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Nachfolger von Stephan Holthoff-Pförtner: Rudolf Thiemann neuer Präsident der Zeitschriftenverleger

Familienverleger in vierter Generation: Rudolf Thiemann ist neuer VDZ-Chef
Familienverleger in vierter Generation: Rudolf Thiemann ist neuer VDZ-Chef

Rudolf Thiemann ist neuer Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Thiemann, geschäftsführender Gesellschafter der Liborius-Verlagsgruppe und langjähriger VDZ-Vizepräsident, wurde am Sonntag einstimmig in Potsdam von den Verbandsdelegierten gewählt, wie der VDZ in Berlin mitteilte.

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Der neue VDZ-Spitzenmann ist Nachfolger von Stephan Holthoff-Pförtner, Mitgesellschafter des Medienhauses Funke, der nach acht Monaten im Amt im Juni als Minister in die neue nordrhein-westfälische Landesregierung gewechselt war.

Thiemann, Vorsitzender des Fachverbandes Konfessionelle Presse, hatte die Unterstützung aller VDZ-Landesverbände. Der promovierte Jurist sei in der Branche und ihrem Umfeld bestens vernetzt und kenne ihre wirtschaftlichen Herausforderungen und medienpolitischen Themen, hieß es als Begründung.

Als Verleger und geschäftsführender Gesellschafter der Liborius-Verlagsgruppe – mit konfessionellen Titeln wie Liboriusblatt, Christliche Woche und Bayerisches Sonntagsblatt – leitet Thiemann das Familienunternehmen im westfälischen Hamm seit 1985 in vierter Generation. Er wird an diesem Montag erstmals als Präsident vor den VDZ-Mitgliedern auf dem Verbandskongress sprechen. Vor dessen Beginn will er sich den Journalisten vorstellen.

Vor einem Jahr war beim VDZ eine Ära zu Ende gegangen: Verleger Hubert Burda hatte nach rund 20 Jahren an der Spitze nicht mehr kandidiert. Holthoff-Pförtners Wahl sorgte für Diskussionen. Die Verlage vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel und der Wochenzeitung Die Zeit sowie Gruner + Jahr (Stern, Geo) und die Mediengruppe Medweth (Rheinfelden/Baden) kündigten ihren Austritt aus dem VDZ-Fachverband für Publikumszeitschriften an.

Im Juni gab Holthoff-Pförtner das Amt wieder ab und wurde Kabinettsmitglied in der neuen schwarz-gelben NRW-Landesregierung als Minister für Bundesangelegenheiten, Europa, internationale Beziehungen und Medien. Inzwischen ist das CDU-Mitglied im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht mehr für Medienpolitik zuständig.

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Im Präsidium gab es zwei weitere Posten, die neu besetzt wurden: Katja Kohlhammer, Chefin der Konradin Mediengruppe und Vorsitzende des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbands, nimmt als Vizepräsidentin den frei gewordenen Platz von Volker Breid (ehemals G+J Motorpresse) ein. Und Philipp Welte, Publishing-Vorstand bei Hubert Burda Media, rückt auf Thiemanns Vize-Posten.

Wie erwartet chancenlos war der ohne Unterstützung eines der Landesverbände angetretene Präsidentschaftsbewerber Peter “Bulo” Böhling. Der Clap-Verleger kam nach seiner Kandidatur als “zweiter Sieger” aber immerhin zum gemeinsamen Gratulations-Foto mit dem neuen VDZ-Präsidenten, das er postwendend via Twitter verbreitete.

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