Partner von:
Anzeige

Quiz-Misere: “Wer wird Millionär?-Promi-Special fällt auf neuen Minusrekord, “Der Quiz-Champion” erstmals unter die 10%-Marke

wer-wird-millionaer-promispecial.jpg
"WWM"-Moderator Günther Jauch und seine prominenten Kandidaten (v.l.) Mathias Opdenhövel, Ruth Moschner, Christian & Andreas Ehrlich (Ehrlich Brothers) und Michael Mittermeier

Das war wohl keine gute Idee: Das ZDF und RTL programmierten am Donnerstag zwei große Prime-Time-Quizshows gegeneinander. Ergebnis: Beide rutschten auf Tiefstwerte. So sahen das Promi-Special von "Wer wird Millionär?" nur 4,49 Mio. Menschen - so wenige wie nie zuvor. Die Prime Time gewann die Show damit nur hauchdünn gegen den "Tel-Aviv-Krimi" des Ersten. "Der Quiz-Champion" des ZDF landete unterdessen mit 2,93 Mio. Sehern bei 9,3% und damit erstmals unter 10%.

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. “Wer wird Millionär?”-Promi-Special fällt auf historisches Tief

4,49 Mio. Menschen schalteten um 20.15 Uhr also das 35. “Prominenten-Special” von “Wer wird Millionär?” ein. Das entsprach einem Marktanteil von 16,7%. Zwar gewann die Show damit hauchdünn die Prime Time, doch sie fiel gleichzeitig auf neue Minusrekordquoten. Erst vor einem Jahr wurde mit 4,78 Mio. Sehern und 17,6% ein neues Tief erreicht. Zum Vergleich: Im November 2011 sahen noch 8,82 Mio. (31,2%) zu, beim Rekord im Mai 2005 aus heutiger Sicht sagenhafte 11,42 Mio. (38,6%). Zahlen, die mittlerweile undenkbar geworden sind.

2. “Quiz-Champion” erstmals unter 10%, “Tel-Aviv-Krimi” hauchdünn hinter “WWM”

Auch das andere große Quiz des Abends, “Der Quiz-Champion” des ZDF, lief so schwach wie nie zuvor: 2,93 Mio. Menschen sahen zu, der Marktanteil von 9,3% ist der erste für die seit vier Jahren existierende Sendung, der unter 10% lag. Besser erging es dem dritten “Tel-Aviv-Krimi” des Ersten. Er bestätigte das ordentliche bis gute Niveau der beiden ersten Fälle aus dem März 2016 und erreichte mit 4,47 Mio. Zuschauern und 14,1% beinahe auch das Promi-Special von “Wer wird Millionär?”.

3. “WWM” im jungen Publikum chancenlos gegen “The Voice”, das nach dem Ende der Blind Auditions aber wie immer Zuschauer einbüßt

Anzeige

Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann “The Voice of Germany” den Tag. Zwar gingen wie in jedem Jahr zwischen den Blind Auditions und den ersten Battles einige Zuschauer verloren, doch 1,85 Mio. junge Zuschauer entsprachen dennoch bärenstarken 20,0%, sowie dem Sieg vor “GZSZ” (1,70 Mio. / 20,1%) und dem “Wer wird Millionär?”-Promi-Special, das mit 1,54 Mio. und 17,2% im Gegensatz zum Gesamtpublikum keinen neuen Minusrekord aufstellte. Sat.1 erreichte mit “Criminal Minds” um 20.15 Uhr gute 1,04 Mio. und 10,1%, fiel mit zwei älteren Folgen der Serie danach aber auf unschöne 7,3% und 6,8%.

4. Vox punktet mit “Harry Potter”, RTL II kommt mit “Frauentausch” und “Kochprofis” nicht vom Fleck

Zu den Gewinnern des Abends gehört eindeutig auch Vox: 850.000 14- bis 49-Jährige schauten dort “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” – stolze 9,0%. Nur die Hälfte davon erreichte RTL II um 20.15 Uhr mit seinem “Frauentausch”: 460.000 junge Zuschauer entsprachen hier erneut enttäuschenden 4,5%. “Die Kochprofis” fielen danach mit 320.000 14- bis 49-Jährigen auf 4,0%. Die Krise der beiden RTL-II-Klassiker geht weiter. kabel eins landete mit “Bodyguard” bei halbwegs soliden 5,1%: 490.000 junge Menschen sahen zu.

