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„Rechtliche Bewertung ändert sich nicht“: BDZV sieht auch die neue “Tagesschau”-App kritisch

Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke (li.) und BDZV-Präsident Mathias Döpfner
Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke (li.) und BDZV-Präsident Mathias Döpfner

Zumindest eine Hoffnung der Macher der neuen "Tagesschau"-App hat sich nicht erfüllt. Auch in ihrer neuen – komplett überarbeiteten – Form, ist der Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) noch immer unzufrieden. „Die rechtliche Bewertung ändert sich für uns nicht“, sagt Helmut Verdenhalven, medienpolitischer Experte des Verbandes, gegenüber MEEDIA. Seit dem Start der ersten App bemängeln die Verleger, dass das Angebot eine öffentlich-rechtliche Tageszeitung sei.

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Stein des Anstoßes ist seit jeher der hohe Textanteil des Mobil-Angebotes. Im Gegensatz zur Vorgänger-Vision wirkt die Tagesschau-App 2.0 jedoch deutlich stärker auf Bewegtbild fokussiert. Direkt nach dem Öffnen der App wird der Bildschirm von Video-Sequenzen beherrscht. Dies halten die Verleger jedoch für eine Mogelpackung. Denn um die eigentliche Nachricht zu bekommen, reiche eben nicht der Klick auf das Video, wie Verdenhalven angemerkt: „Die Nutzer müssen noch immer den Text lesen“.

Bei der Vorstellung des neuen Angebotes am heutigen Mittwoch hatten die ARD-Macher die Hoffnung artikuliert, dass die neue App, mit ihrem stärkeren Video-Fokus die Verleger befrieden würde.

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Der juristische Streit zwischen den beiden Parteien schwelt seit Jahren. Im September hatte das OLG Köln entschieden, dass die Tagesschau-App – zumindest in ihrer Version vom 15. Juni 2011 – gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstößt.

Ob und wie die Verleger gegen die Version 2.0 vorgehen, lässt sich noch nicht abschätzen. Erst einmal wollen sie das neue Angebot genau prüfen.

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