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“Nur ein Arbeitsbegriff”: Kölner Polizeipräsident “bedauert” Nafri-Tweet

Jürgen Mathies ist Polizeipräsident von Köln
Jürgen Mathies ist Polizeipräsident von Köln

Ein Tweet und sein Folgen: In einem Radio-Interview mit WDR 2 bedauert der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies die Verwendung der Bezeichnung Nafri für Nordafrikaner. "Den Begriff finde ich sehr unglücklich verwendet hier in der Situation", sagte der oberste Ordnungshüter der Domstadt. "Das bedauere ich außerordentlich." Die Bezeichnung werde nur als "Arbeitsbegriff" innerhalb der Polizei verwendet.

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In der Silvester-Nacht von Samstag auf Sonntag hatte die Polizei getwittert: “Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft. Infos folgen.” Seitdem wird über die Verwendung der Abkürzung für Nordafrikaner gestritten. Etliche bekannte Persönlichkeiten wie Jan Böhmermann oder Chstropher Lauer zeigten sich empört.

Zudem befeuerte das Posting die Debatte, ob die Polizei ein Social-Profiling angewandt hätte. Das heißt, dass sie überwiegend nach ethnischen Kriterien entschieden haben, ob sie Personen überprüfen oder nicht. In dem WDR 2-Interview verwahrte sich Mathies gegen diesen Vorwurf jedoch noch einmal entschieden: “Ich weise diesen Vorwurf ausdrücklich zurück”. Die Beamten hätten das Gruppenverhalten beobachtet und die Erfahrungen, die in Razzien gewonnen wurden, umgesetzt.

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Tatsächlich lässt sich der Nafri-Tweet nicht gänzlich als Versehen abtun. Denn er fiel nicht nur einmal. Das Social-Media-Team der Polizei in Köln verwendete in auch in französischen und englischen Tweets.

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