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Merkel zum Berlin-Anschlag: „Tat wird so hart bestraft werden, wie es unsere Gesetze verlangen“

Merkel zum Berlin-Anschlag: "Tat wird so hart bestraft werden, wie es unsere Gesetze verlangen"

Um 11.01 Uhr ist Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin vor die Kameras getreten, um eine Erklärung zu dem Terror-Anschag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt abzugeben. „Wir müssen von einem terroristischen Anschlag ausgehen“, so die Regierungschefin in ihrem Statement. Man werde die Tat so „hart, wie es unsere Gesetze verlangen“ bestrafen. Die Tat werde „in jedem Detail“ aufgeklärt werden.

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Man hat der Bundeskanzlerin angesehen, dass ihr der Gang zum Rednerpult schwer gefallen ist. „Das ist ein schwerer Tag“, eröffnet Angela Merkel ihre Erklärung zu dem Weihnachtsmarkt-Anschlag. Ein Lkw ist am Montagabend in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast – die Ermittler gehen davon aus, dass der Lkw vorsätzlich in die Menschenmenge gesteuert wurde. Zwölf Menschen starben, 48 wurden teilweise schwer verletzt.

„Ich bin wie viele Millionen Menschen in Deutschland erschüttert und tieftraurig über das, was gestern Abend am Berliner Breitscheidplatz passiert ist“, so die Bundeskanzlerin weiter. Es sei eine „grausame, letztlich unbegreifliche Tat“ gewesen, die zwölf Menschen das Leben gekostet und 48 teilweise schwer verletzt hat. Sie sprach den Betroffenen Ihre Anteilnahme aus: „Ich möchte, dass Sie wissen, wir alle, ein ganzes Land, sind in tiefer Trauer mit Ihnen vereint“.

Bei der „unseligen Tag“, die einen „schrecklichen Schlag“ gegen Deutschland dargestellt habe, müsse man von „einem terroristischen Anschlag ausgehen“, so Merkel weiter. „Die Tat wird aufgeklärt, in jedem Detail. Und sie wird bestraft werden, so hart, wie es unsere Gesetze verlangen“. Hierzu will sich die Bundeskanzlerin um 11.30 Uhr mit dem Sicherheitskabinett zusammenfinden, um über den aktuellen Stand zu beraten und „die möglichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben“. Am Nachmittag wolle sie den Breitschadplatz besuchen, um ihre Anteilnahme auszudrücken.

Dabei äußerte sich die Bundeskanzlerin auch zu den Spekulationen, dass der Täter ein Flüchtling sei. Sollte sich bestätigen, „dass ein Mensch die Tat begangen hat, der hier um Schutz und Asyl gebeten hat, wäre dies besonders widerwärtig gegenüber den vielen, vielen Deutschen, die sich tagtäglich in der Flüchtlingshilfe engagieren.“

Wie wir damit leben könnten, an einem unbeschwerten Ort – wie einem Weihnachtsmarkt – einen Mörder anzutreffen, der so vielen Menschen den Tod bringt? „Eine einfache Antwort darauf habe ich auch nicht“, so Merkel. Nur eines wisse sie: „Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt. Auch, wenn es schwer fällt. Wir werden die Kraft dafür finden, wie wir unser Leben in Deutschland leben wollen: frei, miteinander und offen.“

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