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„Lügenpresse“ und kein Ende – man ist in Medienhausen mal wieder sehr mit sich selbst befasst

Sandra Maischberger und die “Lügenpresse”
Sandra Maischberger und die "Lügenpresse"

Die Medien führen das Unwort von der „Lügenpresse“ mittlerweile häufiger im Mund als die „Lügenpresse“-Rufer. Das Theater rund um den Gute-Nacht-Spruch von Ingo Zamperoni nervt. Und die ARD macht Crossover-Promotion-Quatsch, weil sie nicht anders kann beziehungsweise will. Der MEEDIA-Wochenrückblick.

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Mit den Medien und dem „Lügenpresse“-Vorwurf ist es so ein bisschen wie mit Donald Trumps Ausfällen und seinen Wählern. Je mehr die Medien sich darüber aufregen – und sie regen sich sehr auf – desto bestätigter fühlen sich vermutlich die Trump-Unterstützer beziehungsweise die „Lügenpresse“-Rufer, dass sie da auf dem richtigen Dampfer unterwegs sind. Man hat den Soft-Spot dort getroffen, wo es wehtut. Warum also nicht immer weitermachen? Aktuell ist es aber gerade so, dass die Medien selbst viel mehr tun, das unselige L-Wort im Umlauf zu halten als alle Pegidisten und AfD’ler zusammen (überspitzte Darstellung). Nehmen wir die „Maischberger“-Sendung vom Mittwoch und ihren Gast Vera Lengsfeld. Die Frau ist eine Person, die wirres Zeug redet und veröffentlicht, mehr als einmal nachweislich die Unwahrheit gesagt und geschrieben hat und trotzdem die Medien pauschal als „Lügenpresse“ beschimpft. Darf man so jemanden ernst nehmen? Darf man so jemandem eine Plattform bieten? Anders aber ähnlich verlief die Debatte, als die vollverschleierte konvertierte Fundamental-Muslima Nora Illi bei Anne Will mindestens Missverständliches über den so genannten Islamischen Staat geäußert hatte. Bei “Zapp” machen sie sich wegen Populisten in Talkshows Sorgen und zählen aufgeregt nach, welche Parteien wie oft in welche Talkshows eingeladen wurden:

Eine von ZAPP angefragte Auswertung der führenden politischen Talk-Formate ergibt folgendes Bild: In bislang insgesamt 124 Ausgaben von “Anne Will”, “Hart aber fair”, “Maischberger” und “Maybritt Illner” (bis 23.11.2016) saßen 71 CDU-Vertreter, 28 der CSU, 49 der SPD, 30 Grüne, 32 der Linken, 11 der FDP und 22 der AfD.

Als wahres Populisten-Mekka entpuppt sich dabei die „Maischberger“-Sendung:

Während “Anne Will” 2016 bislang nur vier AfD-Gäste hatte (das letzte Mal im Juni), saßen bei “Maischberger” schon sieben Mal Vertreter der Rechtspopulisten. Hinzu kommen zahlreiche nicht parteipolitisch agierende Populisten wie Thilo Sarrazin, Rainer Wendt oder eben Vera Lengsfeld.

Abgesehen davon, dass sich Maybrit Illner mit nur einem „t“ schreibt sei die Frage erlaubt: Ja, und? Was soll eine solche Statistik belegen? Dass CDU/CSU die Meinungs-Hoheit über ARD und ZDF-Talkshows haben? Dass es „zuviel“ AfD in den Talkshows gibt? Da muss man aber auch mal nachschauen, wer da konkret aus welchem Grund eingeladen wurde, was die Leute gesagt haben und wie sie befragt wurden. Das geben aber solche Simpel-Zahlenspielereien nicht her.

Als die AfD immer populärer wurde kam zurecht Kritik auf, dass zu oft über diese Partei vom rechten Rand nur gesprochen wurde und zu wenig mit ihr. Das hat sich mittlerweile geändert und ist den Zappisten nun auch wieder nicht recht. Wer zum Beispiel die „Anne Will“-Sendung mit Nora Illi gesehen hat, muss schon böswillig auf einen billigen Skandal-Effekt aus sein, um in dieser Sendung eine „Plattform für IS-Propaganda“ zu sehen, wie es die Bild getan hat. ARD-Bashing bringt halt Klicks und Auflage – egal wie platt sie ist. Auch die unsägliche Vera Lengsfeld wurde in der „Maischberger“-Sendung mit ihrer Lügerei konfrontiert – freilich zu kurz und zu unentschlossen. Ich hatte es schon in meinem Text zur „Maischberger“-Sendung geschrieben, dass ich beispielsweise ein Streitgespräch zwischen Sascha Lobo und dem Pegida-Anhänger Joachim Radke für weitaus zielführender gefunden hätte als die übliche große Palaver-Runde. Oder von mir aus auch ein Streitgespräch zwischen Lobo und Lengsfeld.

