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IVW-Blitz-Analyse Zeitungen: Bild verliert 10,5%, Bild am Sonntag 11%, Welt am Sonntag 8,2%

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Springers Boulevard-Zeitungen Bild und Bild am Sonntag waren auch im dritten Quartal die größten Verlierer der überregionalen Zeitungsbranche. Die Bild büßte 10,5% ihrer Abos und Einzelverkäufe ein, Schwester Bild am Sonntag sogar 11,0%. Deutlich verloren hat die Welt am Sonntag, glimpflich davon gekommen sind dank ePaper-Abos das Handelsblatt und die Süddeutsche Zeitung.

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Trotz der hohen Verluste bleibt Bild natürlich mit 1,60 Mio. täglich verkauften Exemplaren die populärste Zeitung des Landes. Doch die Verluste sind massiv – noch vor etwa sieben Jahren lag die verkaufte Auflage in den beiden wichtigen Segmenten Abos und Einzelverkauf in etwa doppelt so hoch wie jetzt.

Bei den seriöseren überregionalen Tageszeitungen kam die Süddeutsche Zeitung glimpflich davon, baut mit einem Minus von 1,5% ihren Vorsprung auf die F.A.Z. aus, die wiederum 4,1% einbüßte. Die SZ profitierte von einem Plus bei den ePaper-Abos, das die Verluste bei den Papier-Abos fast ausglich. Ähnlich sieht es beim Handelsblatt aus: Hier gab es dank der ePaper-Kategorie sogar ein leichtes Abo-Plus, dafür gingen im Einzelverkauf rund 500 Exemplare verloren.

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Überregionale Tageszeitungen im 3. Quartal 2017 (nur Abo+EV)
Abo+EV 2017-III vs. 2016-III
Platz Titel 2017-III absolut in %
1 Bild (+Fussball Bild) 1.601.564 -188.433 -10,5
2 Süddeutsche Zeitung 294.778 -4.418 -1,5
3 Frankfurter Allgemeine 210.606 -9.060 -4,1
4 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 90.631 -2.658 -2,8
5 Handelsblatt 86.286 -266 -0,3
6 taz.die tageszeitung gesamt 42.642 -1.140 -2,6
7 Neues Deutschland Gesamt 23.862 -1.876 -7,3
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Bei den überregionalen Wochen- und Sonntagszeitungen folgen hinter der BamS, die nun bei 884.862 Abos und Einzelverkäufen liegt, Die Zeit, sowie die Welt am Sonntag, die ihren Vorsprung auf die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fast eingebüßt hat. WamS und F.A.S. steigerten ihre ePaper-Abonnentenkartei dabei massiv, verzeichnen daher ein Abo-Plus. Die Welt am Sonntag verlor dafür allerdings im Einzelverkauf fast 20.000 Abnehmer. Bei den kleineren Wochenzeitungen mit vier- oder fünfstelligen Verkaufszahlen gibt es auch diesmal diverse Gewinner: Junge Freiheit, der Freitag und Das Parlament.

Wochen- und Sonntagszeitungen im 3. Quartal 2017 (nur Abo+EV)
Abo+EV 2017-III vs. 2016-III
Platz Titel 2017-III absolut in %
1 Bild am Sonntag 884.862 -109.236 -11,0
2 Die Zeit 407.516 -10.004 -2,4
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 220.264 -19.653 -8,2
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 207.933 -3.814 -1,8
5 Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost 34.480 -2.271 -6,2
6 Junge Freiheit 24.228 288 1,2
7 der Freitag 20.190 2.584 14,7
8 Das Parlament 6.797 158 2,4
9 Jüdische Allgemeine Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und Jüdisches Leben 4.266 -3 -0,1
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. ” Die deutschen Journalisten können keine Schlagzeilen mehr machen “, sagte mal ein Journalist der Daily Mail. Schaue ich mir dieses Jahr die WAMS an, dann muß man dies auf die ganze Titelseite beziehen.

