen. Ihr Anspruch ist es, lebensnah zu vermitteln, welche Möglichkeiten sich im Umgang mit der Krankheit eröffnen können.” nennen sollen denn wer kein Alzheimer hat, dem nutzt es wohl eher wenig obwohl er sich auch angesprochen fühlte und vielleicht umsonst zugeschaut hat.
    Auch wenn man Ärzte zu “Vergesslich oder schon dement” oder “Vergesslich oder schon Alzheimer” befragen würde wären die Antworten vielleicht unterschiedlich.

    Das die Ärzte anerkannt sind, hilft auch nicht wenn man ein Zitat erinnert “Politiker(Praktikantinnen) suchen sich aus der 500 Seiten starken Studie(oder (Kriminal)statistik) die drei Sätze heraus welche denen politisch in den Kram passen”. Transkripte fordere ja nur ich auch wenn es die ÖR-Textmengen nicht mindert aber nachlesen können ist immer besser.

    “Das wird in der Dokumentation auch deutlich gesagt.”. Da wäre das Zitat nett gewesen wenn es nicht all zu lang ist.

    Bei Diabetes gibt es 4 Arten und vielleicht 90% sind Altersdiabetes. “Ein Allgemeinarzt hat vielleicht 10 Alters-Diabetiker aber vielleicht nur 1-2 von der anderen Sorte.” (Quelle unklar). Daher muss man die kleinen Patientengruppen anders behandeln. Schwerpunktpraxen aber bei psychischen Problemen müssten wir als Verwandte von Betroffenen kostenlose (gerne kontrollierte) Software/Apps programmieren dürfen um die Diagnose zu verschnellern und Medikamente/Wirkgruppen/Behandlungen für den jeweiligen Patienten schneller als brauchbar/unbrauchbar einstufen zu können. Aber Psychologen mögen ja vielleicht lieber jahrzehntelange 3 Termine pro Woche wie bei Mr. Monk anstatt schnelle wirksame Hilfe der -richtigen !!! – Tabletten wie z.b. Prozac bei Carrie Fisher von Star Wars http://www.golem.de/news/lucasfilm-carrie-fisher-wird-in-star-wars-nicht-digital-ersetzt-1701-125584.html . Pharmaindustrie hingegen will vielleicht nur Tabletten verkaufen. Ob die passen ist vielleicht nicht so wichtig. Daher scheitert vermutlich auch in USA die Behandlung oft (siehe USA-Krimi-Serien), obwohl Tabletten dort üblich sind. CNBC “Der durchschnittliche 40jährige Amerikaner nimmt täglich 1-2 Tabletten. Der 60jährige … Tabletten” (vage aus dem Gedächtnis erinnert).

    Wegen der Ursachendiskussion: Das ist kein Glaubenskrieg. Bei Diabetes wurde 10 Jahre über Karotten gestritten bis es das Ergebnis gab. HBA1(c)-Optimierung erreichte USA erst 10-20 Jahre später als in Europa. 90% der Chirurgen glauben vielleicht immer noch an das (schnell und profitabel) zu entfernende “diabetische Bein” bzw. deren schnelle Amputation obwohl vielleicht der Großteil der Amputationen überflüssig ist oder war. Die Patienten müssten aber selber wirksam ihr Verhalten ändern.
    Die Spinat-Legende mit dem doch nicht so vielen Eisengehalt oder Cholesterin-Legende (bis wohl endlich LDL und HDL unterschieden wurde ?) oder die Fett-Lüge um von Zucker abzulenken http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zuckerkonsum-zuckerindustrie-hat-jahrzehntelang-forschung-beeinflusst-1.3159512 sind weitere Medizinische Fails welche man bitte endlich auf einer Liste jedem klar machen sollte. Vielleicht auch “Schokolade macht glücklich – kauf voll extra-teure Valentinstags-Schokolade”.
    Fehlerkulturen gibt es ja anscheinend nicht.