Für den stern waren die wirren Anwürfe der Lengsfeld’schen Grund, sich mal richtig in eigener Sache zu empören. Und – uiuiui – juristische Schritte zu prüfen, weil die Frau bei ihrer Pauschalkritik des stern-Aufmachers zum angeblichen Failed Bundesstaat Sachsen einiges durcheinandergebracht hatte. Dabei war diese Story nun weiß Gott auch kein Glanzstück in Sachen Unvoreingenommenheit und Recherchestärke.

Man ist in Medienhausen mal wieder sehr mit sich selbst befasst. Schönen Grüß an dieser Stelle auch an den Spiegel-Clan im Glas-Hochhaus.

Sonst noch was? Ach ja: Dieses Ausprobieren von verschiedenen, von Zuschauern eingesandten Gute-Nacht-Sprüchen für den neuen Mr. „Tagesthemen“, Ingo Zamperoni, finde ich mittlerweile noch alberner als schon zu Beginn. Neulich hat er den Gute-Nacht-Gruß in Gebärdensprache vorgetragen und noch ein „Moin Moin“ hinterhergeschickt. Muss diese Tages-Show wirklich sein, diese Lockerheit mit der Brechstange?

Aber egal, welcher Spruch es wird (am besten gar keiner), bitte nicht dieses ausgeleierte, „Moin Moin“. Da ist nun wirklich alles andere besser.

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Ist ihnen das vergangenen Sonntag aufgefallen, dass die ARD beim „Polizeiruf“ schon wieder so eine blöde Werbung durchs Bild hat laufen lassen? Diesmal für die neue Staffel der mir gänzlich unbekannten Serie „Die Kanzlei“. Die Woche zuvor gab es das schon einmal, um auf das Kanzlerin-Interview bei „Anne Will“ im Anschluss hinzuweisen. Auf Twitter war man nicht erbaut über derlei Privatsender-Reklame-Gedöns bei der öffentlich-rechtlichen ARD:

Die Bild sprang auf den Zug auf, weil – Sie wissen ja – ARD-Bashing. Eine ARD-Sprecherin wurde in dem Bild-Bericht zum Crosspromotion Super-GAU mit folgenden Worten zitiert:

Uns ist bewusst, dass sich manche Zuschauer durch diese Einblendungen gestört fühlen, aber leider kann auch Das Erste heutzutage nicht mehr auf gängige Maßnahmen der Cross-Promotion verzichten, die zur besseren Orientierung der Zuschauerinnen und Zuschauer durchs Programm beitragen.

Das empfand ich als eine bemerkenswerte Aussage. Wieso „kann“ die ARD „heutzutage leider nicht mehr“ auf diese so genannten „gängigen Maßnahmen der Cross-Promotion“ verzichten? Ich fragte nochmal bei der ARD nach dem „Warum“ und bekam folgende Antwort:

In der Tat ist es so, dass Screenwalker im Ersten nur sehr sparsam eingeblendet werden: Etwa um auf Eventprogramme, neue Serien oder außergewöhnliche Programmänderungen hinzuweisen. Beim „Tatort“ vor zwei Wochen geschah dies genau drei Mal, um unsere Zuschauer auf das neu ins Programm genommene Interview von Anne Will mit Angela Merkel aufmerksam zu machen. Vergangenen Sonntag haben wir im „Polizeiruf 110“ zwei Mal mit Screenwalker – jeweils in einer Länge von ca. 10 Sekunden – auf den Start der neuen Staffel „Die Kanzlei“ hingewiesen. Diese Cross-Promotion-Maßnahme wird übrigens schon seit einigen Jahren von öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Programmen praktiziert. Wir setzen Screenwalker nur sehr dosiert und nur dort ein, wo wir ein affines Publikum für den Programmhinweis erwarten.

