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„So laut und schmerzhaft wie möglich auf diese Katastrophe hinzuweisen“: Bild.de widmet gesamte Homepage der Tragödie von Aleppo

Nach stern.de im Oktober, widmet am heutigen Donnerstagmorgen auch Bild.de seine gesamte Homepage den Menschen aus Aleppo. Für eine Stunde überdeckte ein Layer mit bedrückenden Fotos aus der umkämpfen Stadt in Syrien den sonstigen bunten Mix des Boulevard-Portals. Es ist nicht das erste Mal, dass die Berliner auf die humanitäre Katastrophe aufmerksam machen.

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Vor wenigen Wochen erst, ließ Bild.de beim Besuch der Homepage eine Gas-Sirene ertönen. Damit wollte die Redaktion um Chefredakteur Julian Reichelt auf den Einsatz von Giftgas durch Bashar al-Assad aufmerksam machen.

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Nun legten die Berliner für eine Stunde eine bedrückende Bilder-Sammlung über die Seite. Gegenüber MEEDIA erklärt Chefredakteur Julian Reichelt die Aktion:

Was in Syrien geschieht, ist ein Menschheitsverbrechen, dem die westliche Politik seit nun fast sechs Jahren tatenlos zugesehen hat. Während unsere Politiker nicht müde werden zu behauten, dass es keine militärische Lösung geben kann, führt Russland die militärische Lösung zu ihrem erbarmungslosen Ende und ebnet eine Stadt ein, in der sich noch unzählige Menschen, Alte, Frauen, Kinder befinden. Wir machen seit sechs Jahren darauf aufmerksam, was in Syrien geschieht – und rein gar nichts hat sich geändert. Das Schlachten von Aleppo und die erschütternde Untätigkeit des Westens verpflichten uns, so laut und schmerzhaft wie möglich auf diese Katastrophe hinzuweisen. Niemand soll einmal sagen, er habe nichts gewusst. Deswegen haben wir unsere komplette Homepage den Menschen von Aleppo gewidmet.

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