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Nach Zoff um VDZ-Spitze: Vorstand des Fachverbands wird Ende Februar neu gewählt

Funke-Manager Manfred Braun
Funke-Manager Manfred Braun

Der Termin für die Wahl eines neuen Vorstands der Publikumszeitschriften im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) steht. Nach Informationen von MEEDIA ist es der 24. Februar nächsten Jahres. Als sicher gilt, dass Manfred Braun nicht mehr den Vorsitz übernimmt. Damit will der Geschäftsführer der Essener Funke Mediengruppe Interessenkollisionen im Verband vermeiden, da der Funke-Mitgesellschafter Stephan Holthoff-Pförtner seit November an der Spitze der Lobbyvereinigung der Zeitschriftenbranche steht.

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Eine Ära endet. 15 Jahre lang war Manfred Braun Sprecher des Vorstands der Publikumszeitschriften im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). 2017 ist damit Schluss. Denn nach Informationen von MEEDIA wird der Vorstand am 24. Februar eine neue Spitze wählen. Als sicher gilt, dass der ehemalige Bauer-Manager nicht mehr Vorstandssprecher wird. Er hatte dem VDZ bereits signalisiert, dass er für das Amt in einem der höchsten Gremien der Lobbyvereinigung der deutschen Zeitschriftenbranche nicht mehr zur Verfügung stünde.

Der Grund: Braun wollte nach der Wahl des Funke-Miteigners Holthoff-Pförtner zum neuen VDZ-Präsidenten vermeiden, dass das Essener Medienhaus in wichtigen Positionen im Verband überrepräsentiert ist und es dadurch möglicherweise zu Interessenkollisionen kommt. Dies hatte der Funke-Manager der VDZ-Führung bereits bei einem Treffen in der Hamburger Hanse Lounge Ende Oktober mitgeteilt. Damals hatte sich die Verbandsführung bemüht, den Wirbel um die Nominierung von Holthoff-Pförtner zum neuen VDZ-Chef zu glätten.

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Das Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr, der Spiegel- und Zeit-Verlag sowie die Medweth Mediengruppe hatten sich an der intransparenten Berufung des Funke-Mitgesellschafters zum Nachfolger von Hubert Burda gestoßen. Von „Hinterzimmer-Bünden“ war die Rede. Doch die Schlichtungsbemühungen scheiterten. Die vier betroffenen Verlage entschieden daher, aus dem Fachverband Mitte nächsten Jahres auszuscheiden. Sie wollen einen eigenen Weg einschlagen, um ihre Brancheninteressen zu wahren.

Jetzt hofft die VDZ-Spitze, dass nach der Wahl eines neuen PZ-Vorstandssprechers unter das Kapital endlich ein Schlussstrich gezogen wird, um sich wieder verstärkt den Sachthemen zu widmen. Das Gremium Publikumszeitschriften besteht aus rund 20 Mitgliedern. Aus ihren Reihen wird der Sprecher des Vorstands gewählt. Der Fachverband Publikumszeitschriften ist neben der Fachpresse und der konfessionellen Presse einer von drei Fachverbänden. Dem Fachverband Publikumszeitschriften gehören unter anderem Volker Breid von der Motor Presse Stuttgart an sowie Konrad Delius vom Delius Klasing Verlag an. Weitere Mitglieder sind Rainer Esser vom Zeit-Verlag sowie Lars Joachim Rose von der Mediengruppe Klambt, Peter Rensmann vom Jahreszeiten Verlag, Philipp Welte von Hubert Burda Media und Andreas Wiele von Axel Springer.

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