    Eine Redaktion hat 100% der Rezipienten !-optimal-! zu informieren und ist kein Schüler der eine misverständliche Formulierung nicht abgewertet haben will oder ein Sport-Team das eine rote Karte zurückgezogen oder abgeschwächt haben will. D.h. der Alzheimer-Schwerpunkt sollte im Titel oder Untertitel nachgebessert werden. Formel-1-Autos werden immer schneller. Wieso werden ÖR-Berichte oder jedes Bundesland nicht jährlich besser sondern Bauern müssen Glasfasern selber (also ohne Lindner oder Ron Sommer) verlegen ? http://www.golem.de/news/ftth-bauern-am-glasfaserpflug-arbeiten-mit-netzbetreibern-1712-131671.html

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitalfernsehen-in-ganz-Hessen-und-Nordrhein-Westfalen-127771.html . “Digitalfernsehen in ganz Hessen und Nordrhein-Westfalen” NRW war aber noch lange nicht ausgebaut also hätte man viel viel besser – weil unmissverständlicher – mal “Digitalfernsehen in mehr Nordrhein-Westfalen und ganz Hessen” geschrieben. Man ist kein Politiker der Stellvertreter vorschickt oder Formulierungen rückwirkend verharmlost. Und man ist auch kein Yellow-Press: https://meedia.de/2017/03/31/trennungs-titel-bei-das-neue-blatt-beckenbauers-setzen-sich-gegen-bauer-verlag-durch/

    Eine Fehlerkultur gibt es immer noch nicht. Hier wird ja öfter auf falsche und ungelöschte Stories hingewiesen. Löschung darf nie vorkommen. Es muss per Suchmaschine findbar und als falsch markiert sein denn hunderte Diplomarbeiten und DrArbeiten basieren darauf und sind bei Löschung nicht mehr als falsch erkennbar wenn man die Zitate sucht und dann nimmt man halt die indirekte Quelle (Diplom-Arbeit, Dr.Arbeit) und verbreitet somit die Lüge weiter wie die Spinat-Legende. http://www.heise.de/tp/features/Wissenschaftliche-Luegen-made-in-Germany-3506714.html

    Pharmafirmen müssen viel Profit machen bzw. deren Vertreter optimieren in Richtung ihrer Boni wie Formel1-Teams oder Fußball-Teams viele Spiele gewinnen statt nur ein Spiel 99:0 und den Rest der Saison keine Tore einzufangen um die Tore zu maximieren. Die Zielfunktion bestimmt das Verhalten. Die Apple-User merken ja das Tim Cook die Profite aber nicht so sehr die Kundenzufriedenheit im Sinn liegt. Steve Jobs und Elon Musk waren/sind sehr viel besser.

    Professoren sind keine Dr.Titel sondern Berufsbezeichnungen wie Lehrer oder Polizist glaube ich, was man auch sein Leben lang ist während Trainer z.b. “vereinsfrei” sind aber ein (nicht-emeritierter) Professor immer eine Uni braucht (glaube ich). Die Formulierung finde ich somit misverständlich und sollte man vielleicht überarbeiten oder ich liege falsch und Professor ist wie Diplom, geprüfte Kosmetikerin, Dr., Bachelor, Master,… ein ewiger Dauer-Titel.

    Man sollte auch freundlich von Flüchtigkeitsfehlern ausgehen und evtl weniger Verve in die Argumente legen. Es wird ja z.b auf die Industriestudie und mögliches Misverständnis hingewiesen. Das ist kein Kampf bis aufs Blut sondern das Ziel ist klar: Gute günstige wirksame Behandlung. Die Redakteure hier kriegen die echte Wahrheit vom Gesundheits-System ja nicht mit wenn die Ehefrau die Verwandten pflegt und die Kinder zum Arzt bringt. Die gehen ja nicht mal in die HR-Abteilung um die Wahrheit der Bewerber zu erkennen: http://www.dwdl.de/nachrichten/64164/zeitungsjournalisten_djv_fordert_45_prozent_mehr_lohn/ “Schwierigkeiten, qualifizierte Volontäre und Jungredakteure zu finden”. Was ist größerer (Bildungs)Horror und somit die Zukunft Deutschlands (siehe Berliner Flughafen oder Regierungs-Bildungs-Bundestag) ? Bewerbungs-Mappen oder viele DSDS-Kandidaten oder Walking Dead ?

    Professoren werden oft nach Fördergeldern, Industriestudien usw. ausgesucht und befördert aber die arbeitslosen Studenten kümmern wohl weniger obwohl sogar schlaue Gewerkschaften endlich die Kürzung der Absolventen-Zahlen fordern (2). The Wire (TV-Serie) zeigte angeblich auf, wie Zielfunktionen zu problematischem Verhalten führen. 20% Plagiatoren machen das Land vielleicht kaputt oder wurden sie von ihrem Fehlverhalten geheilt und sind jetzt sauberer als sauber ? Irgendwo arbeiten die schliesslich heute und verteilten vielleicht sogar Fördermilliarden bei der EU. http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/eine-professorin-auf-plagiat-jagd-der-grosse-online-schwindel-a-221507.htm
    (1) http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kaum-noch-Schrauber-Jobs-in-der-Unterhaltungselektronik-124610.html “99 Prozent” sind BWLer. Informatik/Ingenieurstudium ist vorbei und dringend abzuraten wie die frischen Dieselgate-Urteile beweisen.
    (2) http://www.dwdl.de/vitamind/60718/das_manchmal_schwierige_leben_der_freelancer/ “politisch nicht gewollt” Diplom und arm und praktisch keine Rentenbeitragsjahre.

