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12,89 Mio. Zuschauer: Top-Quote, aber kein neuer Rekord für den Münster-“Tatort”

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Der "Tatort: Gott ist auch nur ein Mensch" aus Münster

Der Münster-"Tatort" hat wieder einmal seine Anziehungskraft gezeigt. Mit 12,89 Mio. Zuschauern erreichte er die höchste Zuschauerzahl aller deutscher TV-Programme seit dem Confed-Cup-Finale Deutschland-Chile im Juli. Aber: Am Rekord von 14,57 Mio. aus dem April schrammte der Krimi klar vorbei. Interessant: "The Voice of Germany" litt kaum unter dem Münster-"Tatort".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. “Tatort” aus Münster verfehlt den eigenen Rekord, holt aber dennoch grandiose Quoten

12,89 Mio. sahen also am Sonntagabend den neuesten “Tatort” aus Münster mit dem Namen “Gott ist auch nur ein Mensch”. Der Marktanteil lag bei 34,0%, natürlich gewann der Krimi den Tag haushoch, sammelte um 20.15 Uhr mehr Zuschauer ein als ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, Vox und RTL II zusammen. Zudem sind 12,89 Mio. die beste Zuschauerzahl im deutschen Fernsehen seit dem 2. Juli, als 14,69 Mio. Fans das Finale des Confederations Cups zwischen Deutschland und Chile im ZDF verfolgten. Den im April aufgestellten Münster-“Tatort”-Rekord von 14,57 Mio. verfehlte der neue Fall aber recht deutlich. Im Anschluss an den “Tatort” erreichte “Anne Will” – noch ohne Ergebnis der Sondierungen – 4,41 Mio. Menschen und 15,0%. Bei den 14- bis 49-Jährigen siegte der ARD-Krimi ebenfalls souverän: mit 3,81 Mio. Sehern und 28,5%.

2. “The Voice of Germany” verliert kaum Zuschauer an den “Tatort”

Interessant: Trotz der grandiosen Zuschauerzahl des Münster-“Tatorts” lief es für “The Voice of Germany” auf Sat.1 fast genau so super wie vor einer Woche. 3,82 Mio. sahen ab 20.15 Uhr insgesamt zu, der Marktanteil lag bei 11,1%. Zum Vergleich: Vor einer Woche gab es 3,96 Mio. und 12,0%. Bei den 14- bis 49-Jährigen sieht es noch stabiler aus: Von den 2,19 Mio. und 19,0% aus der Vorwoche blieben diesmal 2,14 Mio. und 17,5%. Zwischen “Tatort” und “The Voice” schob sich im Gesamtpublikum noch das ZDF mit “Rosamunde Pilcher: Wenn Fische lächeln”, das 4,19 Mio. (11,0%) sahen.

3. Auch RTL punktet trotz “Tatort”, ProSieben hingegen schwach

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Nicht nur Sat.1 erzielte im jungen Publikum starke Quoten trotz des Münster-“Tatorts”, auch RTL gelang das. Immerhin 1,79 Mio. 14- bis 49-Jährige entschieden sich für die Free-TV-Premiere von “Fast & Furious 7” – ein guter Marktanteil von 14,9%. ProSieben hingegen blieb klar unter dem Sender-Normalniveau: “Noah” schalteten 960.000 junge Menschen ein – 8,3%.

4. Vox, RTL II und kabel eins klar unter Soll

Wenn vier Sender (Das Erste, Sat.1, RTL und ProSieben) um 20.15 Uhr allein fast 70% des Marktanteils der 14- bis 49-Jährigen holen, wird die Luft für die anderen natürlich dünn. Unter dem Soll blieben daher u.a. Vox, RTL II und kabel eins. Vox erreichte mit “Grill den Profi” 600.000 14- bis 49-Jährige und 5,7%, RTL II blieb mit “Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme” bei 490.000 und 3,9% hängen und kabel eins kam mit den “spektakulärsten Kriminalfällen” nur auf 370.000 und 2,9%.

5. Starke Zahlen für den “Doppelpass”

Die besten Zuschauerzahlen abseits der großen Sender gab es am Sonntag vor 20.15 Uhr. Extrem gut erging es z.B. dem “Doppelpass” auf Sport1: 1,18 Mio. Fans sahen ab 11 Uhr morgens zu. Das NDR Fernsehen lockte mit “NDR regional” um 19.30 Uhr 1,47 Mio. Neugierige, das WDR Fernsehen um 19.10 Uhr mit der “Aktuellen Stunde” 1,20 Mio. Auch der KiKA holte mit einer Sendung ein Millionenpublikum: 1,01 Mio. sahen um 19.10 Uhr die Serie “Yakari”.

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Alle Kommentare

  1. Wenn man bei ARD mitliest, wie die Leute sich auch über diesen Tatort aufregen- obwohl sie dann trotzdem bleiben – fühlt man sich bestätigt, dass das Tatort-gucken – noch und nur mangels anderer Alternativen – besser ist als etwas anderes. Pilcher&Co verlieren seit Jahren kontinuierlich. Emotional kommen “Voice of…” und Dritte immer öfter locker mit dem Herzkino mit. Letzteres verliert rasant.. stürzt von 6 Mio auf weit unter 5 Mio ab – und redet sich diese Quote immer noch schön. Gilt übrigens auch für die Romantik-Filme der ARD. Die Herzkino-Macher werden leider immer schlechter die Geschichten – so es welche gibt – stimmen nicht mehr und sie zeigen ein Frauenbild, das nervt (gestern wieder mal eine taffe Anwältin, die sich in die beste Kanzlei der Welt einbringen könnte mit…Muscheln oder so… und dann nach Rückkehr in die Heimat begreift, dass dort ihr Platz ist und sie sich für die super-duper-Kanzle gar nicht interessiert sondern weiter um die Muscheln der Vorväter kümmern will. So etwas bringt das Herzkino rauf und runter.. Wenigstens wird die Muschel-Frau künftig als Dorf-Anwältin arbeiten. Und wenn sie noch nicht gestorben sind… Soweit brachte es “Marie” in der letzten Woche nicht.. die geht gleich gar nicht mehr in die Arbeit bei verrückten Bürgermeisterin, weil sie zur gütigen Mudda Theresa von Hinterdumpfhausen mutiert (ebenso wie Frau Thomalla als DorfHELFERIN usw. Die Frau als Bürgermeisterin kann natürlich nicht normal sein, sondern muss slapstickähnlich sein – ich würde peinlich vertrottelt sagen. Weder in Dumpfhausen noch in New York, Pilcher- oder Lindström-Land kann aus Frauen etwas anderes werden. Wie auch immer, der Tatort hat der “Pilcher” wieder mal eins übergezogen.. so dass gestern nur noch die über-60-jährigen treu ergeben blieben. Schade um das “Herzkino” das vor einigen Jahren noch eine ernst-zunehmende Konkurrenz für den Tatort war. Aber das, was Produzenten und Sender auf diesem Platz produzieren und zeigen – inklusive einer besonders perfiden Art von diskriminierender Darstellung von Frauen (stereotype Zuweisungen lt. Studie von ARD/ZDF) – ist traurig.

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