„Christian, es geht nicht um Dich“: die spöttische SPD-Antwort auf den gefeierten FDP-Spot von Partei-Chef Lindner

Video-Konter: SPD-Mann Ibrahim Yetim (li.) vs. FDP-Chef Christan Lindner

Christian Lindner in schwarz/weiß, im Unterhemd, oft mit dem Smartphone in Hand. Dazu schnelle Schnitte, hippe Musik und cool-klingende Polit-Macho-Phrasen. Mit seinem neuen Werbe-Clip gelang dem FDP-Chef ein Viral-Erfolg. Doch wie es so im Social-Web geht, folgt nach dem Spot schnell der Spott. In diesem Fall kontert der SPD-NRW-Abgeordnete Ibrahim Yetim den Clip des Liberalen: mit Witz und Wut.

Der FDP-Spot startet mit dem suggestiven Einstiegssatz „Haben Sie mal was gemacht, von dem Sie überzeugt waren, dass es richtig ist?“. Dann thematisiert er kritische Sprüche, die der Politiker schon zu hören bekommen hat. Und er endet mit einer Art Jetzt-erst-recht-Bemerkung: „Du hast das alles vorher gewusst und trotzdem gemacht, weil es um etwas geht“, nämlich „unser Land“.

Die Yetim-Version steigt mit dem selben Satz ein. Dann kippt die Tonalität. Denn der SPD-Mann sagt in Richtig FDP: „Wenn die anderen sagen, Privat vor Staat, mehr Gerechtigkeit schadet der Wirtschaft“ oder die erzählen „sozial ist, was Arbeit schafft“, dann sei das heute nicht richtiger, nur weil die „die Farbe im Logo geändert“ wurde.

Yetims-Botschaft: „Es geht um unser Land. Deshalb möchte ich Nordrhein-Westfalen in den kommenden fünf Jahren mitgestalten und nicht schon übermorgen nach Berlin wechseln. Christan, es geht nicht um Dich!“

Mit seinem Lindner-Spott-Spot erreichte der SPD-Mann bei Facebook bislang über 44.000 Video-Aufrufe. Der FDP-Chef liegt mit seinem Clip aktuell bei über 600.000.