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Aufregung um ein intimes Strandfoto bei Bunte.de: Boris und Lilly Beckers sinnlose Wut auf die Boulevardmedien

Kritisieren die Medien, deren Nähe sie regelmäßig suchen: Lilly und Boris Becker

Lilly und Boris Becker machen Urlaub auf Ibiza und teilen ihre Erlebnisse fleißig mit ihren Fans bei Instagram. Ein Foto, das Lilly Becker mit ihrem Sohn in einem intimen Moment am Strand zeigt, nahm Bunte.de zum Anlass für eine besonders sensationsheischende Berichterstattung. Die Beckers protestieren in den Sozialen Medien – dabei haben sie die Tür für solche Berichte selbst aufgemacht.

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Für Prominente sind Soziale Netzwerke Fluch und Segen zugleich: Facebook, Instagram und Co. haben ihnen einerseits Einfluss darüber verschafft, wie sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Dort können sie sich inszenieren, wie sie wollen, zeigen wie sie ‚wirklich sind‘, ganz ohne auf die Spins von Klatsch-Reportern angewiesen zu sein. Allerdings schaffen Promis mit dem endlosen Strom an Foto- und Videomaterial auch Anlässe für Berichterstattung. Dass man dabei auch die Kontrolle verlieren kann, haben Lilly und Boris Becker in einem aktuellen Fall erlebt.
Das Promi-Ehepaar empörte sich in Sozialen Medien über einen Bericht von Bunte.de über ein intimes Foto, das Lilly Becker mit ihrem Sohn Amadeus zeigt und von ihr selbst bei Instagram veröffentlicht wurde. Knietief stehen Mutter und Sohn im Wasser, sie beugt sich zu ihm herunter und gibt ihm einen Kuss. Es ist unklar, wie viele Anläufe sie für den perfekten Schnappschuss gebraucht haben, aber das Resultat gefällt. Zumindest etwas über 2.000 der insgesamt über 45.000 Instagram-Follower von Lilly Becker. Und natürlich den Medien.
Die Klatschpresse griff den Schnappschuss vom Strand unverzüglich auf, Gala und InTouch erklärten ihn zur „süßen Liebeserklärung“ von Mama Lilly und werteten die Inszenierung als Reaktion auf Gerüchte, dass die Beckers in einer Familienkrise steckten. Das ist die eine Variante, die sich die Medien für dieses Foto ausgedacht hatten.

Bunte.de zeigt sich einsichtig

Bunte.de pickte sich einen anderen Aspekt an dem Foto heraus, nämlich dass Sohn Amadeus darauf nackt zu sehen ist. „Amadeus mit 7 noch OHNE Badehose – muss das sein?“, fragte die Redaktion in ihrer Schlagzeile. Im Alter von sieben Jahren im Wasser planschen, wie man es von Kleinkindern kennt, das sei ja unüblich, orakelte Bunte.de.
Den Beckers geht die Berichterstattung zu weit. Bei Twitter forderte Boris das hinter Bunte.de stehende Medienhaus Hubert Burda Media dazu auf, seine Familie „in Ruhe“ zu lassen. Lilly warf der Redaktion vor, keine Moral zu besitzen. „Ich bin wütend, wir ihr über meinen Sohn schreibt“, erklärte sie dazu bei Instagram. Dazu stellte sie einen Screenshot der eine zuvor getitelte Headline zeigt: „Amadeus ist schon 7 und verhält sich wie ein Kindergartenkind“.
https://twitter.com/TheBorisBecker/status/894687721637257221
Das sie es übertrieben haben, hat man bei Bunte.de mittlerweile eingesehen. Nach einer Anfrage von MEEDIA wurde die Geschichte wieder offline gestellt. „Wir bedauern im Nachhinein, das Foto mit der betreffenden Überschrift weiterverbreitet zu haben“, teilte eine Sprecherin dazu mit.

Boris und Lilly Becker sollten es besser wissen

Auch wenn die Wut der Beckers nachvollziehbar sein mag und sie auf Nachfrage beteuern, nicht mit einem solchen Medien-Echo gerechnet zu haben: Wundern brauchen sie sich über die Berichterstattung nicht. Sie werden nicht nur von hoch professionellen Medienanwälten beraten, sondern gelten selbst als Medienprofis. Sie sollten wissen, wie gefährlich die so genannte „Selbstöffnung“ sein kann – zumal Anwälte ihre Mandanten immer wieder auf die rechtlichen Konsequenzen hinweisen.
So raten Juristen beispielsweise grundsätzlich von so genannten „Home Storys“ ab. Wer Journalisten einmal über seine Türschwelle treten lässt, übergibt ihnen ihre Privatsphäre quasi als Gastgeschenk. Im Social Web, das zum Teilen privater Momente einlädt, ist das mittlerweile ähnlich: Bei bestimmten Fotos wird der Upload-Button bei Instagram quasi zum digitalen Türöffner für Berichterstattung.
Mit Fotoveröffentlichungen wie dem Strandfoto verschaffen Prominente wie die Beckers der Öffentlichkeit – und damit den Medien – nicht nur Zugang zu ihrem Privatleben, sie geben damit auch die Intimsphäre ihres kleinen Jungen preis. Dass Boulevardmedien diese freiwillig (!) geteilten Bilder aufgreifen und dann auch noch bewerten, besprechen und darüber spekulieren ist eine logische Folge und sogar ihr Recht.
Das sehen die Anwälte der Beckers freilich anders. Nach Ansicht von Christian-Oliver Moser, der die Beckers regelmäßig gegen die Presse vertritt, sei auf dem betroffenen Foto gar nicht zu erkennen gewesen, dass Amadeus keine Badehose getragen hat. „Von einer weitergehenden Selbstöffnung in Bezug auf Amadeus kann daher keine Rede sein.“
Und für Boris Becker und Ehefrau Lilly gilt: Wenn sie wollen, dass Boulevardmedien wie Bunte.de, ihre Kinder „in Ruhe“ lassen, dann sollten sie damit beginnen, sie aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Mittlerweile ist nicht nur der Artikel von Bunte.de verschwunden, sondern auch das Original-Foto, das über den Account von Lilly Becker veröffentlicht worden war, gelöscht.
 

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