    Bei Fördergeld-Teams kritisiert man vielleicht gerne die Konkurrenz also auch deren Geldgeber. “Geh nicht zu Bayern München – komm zu uns”. Wer Android kritisiert arbeitet vielleicht verkappt für Apple und ist kein “Industrie-Kritiker”. Ein Schalke-Fan zählt einem sofort die 10 größte Probleme von FC Bayern München ehrlich auf. Das macht ihn aber noch lange nicht zum besten DFB/DFL-Boss. Bei Google-Plus gibts die Kreise wo man drin-hängt.

    Die Opfer haben aber heute Probleme und die Zilliardenkosten der alternden Gesellschaft müssten endlich mal sinken. Manche rezeptfreie Medikamente sind problematisch kam neulich auf aber der Rentner nimmt es weil die Symptome verschwinden bis er vielleicht einen Anfall erleidet und dann womöglich zuckend am Boden liegt.

    Dankenswerterweise geben inzwischen viele Leute Erkrankungen zu. Leo Kirch, Salvatore der RTL-Hütchenspieler, Hale Berry oder Udo Walz sind bekannte Diabetiker. Colitis ulcerosa, Flugangst, Scheinschwangerschaft, Eileiter-Schwangerschaft, viele/multiple Fehlgeburten, Bulimie, ADHS, Angst- und Zwangsstörungen oder einfach nur Insolvenz sind bei deutschen A+B-Promis und oft auch Dschungelcampern bekannt. Alkoholismus, Demenz, Schlaganfälle usw. werden oft gerne unterm Tisch gehalten. Aber die Dylexie (wo auch immer der Unterschied zu Legasthenie oder Lese/Rechtschreib-Schäche ist) ist im schwedischen Königshaus offiziell zugegeben und vier Prozent der Bevölkerung: http://www.bunte.de/schweden/carl-philip-von-schweden-es-ist-verdammt-hart-106289.html . http://www.lrs.koeln/wp-content/uploads/2016/11/Ber%C3%BChmte-Legastheniker.pdf und auch andere Probleme sind weitverbreitet http://www.golem.de/news/it-und-autismus-ich-suche-nicht-nach-fehlern-ich-finde-sie-1602-118945.html (ein Prozent der Bevölkerung). Ein Formel-1-Auto verzichtet nicht auf 5% der Motor-Leistung. Was tun Lindner oder AfD für diese 5% der Arbeiterschaft ? DMP-Programme gibts nicht grundlos und betreffen große Prozente der Arbeits-Leistung.

    Wir würden gerne kostenlos Verbesserung programmieren aber Abmahnungen, Verklagungen, Existenzvernichtung sind der Dank. Und Patente gibts ja auch noch und verhinderten wohl den Verkauf eines schönen Produktes von Höhle der Löwen von 2016(?). http://www.golem.de/news/sofortbild-polaroid-verklagt-fujifilm-wegen-quadratischer-fotos-1711-131224.html
    Also kosten Psychokrankheiten, Messie-Tum, Drogen-tum, Zigaretten, Alkoholismus die Familien oft billig vermeidbaren endlosen Schaden und vielleicht 20% sind Plagiatoren http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/eine-professorin-auf-plagiat-jagd-der-grosse-online-schwindel-a-221507.htm und arbeiten jetzt irgendwo und schädigen vielleicht die Nation wie wilde Katzen im Hühnerstall oder auf der Kaninchenfarm.

    Konstruktive und sachliche Diskussionen und Debatten werden nicht gewünscht. Die Feinde und Hintermänner versuchen immer, Agression zu säen. Und viele (auch hier) lassen sich viel zu gerne provozieren und somit vom waren Thema ablenken wie es z.b. bei ÖR-Spar/Verschwendungs/…-Diskussionen oder auch bei Dieselgate üblich ist wo man mit “Daimler mietete Tesla” recht wirksam vom Dieselgate-Straf-Urteil ablenkte.

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