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Show-Vierkampf: ARD, ZDF, RTL und ProSieben schaden sich gegenseitig, Supertalent siegt trotz 2-Jahres-Tief

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Die "Supertalent"-Jury: Victoria Swarovski, Dieter Bohlen und Bruce Darnell (v.l.n.r.)

Mit vier langen Samstagabend-Shows traten Das Erste, das ZDF, RTL und ProSieben gegeneinander an - und litten allesamt unter der Konkurrenz. "Der Quiz-Champion" des ZDF fiel auf einen Alltime-Zuschauerrekord, "Das Supertalent" von RTL gewann trotz Staffel-Tiefstwerten. Gute Zahlen gegen das Show-Quartett holten u.a. der Sat.1-Film "Hotel Transsilvanien" und ein Münster-"Tatort" im WDR Fernsehen.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. RTLs “Supertalent” setzt sich trotz 2-Jahres-Tiefstwert gegen die Show-Konkurrenz durch

3,74 Mio. Leute entschieden sich am Samstagabend für “Das Supertalent” bei RTL. Damit verpasste die Show zwar klar den Tagessieg, den sich die 20-Uhr-“Tagesschau” mit 6,29 Mio. (23,4%) vor der Bundesliga-“Sportschau” (5,48 Mio. / 23,9%) holte, doch den Show-Vierkampf um 20.15 Uhr gewannen Bohlen & Co. Und das, obwohl die 3,74 Mio. die schwächste Zuschauerzahl für die Show seit dem 13. Dezember 2014 war. Ohnehin sahen in den mittlerweile zehn “Supertalent”-Jahren nur zweimal weniger Leute als diesmal: am 13. Dezember 2014 waren es 3,35 Mio. und am 6. Dezember 2014 waren es 3,71 Mio. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gewann “Das Supertalent” – auch hier waren die 1,77 Mio. Seher ein Staffelminusrekord. Weniger sahen zuletzt vor gut einem Jahr zu.

2. “Quiz-Champion” fällt mit Zuschauer-Minusrekord unter das ZDF-Soll, “Frag doch mal die Maus” ebenfalls blass

Die beiden Shows von ARD und ZDF zeigen, dass sich das Quartett an Samstagabend-Unterhaltung offenbar die Zuschauer gegenseitig weg genommen haben, denn auch hier gab es keine überragenden Zahlen. “Frag doch mal die Maus” sahen 3,57 Mio. Menschen (halbwegs ordentliche 12,9%), “Der Quiz-Champion” im ZDF nur 3,27 Mio. (blasse 11,7%). Tatsächlich sind die 3,27 Mio. sogar ein neuer Tiefstwert für die Show. Keine der vorigen 18 Ausgaben liefen vor einem so kleinen Publikum. Der bisherige Minusrekord aus dem September 2015 wurde dabei noch einmal um 310.000 Zuschauer nach unten gedrückt.

3. “Schlag den Star” mit Legat und Soost recht erfolgreich, Sat.1 punktet mit “Hotel Transsilvanien”

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“Schlag den Star” blieb mit 1,60 Mio. Gesamtzuschauern erwartungsgemäß klar hinter den Shows von ARD, ZDF und RTL, sie lief allerdings auch bis 2 Uhr nachts (!) und hatte kurz vor Schluss auch noch mit einer Unterbrechung wegen eines Stromausfalls zu kämpfen. 1,10 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten aber für Prime-Time-Platz 2 im jungen Publikum und einen Marktanteil von 15,3%, der immerhin der drittbeste der sechs Ausgaben aus diesem Jahr war. Stärkster Show-Konkurrent im jungen Publikum der Sat.1-Film “Hotel Transsilvanien”: 1,05 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprachen guten 11,3%.