Ok. Schon recht. Aber eine Antwort darauf, „warum“ man partout nicht mehr verzichten „kann“ ist das natürlich auch nicht. Also nochmal gefragt, ob es nicht eher so ist, dass man nicht verzichten „will“. Und siehe:

Auch Das Erste will auf Screenwalker – wie gesagt, in sehr sparsamer Dosierung – als Instrument der Zuschauerinformation nicht verzichten. Sie sind auch aus unserer Sicht ein Crosspromotion-Mittel, das sowohl der kurzen Information wie der Zuschauerbindung dient.

Also „will“ statt „kann“. Ok, das war jetzt vielleicht ganz sicher ein bisschen ziemliche Wortklauberei. Aber wieso die gebührenfinanzierte ARD wirklich jeden Privat-Promotion-Quatsch mitmachen will, ist mir immer noch nicht klar. Vermutlich, weil sie kann.

Jetzt aber schnell ab zum Weihnachtsmarkt.

Schönes Wochenende!

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Alle Kommentare

  1. Aye Stefan

    Zitat:
    Die Frau ist eine Person, die wirres Zeug redet und veröffentlicht, mehr als einmal nachweislich die Unwahrheit gesagt und geschrieben hat und trotzdem die Medien pauschal als „Lügenpresse“ beschimpft. Darf man so jemanden ernst nehmen?
    Zitat Ende

    Dich sollen “wir” doch auch ernstnehmen…merkste watt?

    Lobo-tomiert irgendwie ne …

  2. ich bitte bei Ingo Zamperoni immer um den Zusatz “Mitglied der Atlantikbrücke” ..damit der Leser & Zuschauer solche Personen richtig einordnen kann.. (ich möchte echte Journalisten, zwingend frei von globalen Think Tanks, nicht beleidigen & nenne deshalb solche Figuren auch nie “Journalisten” ohne ” ” )

  3. @Schafewecker. Bitte noch eigene Mitgliedschaften benennen damit ich Sie richtig einordnen kann. Ich komme sonst bei solchen “ernsthaften” Postings nicht ohne ” ” aus…..

    1. Der Unterschied zwischen Zamperoni und Schafewecker ist, dass Zamperoni vor einem Millionenpublikum den objektiven Journalisten gibt. Das aber verträgt sich meines Erachtens nicht mit solchen Lobby-Mitgliedschaften.

      Vielleicht meinte aber die ARD: “leider kann auch Das Erste heutzutage nicht mehr auf gängige Maßnahmen der Cross-Promotion verzichten”. Also Nachrichten gewürzt mit Lobby-Botschaften. Eine Nachfrage nach dem “kann” ergäbe vermutlich den Hinweis darauf, dass das ZDF mit dem Atlantik-Brücken-Lobbyisten Claus-Detlev Kleber das schon lange betreibt, und die ARD nicht nachstehen will.

      Wenn schon Lobby-Mitglied, dann bitte auch die Kennzeichnung. Man ist entweder Journalist oder PR-Mann. Sonst kommt als nächstes noch Herr Stefan Seibert auf den Gedanken, sich als Journalist anzupreisen.

      Allerorten lamentieren Journalisten, das Publikum spreche ihnen ab, was doch integraler Teil ihres Charakters sei: Glaubwürdigkeit. Zugleich aber verheimlichen dieselben Personen Mitgliedschaften und schüren damit zwangsläufig das Misstrauen in die Institution der Presse. Zumal sich das Publikum dann fragt: Wie kommt’s, dass ausgerechnet jene in diese herausgehobenen Positionen gelangen, die Mitglied in dieser Organisation sind? In letzter Not wird dann noch behauptet, solche Mitgliedschaften brächten keine Interessenkonflikte mit sich. Letzeres ist wahr – sofern Journalisten Übermenschen sind. Und daran darf kein Zweifel möglich und erlaubt sein.

  4. und glücklicherweise ist es vollkommen egal, ob Sie Journalisten nun als Journalisten oder “Journalisten” bezeichnen. Was für ein sinnfreier Beitrag. Welcher Partei oder Organisation darf denn ein Journalist angehören um kein “Journalist” zu sein? Darf er eine eigene Meinung haben? Oder reicht es seine Meinung nicht in die Arbeit einfliessen zu lassen? Oder muss er einfach nur in einer Ihnen genehmen politischen Richtung aktiv sein?

