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Ab Januar am Kiosk: Axel Springer startet tägliche Fußball Bild bundesweit für einen Euro

Bekommt eine bundesweite Ausgabe: Fußball-Bild-Macher Matthias Brügelmann

Die Testphase in Süddeutschland soll optimistisch für einen Launch in der ganzen Republik gestimmt haben: Der Medienkonzern Axel Springer plant ab dem kommenden Jahr mit einer bundesweiten Ausgabe der Fußball Bild. Die tägliche Sportzeitung für den Copypreis von einem Euro erscheint seit Sommer bislang nur in den Städten München und Stuttgart. Nach Verlagsangaben soll der Umfang von 26 auf 32 Seiten ansteigen.

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Der offizielle Teil des alljährlichen Presse-get-togethers von Axel Springer war eigentlich abgehakt, da hatte Kommunikationschefin Edda Fels noch „one more thing“, das sie den geladenen Journalisten mitteilen wollte: Nur wenige Stunden vor dem Event im Axel Springer Hochhaus in Berlin habe sich der Verlag dazu entschieden, den Testlauf für die tägliche Sporttageszeitung zu beenden. Ab dem 20. Januar 2017 soll die Fußball Bild nicht mehr nur in München und Stuttgart am Kiosk liegen, sondern deutschlandweit. Die Entscheidung sei so frisch, dass man noch keine Entscheidung über die Auflage getroffen habe. In den Testgebieten druckte man bislang 60.000 Exemplare. Fest aber steht: Der Umfang von bislang 26 Seiten soll für die Bundesausgabe auf 32 wachsen. Der Copypreis soll weiterhin bei einem Euro liegen.

Produziert wird weiterhin unter Redaktionsleitung von Matthias Brügelmann, der für die Berichterstattung auf die 23 Regionalredaktionen von Bild zurückgreifen kann, die neben der gesamten Ausgabe weiterhin auch für die Sportberichterstattung für die „normale“ Bild zuständig sind. Neben den zusammengefassten Inhalten der Regionalausgaben, will Fußball Bild täglich auch mit exklusiven eigenen Inhalten, wie einem Kommentar auf der ersten Seite, Infografiken oder Postern punkten.

Ein Grund, warum besonders Springer alle entsprechenden Pläne einer täglichen Sportzeitung (und davon soll es einige gegeben haben) bislang nicht umsetzte, waren der Sorge geschuldet, zu viele Bild-Leser, die die Zeitung nur wegen des Sportteils kaufen, zu verlieren. Möglicherweise sorgten die sinkenden Auflagen des Boulevard-Blattes für ein gewisses Umdenken.

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