4. Vox stark am Vorabend, in der Prime Time bleibt die zweite Privat-TV-Liga schwach

Vox, RTL II und kabel eins hatten am Abend nichts zu melden. So sahen den Vox-Film “Peter & Wendy” nur 350.000 14- bis 49-Jährige (miese 3,7%). RTL II startete mit zweimal “Game of Thrones” in den Abend und blieb bei 4,4% und 4,2% hängen, “The Walking Dead” versagte trotz Erstausstrahlung um 22.25 Uhr mit 4,0%, bevor eine weitere Folge um 23.20 Uhr auch nur 4,5% einfuhr. Und bei kabel eins “Hawaii Five-O” um 20.15 Uhr auf 4,3%, um 21.10 Uhr auf 3,7%, um 22.10 Uhr dann immerhin auf 5,6%. Vox punktete immerhin am Vorabend: 680.000 14- bis 49-Jährige sahen “Harte Hunde – Ralf Seeger greift ein” – starke 9,2%.

5. Münster-“Tatort” vom WDR Fernsehen muss sich um 20.15 Uhr nur RTL, ARD und ZDF geschlagen geben, auch mdr, zdf_neo und arte mit starken Prime-Time-Zahlen

Der stärkste Show-Konkurrent des Abends lief im WDR Fernsehen: Den Münster-“Tatort: Schwanensee” aus der vergangenen Jahr schalteten dort sage und schreibe 2,72 Mio. Menschen ein – grandiose 9,3%. Damit musste sich das WDR Fernsehen (normales Marktanteils-Niveau: 2,1%) um 20.15 Uhr nur RTL, dem Ersten und dem ZDF geschlagen geben. Sat.1, ProSieben und all die anderen Sender schlug man hingegen. “Sträters Männerhaushalt” kam im Anschluss noch auf 1,10 Mio. Seher und 3,9%. Siebenstellige Zahlen verzeichnete um 20.15 Uhr auch das mdr Fernsehen: 1,35 Mio. interessierten sich dort für “Die Schlager des Jahres” – stolze 4,8%. Deutlich über ihrem Normalniveau landeten um 20.15 Uhr zudem zdf_neo (850.000 Seher für “Liebe braucht keine Ferien” / 2,9%) und arte (840.000 für “Rasputin – Mord am Zarenhof” / 2,9%). Die Pay-TV-Wertung gewann natürlich die Bundesliga: 1,08 Mio. Fans waren ab 15.30 Uhr dabei – 7,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Was hättet Ihr denn gegen Supertalent programmiert?
    Na also. Eigene Live-Shows sind vielleicht am billigsten und man kann die Sympathie und Eignung von Kandiaten für andere Shows testen. Promi-Haus, Promi-Brother, Promi-Adam-und-Eva, Promi-Koch-Shows, Promis-Laufen-durch-den-Wald-Shows,… sind ja mit auch Kandidaten-Vorauswahl-Tests für die womögliche Krone deutscher Fernseh-Kunst: Dschungelcamp.

    Und ist “Frag die Maus” nicht eher für Familien mit Kindern ?

    Vielleicht wird manches absichtlich so im Linearen TV quasi “pro forma” ausgestrahlt, das die wahre Zielgruppe die Internet-Abrufe sind weil dort die entsprechende Zielgruppe profitabler angesprochen werden kann oder man für deren Abruf weniger Lizenz zahlen muss als für einen Linear-TV-Zuschauer weil es das oft ja auch bei AmazonPrimeVideo, Netflix usw. gibt.
    Wieso strahlt man sonst Fargo beispielsweise nachts aus oder habe ich die 22:00-Ausstrahlung übersehen ?

    mdr kann jede Woche vermutlich mit der Schlager-Show vermutlich 4-5% der Zuschauer ansprechen. Man kann also die Nischen auch bedienen.
    Diese ganzen kleinen Sender machen das ja: TLC, DMAX, Zee, FamilyTV, RiC/eo.tv, … und hätten laut aktuellen Interview irgendwo recht gute Markt-Anteile bei den relevanten Zielgruppen und dort gäbe es viel weniger Streuverluste als bei den Haupt-Sendern. Allerdings immer dieselben 50.000-500.000 Frauen bei TLC oder bei Zee oder Männer bei DMAX mit ständig derselben Werbung anzusprechen ist vielleicht auch nicht so optimal.

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