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Rommerskirchen ignoriert Auftragsverlust: DJV-Heft journalist erscheint im Dezember doppelt

Streit um Verbandsheft: Der Journalist wird derzeit von zwei Verlagen herausgegeben
Streit um Verbandsheft: Der Journalist wird derzeit von zwei Verlagen herausgegeben

Während die Auseinandersetzungen um das Verbandsmagazin Journalist in dieser Woche vor Gericht gebracht werden, bekommt der Streit außergerichtlich eine neue Dimension. In dieser Woche finden Journalist-Abonnenten eine neue Ausgabe im Postkasten. Diese aber stammt nicht vom neuen Verlag new business, sondern von Thomas Rommerskirchen. Der DJV verweist per Mail auf den "echten" Journalist, der in Kürze erscheine.

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Dieser hat – wie angekündigt – die vergangenen Wochen in Eigenregie an einer Doppelausgabe November/Dezember gearbeitet und sie in bekanntem journalist-Layout an alle DJV-Abonnenten versendet. Den Auftrag, den journalist für den DJV als Herausgeber zu produzieren, hatte Rommerskirchen mit Wirkung zum Oktober dieses Jahres allerdings verloren. Dem vorausgegangen war ein monatelanger Streit über den Umfang des Heftes.

In einer E-Mail an die DJV-Landesverbände warnt die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes nun vor der nicht autorisierten journalist-Ausgabe und weist darauf hin, dass das Vorgehen “gegen die Titelrechte am journalist” verstoße. Darin heißt es:

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

in diesen Tagen liefert der Verlag Rommerskirchen eine November-/Dezember-Ausgabe des journalist aus, obwohl der Vertrag zwischen dem DJV und dem Verlag gekündigt ist. Der Verlag verstößt damit gegen die Titelrechte am journalist, die beim DJV liegen. Der „echte“ journalist aus dem Verlag New Business wird in den kommenden Tagen ausgeliefert.

Mit kollegialen Grüßen

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Der Streit um das renommierte Fachmagazin hat sich in den vergangenen Monaten zur Schlammschlacht entwickelt. Nachdem Verband und Verleger nach mehreren Verhandlungen offenbar nicht zueinander gefunden haben, reichte der DJV eine Sonderkündigung ein, um den Auftrag zu entziehen. Über diese sowie über eine von Rommerskirchen verlangte Schadenersatzforderung wird an diesem Freitag, dem 9. Dezember, vor dem Landgericht in Bonn verhandelt.

In der Zwischenzeit versucht Rommerskirchen, dem DJV sowie der neuen Redaktion im new business Verlag das Leben schwer zu machen. So erwirkte er eine einstweilige Verfügung gegen die Beschäftigung des journalist-Chefredakteurs Matthias Daniel. Dieser hatte, nachdem Rommerskirchen die gesamte Redaktion gekündigt hatte, seine fristlose Kündigung eingereicht, um am Neustart des Heftes mitarbeiten zu können. Bislang ist unklar, was mit den restlichen Mitarbeitern der Redaktion geschehen wird.

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Alle Kommentare

  1. Das Verhalten der Fa. Rommerskirchen halte mich für unerträglich. Dass dort die DJV-Mitgliederadressen verwendet werden, um ein nicht autorisiertes Heft unter dem journalist-Titel zu versenden, ist ein Skandal. Und ich hoffe, Thomas Rommerskirchen fällt dieses miese Verhalten hart auf die Füße.

    Was mich aber auch. gelinde gesagt, “verwundert”, ist die Erkenntnis, dass dort so viele eigentlich renommierte Journalisten mitgewirkt haben. Schon mal was von Loyalität gehört?

    S. Michael Westerholz

    1. Ich muss doch schon sehr lachen. Wenn doch erst heute das Gericht zu der ganzen Sache entscheidet, wo genau macht Rommerskirchen da was falsch?
      Solange noch nicht rechtskräftig ist, das die Sonderkündigung rechtens ist, hat Rommerskirchen noch sehr wohl den Auftrag und somit müssen natürlich auch die DJV-Mitglieder ordnungsgemäß beliefert werden.
      So ist das mit Rechtsstreitigkeiten, da muss eben das Urteil abgewartet werden. Das sollte auch Journalisten bekannt sein, auch wenn sie ohnehin recht parteiisch schreiben.

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