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Digital-Experte Christian Fricke verlässt Bauer Australien, CEO Dykzeul stellt weitere Magazine ein

Christian Fricke (li.) und der CEO von Bauer in Australien, Paul Dykzeul
Christian Fricke (li.) und der CEO von Bauer in Australien, Paul Dykzeul

In dieser Nacht fanden gleich mehrere Nachrichten von Bauer Australien ihren Weg von Down Under nach Deutschland: So wurde bekannt, dass der neue CEO, Paul Dykzeul, drei Kaufmagazine und wohl auch zwei Corporate-Produktionen einstellt. Zudem verkündete Christian Fricke seine Ausstieg bei Bauer sowie seine Rückkehr nach Deutschland.

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Der Digitial-Experte arbeitete in Australien als Managing Director von Bauer Xcel Media. Nach 18 Monaten kündigte er offenbar aus familiären Gründen und kehrt nach Deutschland zurück. Das bestätigte Bauer auf MEEDIA-Nachfrage. Nach mehreren Stationen beim Hamburger Medienhaus, war Fricke 2015 zum israelischen Startup Playbuzz gewesen. Allerdings kehrte er nach nur einem Jahr zurück und übernahm den Job am anderen Ende der Welt.

In Australien und Neuseeland baute Fricke für Bauer unter anderen das News- und Lifestyle-Portal Now to Love auf.

Fast zeitgleich mit der Personalie wurde zudem bekannt, dass der neue Bauer-Boss in Down Under, Paul Dykzeul, bis zu fünf Print-Hefte einstampfen will. Vom Verlag bestätigt wurde die Einstellung von Yours, Recipes+ and Homes+. Zudem berichtet der australische Mediendienst Mumbrella, dass auch die Auftragsproduktionen für Weight Watchers und Myer Emporium beendet würden.

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Dykzeul übernahm im Sommer erst den Posten von Nick Chan, der wiederum lediglich für ein Jahr Statthalter des deutschen Zeitschriften-Riesen in Australien war. Chans kurze Amtszeit wird vor allem mit dem verlorenen Schadenersatzprozess gegen die aus Australien stammende Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson (u.a. “Pitch Perfect”) verbunden bleiben. Der teils bizarr anmutende Prozess endete für Bauer sehr teuer. Der Verlag wurde wegen Falschberichterstattung zu rund drei Mio. Euro Schadensersatz verurteilt, ging allerdings in Berufung.

Es ging bei dem Prozess um insgesamt acht Artikel, die die Bauer-Zeitschrift Women’s Day über Rebel Wilson veröffentlichte. In den Artikeln sollen falsche Angaben über den echten Namen der Schauspielerin, ihr wahres Alter und ihre Kindheit gestanden haben. Die Jury bei dem Prozess befand, dass Women’s Day Wilson als notorische Lügnerin darstellte und jeder der acht Artikel Unwahrheiten verbreite.

Vor Chan führte David Goodchild Bauer Media in Australien, auch er verabschiedete sich nach nur rund einem Jahr. Chans Job übernahm Bauers Neuseeland-Chef Paul Dykzeul zusätzlich. Bauer bringt in Australien u.a. die Zeitschriften Woman’s Day, Australian Women’s Weekly, TV Week und Harper’s Bazaar heraus. Bauer Media übernahm das Magazin-Geschäft von der Verlegerfamilie Packer 2002 für rund 500 Mio. Dollar.

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