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Nach Fake News-Debakel: Facebook sucht Nachrichten-Chef mit „20-jähriger Berufserfahrung“

Facebook reagiert auf die bald in Kraft tretende DSGVO

Facebook hat ein gehöriges Fake News-Problem – das ist spätestens seit der US-Wahl klar. Doch die problematische Beziehung zu den klassischen Medien geht bis zur Einführung des News Feeds und der Fanpages zurück. Nun scheint Mark Zuckerberg zu reagieren und das zerrüttete Verhältnis zur Medienindustrie verbessern zu wollen – mit einem Branchenveteranen, der mehr als „20-jährige Berufserfahrung“ aufweist. Den nämlich will Facebook für die neu geschaffene Position „Chef News Partnerships“ verpflichten.

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2016 war kein einfaches Jahr für Facebook: Auch wenn die Geschäfte des weltgrößten Social Media-Giganten boomen wie nie und sich Facebook mit einem Börsenwert von 340 Milliarden Dollar inzwischen unter den zehn wertvollsten Konzernen der Welt etabliert hat, ist der Gegenwind in den vergangenen Monaten für Mark Zuckerberg stärker geworden.

Nachdem Facebook das ganze Jahr über für den Umgang mit „Hate Speech“ kritisiert wurde, reagierte das weltgrößte Social Network mit einer crossmedialen Image– und TV-Kampagne.

Doch Hasskommentare waren nur der eine Schauplatz von Facebooks neuen Problemen. Gegen Ende des US-Wahlkampfs rückte ein neues Problem in den Vordergrund: Der Kampf gegen die sogenannten Fake News, von denen Konzernchef Zuckerberg zunächst nichts wissen wollte („ziemlich verrückte Idee, dass Fake News die Wahl beeinflusst haben“) und halbherzig dagegen vorging.

Als sogar US-Präsident Obama das weltgrößte soziale Netzwerk für den laxen Umgang mit gefälschten Nachrichten kritisierte, zeigte Zuckerberg doch eine Reaktion.

Facebook will „Head of News Partnerships“ verpflichten

Das Verhältnis zu den traditionellen Medien bleibt indes seit der Einführung des News Feeds und der Fanpage, über die Medien  Artikel verbreiten können, angespannt. „Facebook, Google & Co. haben uns etablierten Medien komplett die Butter vom Brot genommen“, brachte Journalist und Blogger Richard Gutjahr unlängst das Kräfteverhältnis zwischen dem Internet-Giganten und Verlagen auf den Punkt.

Dass es an der Zeit wäre, das angespannte Verhältnis zu verbessern, hat nun offenbar auch Facebook erkannt und dafür eine neue Position ausgeschrieben. Einen „Head of  News Partnerships“ will Facebook verpflichten, einen Chef für die Nahtstelle zwischen dem weltgrößten Social Netzwerk und Verlagen, der als Facebooks oberster Medien-Repräsentant gegenüber Nachrichtenorganisationen auftritt, „um Verlegern und Journalisten dabei zu helfen, ihre Zielgruppe zu erreichen und zu involvieren und neue Technologien zu nutzen.“

Mindestens  „20-jährige Berufserfahrung“ Voraussetzung

Um den weltgrößten Medienhäusern auf Augenhöhe zu begegnen, will Facebook einen echten Branchenveteranen verpflichten, der mehr als „20-jährige Berufserfahrung“ aufweist. In anderen Worten: Der Bewerber muss aus einer Zeit kommen, als es Facebook noch gar nicht gab.

Folgende Kriterien sollte der ideale Kandidat erfüllen: Nachgewiesenermaßen neue Geschäftsgelder erschließen können, gleichzeitig mehrere zeitsensitive Projekte anstoßen und ausführen können und ein guter öffentlicher Redner mit entsprechenden Präsentationsfähigkeiten sein. Angetreten werden kann der Job entweder in der Konzernzentrale in Menlo Park, New York oder London.

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