Beim Mitarbeiter des Weser Kurier handelt es sich um den Fotografen Rafael Heygster, der bereits über Geschehnisse vor Ort berichtet hatte. “Als er gegen 13 Uhr am Freitag in das Pressezentrum zurückkehren wollte, teilte man ihm mit, dass ihm seine Akkreditierung entzogen worden sei”, gibt der Verlag der Bremer Zeitung in einer Pressemitteilung bekannt. Auch auf Nachfrage habe Heygster keine Auskunft darüber bekommen, wieso ihm der Zutritt verwehrt wird.
Auf Anweisung des BKA Einsatzleiter wurde mir am Eingang zum #g20 Pressezentrums gerade die G20 Akkreditierung abgenommen. #Pressefreiheit
— Björn Kietzmann (@bjokie) July 7, 2017
Das gleiche Schicksal hat offenbar auch weitere Journalisten ereilt. So schrieb der Fotograf Björn Kietzmann bei Twitter, dass man ihm ebenfalls die Akkreditierung entzogen habe. Nach Angaben des ZDF-Moderators Daniel Bröckerhoff seien weitere Journalisten betroffen.
Damit sind es schon vier Journalisten, denen ohne Angabe von Gründen die Akkreditierung entzogen wird. #Pressefreiheit #G20 #G20HAM https://t.co/kWQrIWeSXp
— Daniel Bröckerhoff (@doktordab) July 7, 2017
Der Weser Kurier will gegen den Ausschluss seines Reporters juristisch vorgehen.
Lange Liste: Din-A-4 voller Namen haben diese Polizisten am Pressezentrum in der Hand. Wer drauf steht, bekommt Akkreditierung entzogen #G20 pic.twitter.com/REqLQ4GZAm
— Martin Kaul (@martinkaul) July 7, 2017
Update, 16:12:
Das Bundeskriminalamt, zuständig für die Presseakkreditierungen, hat mittlerweile eine Stellungnahme veröffentlicht. So habe die Behörde in Abstimmung mit dem Bundespresseamt, das von Regierungssprecher Steffen Seibert geleitet wird, die Entscheidung getroffen, einigen Journalisten die Akkreditierungen zu entziehen. Grund seien nun Bedenken nach erneuten Sicherheitsüberprüfungen.
#BKA informiert zum Verfahren der #Akkreditierung bei #G20HAM17 pic.twitter.com/wTrsTl0JHg
— Bundeskriminalamt (@bka) July 7, 2017
Wie der Deutsche Journalisten Verband mitteilt, will das BKA keine weiteren Angaben machen. Gründe würden den Betroffenen nur persönlich mitgeteilt.
Derzeitiger Sachstand: Das @bka hat getwittert, dass die Gründe den Betroffenen auf Nachfrage nur persönlich mitteilt werden.
— Journalisten-Verband (@DJVde) July 7, 2017



