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Fake-Zitat: Künast stellt Strafanzeige wegen Falschnachricht auf Facebook

Renate Künast bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) der MADSACK Mediengruppe. Jetzt geht sie juristisch gegen ein Fake-Zitat vor
Renate Künast bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) der MADSACK Mediengruppe. Jetzt geht sie juristisch gegen ein Fake-Zitat vor Rainer Droese

Die Grünen-Politikerin Renate Künast geht laut einem Spiegel-Bericht mit Strafanzeige und Strafantrag gegen gefälschte Nachrichten bei Facebook vor. Seit dem vorigen Wochenende hatten demnach mehrere Facebook-Seiten ein Foto der Politikerin samt einem angeblichen Zitat gepostet, wonach sie zum Mord an der Studentin Maria und zur Festnahme eines Verdächtigen in Freiburg gesagt habe: "Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen."

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Als angebliche Quelle für das Zitat wurde die Süddeutsche Zeitung genannt. Künast stellte laut Spiegel nun Strafanzeige gegen die Macher einer rechtsnationalen Facebook-Seite sowie gegen Unbekannt.

Zugleich kritisierte Künast Facebook scharf. Trotz der eindeutigen Sachlage habe es gut drei Tage gedauert, bis der Eintrag verschwunden sei. Fake-News müssten künftig “umgehend nach Meldung gelöscht werden”, sagte Künast dem Magazin.

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Alle Kommentare

  1. Bei Künast bleibt dann die Frage, ob sie wieder Irrwitziges erzählt hat oder sich nur am vertauschten Satzbau stört.
    Aber wahrscheinlich war sie sich selbst nicht sicher, ob die vermeintliche “fake-news” dem Inhalt nach nun üble Nachrede, Verleumdung oder Beleidigung oder bloßer zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch sei.
    Sie stellt mal Strafanzeige und Strafantrag. Die Staatsanwaltschaft wird ihr bei der Durchsetzung eines zivilrechtlichen Anspruchs sicher gerne helfen, immerhin sind das ja Menschen, die was gelernt haben und sie zahlt Steuern.
    Und in die Presse bekommt sie so ihren Namen auch noch mal. Gibt ja sonst nicht viel, außer Migrantengewalt

    1. Renate Künast ist Anwältin. Um das herauszufinden, benötigen Sie 10 Sekunden. Versuchen Sie es doch mal selbst! Oder ist das schon zu viel verlangt?

  2. Wer stellt generell fest, was eine “Fakenews” ist und bewertet dies? Kühnast alleine? Oder wieso wird diese News (reden wir doch mal deutsch – eine Falschnachricht zum Teufel noch mal) nach 3 Tagen gelöscht? Weil der Staatsanwalt und die Polizei festgestellt hat, es handelt sich hier um eine Falschnachricht? Wohl kaum, denn in 3 Tagen sind keinerlei Ermittlungen abgeschlossen. Und wer sagt mir eigentlich, dass es keine wirkliche Aussage ist? Frau Kühnast etwa? Nur weil ein Glas Wein zu viel war und man hinterher unwissend ist?

    Sorry, solcherlei Art und Weise von Bekämpfung von Falschnachrichten ist N I C H T das, was ich mir vorstelle, denn Missbrauch ist hier Tür und Tor geöffnet. Auch “Qualitäts”politiker haben keinerlei Freibrief auf das, was veröffentlicht werden darf.

    Letzendlich: sie darf gern Anzeige erstatten, alles gut. Aber sie hat KEIN Recht, solcherlei geschriebene Aussagen sofort verbieten zu lassen, denn wie gesagt, es ist nicht nachprüfbar, ob sie es gesagt hat oder nicht. Hinterher kann sie gern, wie in vielen zeitschriften üblich, eine kleine Richtigstellung platzieren, auch gut und ihr Recht. Aber S O nicht!

    1. Eine Nachricht ist entweder richtig oder falsch. Beides geht nicht. Wer wissentlich Unwahrheiten verbreitet, kann dafür belangt werden. Ist doch klar. Wo kommen wir sonst hin?

  3. Ich kann den Wahrheitsgehalt nicht beurteilen, das kann nur die Frau Künast selbst – aber ich traue dieser Frau alles zu und alle Welt hat oft den Zustand in ihrer oberen Schublade live erlebt. Sie steht außerdem nicht allein da, ich denke da auch an eine Frau Roth. Wie kann es sein, dass diese wenigen Personen es tatsächlich geschafft haben, unsere Gesellschaft zu zermürben?

  4. Wenn ich hier schon wieder dieses mimimii hier in den Kommentaren lese. Künast bestreitet die Aussage und die Quelle ist falsch (von wegen SZ). Wo kommen wir hin wenn jeder Blödsinn als erstmal ” die Wahrheit ” stehen bleibt und man sich für die Löschung durch alle Instanzen kämpfen muss. Vorgehen von Künast ist völlig richtig.

