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Neue Werbeclips: Nach Jahren der Demütigung entdeckt Twitter die Selbstironie

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Let's go Twitter: Der 280-Zeichen-Dienst versucht neue Nutzer anzulocken / Screenshot: © Twitter / YouTube

Auch 2017 war ein extrem herausforderndes Jahr für Twitter: Der Social Media-Pionier musste zuletzt gleich drei Quartale in Folge Umsatzrückgänge eingestehen und verliert immer noch Geld. Allein: Das Nutzerwachstum zog nach einer längeren Phase der Stagnation zuletzt wieder an. Um noch mehr Nutzer von den Vorzügen des Social Media-Dienstes zu überzeugen, hat Twitter nun mit dem BBC-Comedian Romesh Ranganathan zwei selbstironische Werbeclips gelauncht, die die Nutzung des 280-Zeichen-Dienstes verständlicher machen sollen.

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Twitter hat es wirklich nicht leicht. Auch im elften Jahr des Bestehens verliert der Social Media-Pionier weiter Geld, während inzwischen auch noch die Umsätze erodieren. Mit dem Nutzerwachstum hat CEO Jack Dorsey ohnehin seit Jahren zu kämpfen, auch wenn der 280-Zeichen-Dienst im letzten Quartal immerhin vier Millionen neue Mitglieder verbuchen konnte.

Das mutmaßlich größte Problem des Microblogging-Dienstes scheint Dorsey inzwischen erkannt zu haben: Twitter ist vor allem für Einsteiger offenkundig zu kompliziert zu benutzen, wie der Social Media-Dienst in einem selbstironischen neuen Werbeclip für den englischsprachigen Markt zuzugeben scheint.

Im ersten von zwei neuen Clips mit BBC-Comedian Romesh Ranganathan verzweifelt ein Neuling am Anmeldeprozess – metaphorisch inszeniert mit einer typischen Krimiszene. Der neue Nutzer “Kenny G” ist in seinem Haus komplett durcheinander, Polizei und Schaulustige sind bereits angerückt und stehen vor der Tür.

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Bevor Kenny G Dummheiten anstellen kann, schaltet sich Romesh Ranganathan als Polizeichef mit Twitter-Megafon ein und leitet den verzweifelten Neuling durch den Anmeldeprozess. “Keine Sorge, es ist nur Twitter”, versucht der 280-Zeichen-Dienst potenziellen Neumitgliedern die Angst zu nehmen.

Nach ähnlichem Muster verläuft auch der zweite Clip, in dem ein Nutzer verstört auf einer leeren Straße umherläuft und dann von Ranganathan eine Lektion erteilt bekommt, wie er auf Twitter nach seinen Interessen suchen kann – von den Trends des Tages bis zu interessanten Twitterern, die ihn von nun an auf seinem Weg begleiten.

“Let’s explore. Let’s discover. Let’s go Twitter”, fordert Twitter. An der Wall Street kam das Signal bereits an: Nach Jahren der demütigenden Kursabstürze liegt die Aktie des US-Internet-Unternehmens seit Januar immerhin wieder um 33 Prozent vorne – aber auch immer noch 17 Prozent unter dem Ausgabekurs von 2013.

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