„Dumme Fragen für wenig Geld“: Philipp Walulis nimmt das Prinzip "Markus Lanz" auseinander

„Markus Lanz, der Wayne Carpendale unter den Journalisten“: Bereits mit seinem ersten Satz macht Philipp Walulis klar, dass er nicht gerade der größte Fan des ZDF-Soft-Talkers ist. Trotzdem oder gerade deshalb gratuliert er ihm zu seiner 1.000-Sendung. Dabei liefert er selbst ein rund siebenminütiges Paradoxon: Walulis fragt sich, warum man sich immer so über den „Kuschel-Talker“ aufregt und findet selbst keine befriedigende Antwort.

Warum nervt Lanz manche so sehr und warum fährt er trotzdem seit 1.000 Sendungen so beständig gute Quoten mit seinem spätabendlichen Gequassel ein? Es scheint ein TV-Medien-Mysterium zu sein, das auch der lustige YouTube-Kritiker von Funk auch nicht lösen kann. Immerhin spickt er seinen Clip trotzdem mit jeder Menge Gemeinheiten und Spitzen („Vor jeder Sendung wird in einer Lotterie die hohle Phrase des Tages gezogen“).
https://www.youtube.com/watch?v=VvftIMj14fY
Am Ende kommt er zu dem Schluss: It´s the economy, stupid! Bei Lanz geht es auch um Geld und bei dieser Talk-Show stimmt – zumindest für den Sender – das Preis-Leistungsverhältnis. „Markus Lanz“ wird nämlich im Vergleich zu anderen Talkshows vergleichsweise billig produziert. „Markus Lanz ist quasi ein ProSieben-Gewinnspiel als Talksendung: dumme Fragen für wenig Geld“, so Walulis‘ Fazit.