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„Trump Bump“: Sprunghafter Anstieg der Digital-Abo rettet Bilanz der New York Times

Donald Trump (li.) und der CEO der New York Times, Mark Thompson

Alle Branchen-Beobachter, die seit der US-Wahl behaupten, dass Donald Trump und seine ständigen Reibereien mit Fakten, Feinden und den Medien gut für den Journalismus seien, haben wohl recht. Er ist zumindest gut für die Zahlen der Online-Redaktionen und das Abo-Geschäft der großen Nachrichten-Marken. So konnte die New York Times einen massiven Anstieg (einen sogenannten „Trump Bump“) der Web-Abonnenten im vierten Quartal verzeichnen.

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In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres überzeugten die New Yorker 276.000 Neukunden. Im dritten Quartal waren es noch 116.000 und im Q2 lediglich 51.000. Insgesamt kommt die NYT nun auf rund 1,6 Millionen digital-only Abonnenten.

Diese Zahlen gehen aus der Verlags-Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr hervor. Der „Trump Bump“ ist dabei – aus wirtschaftlicher Sicht – noch das Positivste.

Bei der gedruckten Ausgabe haben die New York mit massiven Verlusten zu kämpfen. So gab das Print-Anzeigengeschäft alleine um 16 Prozent nach.

Der Anstieg des Digitalgeschäftes konnte die Verluste der Print-Sparte nicht komplett auffangen. So verzeichnet der Konzern ein Minus bei den Erlösen von zwei Prozent. Der Umsatz lag damit im vergangenen Jahr bei 1,6 Milliarden Dollar. Für den Gewinn bedeutet dies ein Rückgang von 137 Millionen auf 102 Millionen Dollar.

Bereits vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen, hatte das Management angekündigt den Newsroom umbauen zu wollen. So sollen mehr Journalisten mit Digitalkompetenz eingestellt werden und die Doppelkompetenzen abgebaut werden. Am Ende soll ein effizienterer Arbeitsprozess stehen.

Die Vermarktungs-Verluste will CEO Mark Thomsen durch eine Ausbau des Branded Content-Bereiches auffangen. 2015 setzte die NYT mit Native Advertising 35 Millionen US-Dollar um. Das Ziel war es, diesen Betrag 2016 zu verdoppeln. Das wird nicht erreicht, verriet Thompson bereits im Dezember. Er betonte, dass die Sparte trotzdem weiter signifikant wachse. Medienhäuser wie die New York Times setzen nach wie vor auf Native Advertising, da das klassische digitale Werbe-Geschäft weiter unter enormen Preisdruck steht und von Google und Facebook immer stärker dominiert wird.

Die Ziele des CEO sind durchaus ambitioniert. So soll die New York Times irgendwann die Marke von zehn Millionen Digital-Abonnenten knacken. Spätestens dann hätten die New Yorker ihre Abhängigkeit vom Print-Geschäft abgestreift. Sollte der „Trump Bump“ anhalten, dürfte Thomsen zumindest die Wachstumsgeschwindigkeit hochhalten.

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