    Da ist einfach kein Kaufanreiz mehr da, wenn ein ödes Schäuble Interview oder die x-te Dieselstory zum Event aufgemotzt wird.
    In den 90ern/2000ern war dies noch anders.
    Dazu die ständig steigenden Coverpreise: 4,20 Euro sind immerhin fast 8,40 DM.

    1. “In den Neunzigern war das noch anders …” Ja, die gute alte Zeit. Da hat die gute alte Bild noch jeden Tag systematisch gelogen und gehetzt. Damit konnte man so herrliche Kaufanreize produzieren.

      Werte Frau Kaiser, denken Sie eigentlich darüber nach, was Sie hier schreiben? Die Bild-Redaktion müht sich seit einigen Jahren halbwegs darum, das Lügen im Zaum zu halten, und schon verklären Sie die gute alte Zeit?

      Wissen Sie eigentlich, wie viele Suizide auf das Konto öffentlicher Bild-Hetze gegen Privatpersonen gehen? Das waren Ihre goldenen Jahre!

      1. Genau!Eine menge Leute,trieb die Bildzeitung in den Suizid ,durch Herabwürdigung der Person.Da wird geredet über Hasspeaks und die Bild lebt davon seit den 50er Jahren.

  2. Da hilft der BILD auch keine Fußball-BILD. Aktionismus ersetzt keine verlegerische Kompetenz. SPRINGER war erfolgreich solange er wirkte. Sein Abgang war der Einstieg in den Abstieg. Das wird seine Nachfolger kaum stören. Weit überzogene Vorstandsbezüge und Boni prägen eine neue Management-Kultur. Die Rechnung zahlt die Basis. Und der Mythos einer überragenden journalistischen Kompetenz, die angeblich im Mittelpunkt aller verlegerischen Aktivitäten im Haus Springer steht, ist nicht realistisch. Gewinne kommen aus Beteiligungen und dem Rubrikengeschäft. Warum auch nicht, es ist ein Wandel vom Verlag zur Finanzholding.

  3. Vielleicht sollten Sie auch mal meinen Beitrag genau lesen, ich schrieb über die WAMS und nicht die BILD Zeitung.
    Außerdem hetzt die Bild Zeitung doch heute auch noch, z.B. gegen ALG II Empfänger.

  4. Die mainstream Medien haben verloren, zum Teil über 10 %. Die AFD hat Stimmen gewonnen, sogar über 12 %. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht? Ob es nicht vielleicht 6 Millionen Personen sind, die es leid sind, immer wieder die gleiche geschönte und unwahre unkritische Berichterstattung zu lesen? Ob es damit zusammen hängt, dass Zeitungen wie die Bild neuerdings die Skandale um skandalös unterlassene Abschiebung aufgreifen?

  5. Das was die Axel-Springer Presse abliefert, kann man zu Recht als Hofberichterstattung bezeichnen. Es wurde so offensichtlich betrieben, dass selbst der politikverdrossendste Leser nicht wissen muss, dass Frieda Springer eine gute Freundin von Frau Merkel ist. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass es in der WELT und BILD keine Merkel-Kritik gibt.

    1. Exakt!Dieses Blatt,ist eine Verhönung der deutschen Bevölkerung.Hoffentlich,geht der Niedergang dieses Giftblattes so weiter.Lügen Pur.

  6. Einen richtig guten Eindruck bekommt man von einem Medium. Wenn die Leserkommentar Funktion wie bei BILD.online vollkommen eingestellt wird. Oder wenn wie beim Spiegel.online kritische Leserkommentare zum Thema “Schutzsuchende” oder zum Thema “Merkel” unerwünscht und nicht erlaubt sind. Die Berliner Zeitung zb ist für mich unter anderem für den cduspdlinksgrüninnen Journalismus nicht mehr lesbar. Alles die gleiche Souce. Die verkaufte Auflage spricht eine deutliche Sprache und das ist gut so.Punkt

  7. Ich habe noch vergessen zu erwähnen. Das “betreute denken” durch die deutschen Medien erinnert mich an die ehemalige DDR im Herbst 1989.
    Das Ergebnis war nicht Zielführend.
    Einen netten Gruß aus dem sonnigen Berlin – Pankow.

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