    Ach so, @Daniela hat übrigens in einem -anderen Kommentar auf SPON noch gesagt, das ihr dieser traumatisierte Flüchtling total leid tut und jeder eine zweite Chance verdient.

  5. Entschuldigung Migrationssachse, ich kann Ihnen nicht folgen. Ich bin zu dumm.

    Hat Künflug selbst am Rad gedreht und weiß nach 5 Rotwein nicht mehr, was sie sagte? WER kann das Gegenteil beweisen? Sie selbst, indem sie selbst sagt, es wäre so nicht gesagt worden und hat dann auch noch die Frechhheit und sogar das R E C H T, sowas auf facebook löschen zu lassen? NIEMAND weiß, was wirklich gesagt wurde, dementsprechend wird ermittelt und vorher hat KEINER das Recht, das Gegenteil als Faktum überall zu verbreiten, nicht mal ein Künast selbst, dementsprechend wird auch in einer “Demokratie” NICHTS gelöscht oder gesperrt. Das es anders läuft, lieber Sachse, das sehen und wissen wir, ganz klar.

    Die Lobby dieser Leute ist eben eine andere als Ihre, das ist nun mal so.

    1. Ach ja, lieber Herr Sachse, es geht auch GENERELL darum, wer Falschnachrichten als Falschnachrichten beurteilt. Der Betreffende selbst oder ein Organ des Staates? Bewertet Ersterer es selbst, was falsch ist, haben wir Nordkorea oder als 2. Möglichkeit den Staat, der sicher als Stasi überall weiß, wer was wo gesagt hat………auch Nordkorea…..oder Grüne.

      1. Ich wiederhole dass nochmal. Quelle falsch und derjenige der angeblich die Aussage gemacht hat streitet das ab. Dann Verbreitung auf ner Seite die nicht für Ehrlichkeit und Transparenz berühmt ist. und dazu von Ihnen die wirklich dümmliche Unterstellung dass Künast vermutlich im Suff sowas geäußert haben könnteDas soll ein Fall für staatliche Stellen werden, auch ne, ist für Sie ja auch nicht richtig (Nordkorea und so). Ihr Problem ist doch offensichtlich die Person, sieht man schon an der bescheuerten Verballhornung des Namens , und nicht der Sachverhalt. Wenn das so ist haben wir tatsächlich Nordkorea

      2. Ach so liebe Daniela. Demokratie bedeutet übrigens nicht das jede Verunglimpfung überall stehen bleiben muss. Sie wollen doch auch nichts von sich lesen was nicht stimmt, ohne was dagegen tun zu können.

  6. Wenn ich mir überlege, was man von regierungsverantwortlichen Politikern auch in Krisenzeiten erwarten kann und muss und mir auf der anderen Seite manche Menschen da anschaue, dann mag ich sagen: Das Problem sind weniger irgendwelche eventuellen Fake-News. Das Problem sind Fake-Politiker.

  7. Sehr gut, dass Frau Künast keine Macht hat und die Grünen vorführt.

    Die Macht hat Künast verloren wg. ihren unsinnigen politischen und persönlichen Ansichten und ihrem lebensfremden Politikversuch.

    Die Grünen führt sie vor, so lange sich diese von ihr nicht qualifiziert distanzieren. Dazu sind die Grünen offenbar nicht in der Lage.

    1. Bitte um Erklärung: Warum sollten sich die Grünen von jemandem distanzieren, der etwas NICHT gesagt hat und auf miese Weise ein Zitat von politischen Tieffliegern untergeschoben bekommt? Die Logik erschließt sich nicht ganz …

  8. Fazit also: es kommt noch jene Art von fake-news hinzu, in denen objektiv richtige, und für die Beurteilung notwendige Sachverhalte dennoch unterschlagen werden. Auch dieser Vorgehensweise unterliegt die Absicht, Falsch-Informationen (also fake-news) zu platzieren mit dem Ziel, damit eine Wirkung zu erzielen.

    Freilich ist diese Vorgehensweise wohl positiv zu bewerten, weil sie von selbsternannten (freilich Demokratie-vergessenen) Eliten angewendet wird.

    Kein Wunder, daß in der Öffentlichkeit der BRD keine Diskussion entstehen kann darüber, was eine Demokratie erfordert, wie diese funktioniert, warum es eine zwar langsame, aber letztlich die vielleicht einzig funktionierende Gesellschaftsform sein dürfte.

  9. @ meedia-Redaktion:
    Wie kann es passieren, dass ein Aufruf zum Mord auf dieser Seite erscheint? Liest niemand die Einträge gegen? Bitte umgehend löschen!

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