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Ende des Booms: Durchschnittliche „Tatort“-Zuschauerzahl sank 2016 um halbe Million

Im Schnitt haben 9,02 Millionen Zuschauer in diesem Jahr jede Erstausstrahlung des ARD-Krimis „Tatort“ gesehen. Die Durchschnittsquote war damit 2016 so tief wie seit vier Jahren nicht. Im Vorjahr 2015 schaute rund eine halbe Million Menschen mehr jeden der Krimis – im Schnitt 9,52 Millionen.

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Das geht aus einer Auswertung der ARD-Programmdirektion hervor, die auf Messungen der GfK-Fernsehforschung in Nürnberg beruht. Der durchschnittliche Marktanteil sank von 26,7 Prozent auf jetzt 24,9 Prozent. Im Jahr 2014 waren im Schnitt 9,56 Millionen dabei (26,6 Prozent), im Jahr 2013 waren es 9,39 Millionen (26,2 Prozent), 2012 und 2011 waren es noch unter neun Millionen (2012: 8,93 Mio/24,6 Prozent; 2011: 8,46 Mio/23,5 Prozent).

In der Spitze funktionieren die Star-Ermittler wie Thiel und Boerne aus Münster noch immer super. Wie das letzte „Tatort“-Ermittler-Ranking von MEEDIA aber zeigte, ziehen vor allen die neuen Teams noch nicht so viele Zuschauer in ihren Bann, wie die Alt-Stars der Krimi-Reihe: Thiel/Boerne, Lindholm und Blum/Perlmann ermitteln schon seit 2002, Borowski seit 2003, Ballauf/Schenk seit 1997, Batic/Leitmayr seit 1991 und Lena Odenthal gar schon seit 1989.

Der Rückgang der durchschnittlichen Quote fällt genau in das Jubiläums-Jahr des „Tatort“. Vor wenigen Wochen erst feierte die ARD die 1.000-Folge. Alle Medien berichteten, TV-Zeitschriften legten sogar Sonderbeilagen auf. Eine größere mediale Aufmerksamkeit ist kaum möglich. Es wird also interessant sein zu beobachten, wie sich die Zuschauerzahlen im kommenden Jahr entwickeln, wenn in der Krimi-Reihe wieder der Alltag Einzug hält.

Mit Material von dpa

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