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Neuer Mitstreiter für Vertriebskoalition der Medienhäuser: Gruner + Jahr tritt Grosso-Allianz als siebter Verlag bei

Seit 2013 an der Spitze: Julia Jäkel treibt die Transformation von Gruner + Jahr voran, musste im ersten Halbjahr 2018 aber einen Dämpfer bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen
Seit 2013 an der Spitze: Julia Jäkel treibt die Transformation von Gruner + Jahr voran, musste im ersten Halbjahr 2018 aber einen Dämpfer bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen

Bei den langwierigen und konfliktreichen Verhandlungen mit dem Presse-Grosso wird das bereits aus sechs Verlagen bestehende Bündnis künftig von einem weiteren Akteur unterstützt. Wie Gruner + Jahr am Montag bekannt gab, wird das Zeitschriftenhaus mit Hauptsitz in Hamburg der Koalition beitreten. Bereits an Bord waren bislang die Bauer, Burda, Funke, Klambt, der Spiegel-Verlag und Axel Springer.

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In einer Mitteilung heißt es zur Begründung: “Gruner + Jahr bekennt sich klar zu einem flächendeckenden und diskriminierungsfreien Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie zum Erhalt der Pressevielfalt in Deutschland. Eine Voraussetzung dafür ist die zukunftssichere Gestaltung des bestehenden Pressevertriebssystems hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Offenheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.” Seit längerem verhandelt die Verlagskoalition mit dem Bundesverband Presse-Grosso über Modernisierungen des Vertriebssystems und neue Handelsspannen, ohne dass in den Gesprächen ein Durchbruch erzielt werden konnte. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, eine tragfähige Vereinbarung zu blockieren. Die Kritik der Verlage konterte der Verband umgehend.

Noch ist kein Ende der Verhandlungen absehbar. Man habe sich entschlossen, zusammen mit der Verlagskoalition das Pressevertriebssystem im Interesse der gesamten Verlagsbranche weiterzuentwickeln, heißt es nun bei Gruner + Jahr. Dabei gehe es um Gemeinsam eine “gesamtheitliche Lösung für die Pressebranche”. Sie soll die heute gültige, im Februar 2018 auslaufende Handelsspannenvereinbarung ablösen und laut G+J “sicherstellen, dass die Essentials des deutschen Pressevertriebssystems gewahrt bleiben”.

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Burda-Vorstand Philipp Welte, der als Architekt der Verlagsallianz in Sachen Presse-Grosso gilt, erklärte zum Beitritt des Hamburger Großverlags: „Noch nie war der Zusammenhalt unter den Verlagen so wichtig wie heute, weil wir gemeinsam ein wertvolles Gut zu verteidigen haben: den unabhängigen Journalismus, der eine Lebensader der Meinungsfreiheit und damit der Demokratie in unserem Land ist. Dafür aber müssen nicht nur wir uns verändern, sondern wir müssen auch unser Vertriebssystem modernisieren. Das geht nur mit vereinten Kräften, deshalb freue ich mich, dass Gruner + Jahr unserer Verlagskoalition beitreten wollte.“

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