5. Hoffenheim-Aus bei Sport1 vor Millionen-Publikum

Rekordverdächtige Zahlen waren das nicht, doch immerhin 1,02 Mio. Fans sahen das Europa-League-Spiel der TSG Hoffenheim in Braga bei Sport1, das das Ausscheiden des deutschen Teams besiegelte. Knapp an der Mio.-Marke gescheitert ist diesmal der zdf_neo-Krimi “Einsatz in Hamburg” mit 990.000 Sehern. Über die Marke sprang um 20.15 Uhr hingegen das mdr Fernsehen mit einem 15 Jahre alten “Polizeiruf 110”: 1,04 Mio. Seher entsprachen einem Marktanteil von 3,3%. Außerdem das NDR Fernsehen mit “Länder – Menschen – Abenteuer” und 1,05 Mio. bzw. 3,3%, sowie das BR Fernsehen mit “Quer” und 1,07 Mio. bzw. ebenfalls 3,3%.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Gut ist die Quote des Tel-aviv-Krimis auch nicht. Frage mich schon, was diese andere-Länder-Krimis bringen sollen außer dass man billig (und ohne deutsche Vorschriften) produziert, Leute vor Ort engagiert mit Billigst-Gagen statt
    deutsche Schauspieler und Produktionsmitarbeiter zu beschäftigen. Diese Frage stellt sich immer dringender, denn immer mehr Filme werden irgendwo im Ausland gedreht. Und die Gebührengelder sind ‘eigentlich’ für die hiesige Filmindustrie gedacht und nicht dafür, dass die öffentlich-rechtlichen Sender das Geld direkt ins Ausland tragen. Der Trick mit “Koproduktionen im Ausland” ist wie “Fake-Production”, denn es siedeln sich ja in Prag, Südafrika & Co. meist von Deutschen geführte “Produktionsfirmen” mit vor-Ort-Knowhow (=außerhalb der deutschen Normen wohlgemerkt) an, die dann zu “Koproduzenten” werden. Wenn ARD, ZDF und ARD/Degeto diesen Weg gehen, um für weniger Geld mehr Filme für ihr ausuferndes Programm wie vieler Sender? machen zu können, sollte die Politik mal darüber nachdenken, was das für die deutsche Filmindustrie bedeutet. Über den “geschlossenen Markt”, den die Sender erst verschulden und dann mit ihrer Flucht ins billige Ausland zusätzlich verschlimmern, muss endlich diskutiert werden. Und es soll niemand kommen und behaupten, damit wolle man dem Rundfunkstaatsvertrag entsprechen und “die Welt zeigen”… “Die Welt” flimmert uns täglich ins Wohnzimmer und ob – beispielhaft – “Katie Fforde” mit ein paar New York-Bildern “angereichert” wird oder nicht ist total egal. Ein gutes Beispiel ist auch, wenn ARD/Degeto mit ihrem Krimi in Südtirol dreht.. wo nichts anderes gezeigt wird als “die Berge”, die es optisch genauso auch in Deutschland gibt inkl. ein paar kauzige Dorfbewohner. Der Rest wird “innen” gedreht und gesprochen. Dass man regelmäßig “Fördergelder” über Koproduzenten abgreift aber eigentlich nur die Filmwirtschaft in anderen Ländern stützt… gehört nicht zwingend zu den Dingen, die der deutsche Zuschauer mit Gebühren finanzieren muss. In Sachen “Erhaltung des Territorialprinzip” hat am 21.11. die “Produzentenallianz” gejubelt, dass man doch erhalten will, dass Filme “mit Sprache und regionaler Vielfalt zu tun haben”. FAZ: “Produzenten und Kreative aus ganz Europa hatten sich vehement für das Territorialprinzip eingesetzt..” a b e r : ..ARD und ZDF (hatten) für die Aufgabe dieses Prinzips geworben. Warum? Was wollen sie mit unseren Gebührenmilliarden machen? Noch mehr ins Ausland transferieren statt die heimischen (!!!) Filmleute arbeiten zu lassen?

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia