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Gruner + Jahr zieht um: Unternehmen sucht Investor für neuen Verlagssitz

Das Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr firmiert künftig als GmbH

Der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr will 2021 vom Baumwall in die Hafencity umziehen. Jetzt werden weitere Details zu der Standortverlagerung bekannt. Danach sind auf dem Grundstück auch Sozialwohnungen geplant. Zudem will die Stadt Hamburg einen Teil des Gebäudes, das Gruner + Jahr als Mieter beziehen wird, als Ausstellungsraum für Veranstaltungen nutzen.

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Es ist das Ende Ära. Im Jahr 2021 verlässt das Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr seinen langjährigen Verlagssitz am Baumwall in Hamburg und zieht auf ein 15.200 Quadratmeter großes Grundstück im Quartier Am Lohsepark in der Hafencity. Auf dem Gelände soll ein Gebäudekomplex mit etwa 66.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen. Davon bezieht der Verlag rund 36.000 Quadratmeter mit etwa 2.000 Mitarbeitern.

Gruner + Jahr wird das Areal aber nicht selbst entwickeln, sondern sucht einen Investor, der das Bauvorhaben realisieren soll, berichtet das Hamburger Abendblatt. Das Medienunternehmen wird für die Bürofläche einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von mindestens zwölf Jahren abschließen. Der Baubeginn ist für Ende 2018 vorgesehen.

Einen Teil des Bürogebäudes, in dem Gruner + Jahr künftig sitzt, dient der Stadt Hamburg als Ausstellungsfläche für Veranstaltungen. Die Rede ist von 3.000 Quadratmetern. Weitere Flächen im Erdgeschoss will das Medienunternehmen nutzen, um seine verschiedenen Printmarken zu präsentieren. Gruner + Jahr verlegt Zeitschriften wie den Stern, Geo und die Brigitte. Ferner soll auf dem Areal rund 17.000 Quadratmeter Wohnraum entstehen, davon die Hälfte als geförderter Wohnungsbau, sprich für Sozialwohnungen.

Wie bereits bekannt wurde, erwirbt Hamburg von Gruner + Jahr das Gebäude am Baumwall. Was die Stadt hier mit der Immobilie anfangen will, ist weiterhin unklar. Auch um den Kaufpreis machen die beiden Vertragsparteien ein Geheimnis. Es soll dem Vernehmen nach bei 130 Millionen Euro liegen.

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