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Print-Einstellung von Teen Vogue, weiterer Stellenabbau: US-Magazinhaus Condé Nast verordnet sich Radikalkur

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Condé Nast verschärft seinen Sparkurs. Das amerikanische Magazinhaus plant, die Printversion von Teen Vogue einzustellen. Zudem will das Unternehmen, die Erscheinungsfrequenz von diversen Zeitschriften wie GQ, Glamour, Allure und Architectural Digest verringern. Auch beim Personal setzt das Unternehmen erneut den Rotstift an. Weitere 80 von insgesamt 3.000 Stellen sollen wegfallen. Hierzulande habe der Stellenabbau "keine Relevanz", betont Condé Nast in Deutschland.

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Der amerikanische Magazin-Verlag Condé Nast kommt nicht zur Ruhe: Erst vor kurzem beendete das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Starfotografen Terry Richardson. Grund hierfür waren Vorwürfe wegen sexueller Belästigung, die gegen ihn laut wurden. Jetzt verschärft das Unternehmen seinen Sparkurs. Condé Nast plant, die Print-Version der Teen Vogue einzustellen, meldet Women’s Wear Daily. Der Verlag hatte bereits um die Jahreswende 2017 die Erscheinungsweise stark heruntergefahren, jetzt kommt das endgültige Aus für das gedruckte Heft.

Auch andere Magazin aus dem reichhaltigen Portfolio müssen offenbar Federn lassen. So soll die Erscheinungsweise von Zeitschriften wie GQ, Glamour, Allure und Architectural Digest von zwölf auf elf Hefte pro Jahr gekappt werden. Geplant ist offenbar auch, dass das Magazin Bon Appétit künftig nur noch zehn statt elf Mal im Jahr erscheint. Ebenso soll bei den Titeln W und Condé Nast Traveler die Zahl der jährlich publizierten Hefte von zehn auf acht abgeschmolzen werden. Von den Maßnahmen verschont bleiben angeblich Vanity Fair, Vogue, Wired, The New Yorker und Brides, heißt es.

Auch das Personal ist von der Radikalkur betroffen. So will sich das Unternehmen von weiteren 80 Stellen trennen. Dies wären rund 2,5 Prozent der insgesamt weltweit rund 3.000 Beschäftigten. Damit würde Condé Nast seinen Sparkurs verschärfen. Anfang des Jahres hatte sich der US-Verlag bereits eine Schlankheitskur verordnet. So mussten rund 100 Mitarbeiter aus Verlags- und Redaktionsteams gehen. Auch einen Einstellungsstopp soll Condé Nast verhängt haben, heißt es.

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Von den Neuausrichtung des Portfolios in den USA sieht sich Condé Nast hierzulande nicht betroffen. “Condé Nast USA und Condé Nast International sind zwei eigenständige Firmen, die solche Entscheidungen unabhängig voneinander treffen. Marken-/titelspezifische Entscheidungen oder auch Personalentscheidungen in den USA haben für CN International und entsprechend auch für uns in Deutschland daher keinerlei Relevanz”, erklärt eine Firmensprecherin von Condé Nast in Deutschland gegenüber MEEDIA. In Deutschland hatte Condé Nast-Chef Moritz von Laffert in diesem Jahr geschäftlich bereits diverse Änderungen vorgenommen. Er verkaufte die Zeitschrift myself an den Essener Funke Mediengruppe, um die eigenen Aktivitäten des Verlags stärker auf die globalen Marken der Gruppe zu fokussieren.

Laffert konzentrierte zudem die Vermarktung am Standort in München. Alle inländischen Außenbüros in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, München und Stuttgart wurden geschlossen. Davon ausgenommen waren lediglich die Büros in Mailand, Paris und New York. Den zwölf in den inländischen Außenbüros arbeitenden Mitarbeitern wollte die Geschäftsführung ein Jobangebot in München unterbreiten. „Mit der Neuorganisation geben wir uns eine agile und effektive Sales-Struktur durch die wir nicht nur neue Umsatzpotenziale heben, sondern auch die Rolle von Condé Nast als Spezialist für kreative, maßgeschneiderte Branding-Kampagnen in Luxusumfeldern weiter stärken werden“, begründete Laffert damals den Umbau.

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