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SZ-Veteran Heribert Prantl liest Horst Seehofer nach Statement zum Lkw-Anschlag in Berlin die Leviten

Thema Flüchtlinge als innen- und außenpolitisches Schwert: CSU-Politiker Horst Seehofer

Die Geschichte und die Reflexe wiederholen sich: Wieder ein Anschlag, wieder stellt sich die Frage nach dem politischen Instinkt. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich gleich am Morgen nach dem Lkw-Anschlag für „klare Worte“ entschieden, die eine Neuausrichtung „der Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik“ fordern – man sei es den Opfern schuldig. In den sozialen Medien erntet Seehoher für seine Äußerung viel Kritik. Vor allem jedoch der Video-Kommentar von Heribert Prantl, Veteran der Süddeutschen Zeitung, erzeugt ein großes Echo.

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Horst Seehofer ließ am Morgen über den Twitter-Account der CSU mitten in Trauerstimmung der Republik folgendes Statement verbreiten: „Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren.“ ‚Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik‘ sind dabei gefettet.

Statt Mitgefühl zu zeigen, macht Seehofer Politik – der Vorwurf der Instrumentalisierung des Attentats wird in den sozialen Medien wie zuvor bei den Tweets und Posts der AfD laut:

Die schärfste, weil fundierteste Kritik kommt indes aus den alten Medien. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, knöpft sich Bayerns Ministerpräsidenten in einem Video-Kommentar auf Facebook vor. „Seehofer missbraucht das Attentat von Berlin, um gegen Merkels Flüchtlingspolitik Stimmung zu machen“, kritisiert Prantl. „Das ist böse und perfide“, urteilt der 63-Jährige.

In den sozialen Netzwerken bekommt das SZ-Urgestein dafür viel Zustimmung:

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