  5. …..”Die Frau ist eine Person, die wirres Zeug redet und veröffentlicht, mehr als einmal nachweislich die Unwahrheit gesagt und geschrieben hat ….”

    Das würde ich u.v.a. bedenkenlos Frau Merkel und Frau v.d. Leyen zuordnen.

    Sandra M. hatte die Möglichkeit einer Sternstunde innerhalb des ÖR-Sinkflugs. Geboten wurde eine Kloaken-Session mit viertklassigen Komparsen und einer Ausnahme, die mich lehrt in Zukunft meine Busfahrer mehr wertzuschätzen. Nein, nein keine AfD-Verneigung, traditioneller Linke-Wähler…

  6. Screenwalker sind optisch unschön.
    Aber wenn man auf andere Sendungen hinweist, sollte man das deutlich effektiver Vor/Nach den Sendungen.
    Wie ein Supermarkt-Regal mit ZIG unterschiedlichen Geschmacks-Sorten könnte man auf auch Rentner-4:3-Screens 4 Formate nennen und kurz herunterlesen:
    “Dieser Tatort wird auf SWR morgen um xx:00 wiederholt. Ältere Tatorte laufen die nächsten 7 Tage auf …. Anne Will hat ein Interview mit Bundeskanzlerin Merkel morgen um 20:15. Donnerstag Abend beginnt auf ZDFneo die Serie Babel und heute nacht um 3 Uhr sendet 3sat ein paar Konzerte” (die Namen sind ausgedacht, ich weiss nicht was wann wo läuft).

    Das man in der Vielfalt Werbung macht finde ich nicht schlimm. Man sollte es aber den heutigen Gegebenheiten angemessen machen. Vor 30 Jahren als RTL auf kam, gab es noch SPRECHER welche vor den Sendungen erzählten, was als nächstes läuft. Und mit 12(?) ÖR-Sendern ist ein Überblick allein schon in T1-Gebieten ohne Werbe-TV leider recht aufwendig. Anmerkung: Gigantische Flächen von Deutschland haben wohl gar kein RTL oder Pro7 per T1 sondern nur 12(?) ÖR-Sender auf 3 Transpondern !!! und das sind teilweise Top10-Steuer-Einnahmen-Kreise des jeweiligen Bundeslandes ! aber werbe-tv-mäßig teilweise wohl ignoriert.

    Ich würde sogar verlangen, das man innerhalb einer Sendergruppe Werbung für die anderen “Partner-“Sender machen MUSS oder zumindest eine Übersicht hat, auf welcher ALLE FreeTV-Sender der jeweiligen Gruppe gelistet sind und was aktuell/gleich/… dort läuft. Das kann bei 16:9 1920×1080 FullHD auf 55”-TVs (499 Euro bei Aldi letzte Woche glaube ich) ja wohl kein Problem sein. 10 Sekunden reichen ja. Dann lernt der Rentner wo die Standbild-Taste seines Receivers ist.

    Aber man merkt deutlich, das die meisten Reporter keine Steuererklärung mit Elster machen und viele Rentner werden nächstes Jahr das auch klar erkenne wenn sie mal wieder belanglose Informationen über neue Steuer-Regeln im TV oder Zeitung lesen.
    Dasselbe gilt für TV: Die Presse-Leute haben vielleicht Presse-Rabatte auf Premiere oder gucken Streaming.
    http://www.golem.de/news/medientage-muenchen-auch-streaming-hat-eine-hauptsendezeit-im-wohnzimmer-1610-124052.html
    Streaming ist keine Ergänzung sondern Ersatz für Lineares TV !
    Rentner-Bekannte nutzen gerne die Mediatheken am iPad. Teilweise gibts Sendungen sogar länger als nur 7 Tage (was ich für teure Lizenz-Formate allerdings auch nachvollziehen kann aber für Eigenproduktionen oder z.B. Talkshows halt nicht einsehe).

    Das viele gar kein TV mehr gucken, erschwert die Diskussion deutlich.

    Auf mich hört die ARD wohl nicht. Aber ein Tipp: Wieso die Werbung nicht per Untertitel einblenden oder wenn sonst nix hörbares bei der Audio-Description läuft ein-sprechen ? Da stört das vielleicht nicht weiter und diese Zielgruppen sind demgegenüber vielleicht aufgeschlossener insbesondere wenn man eine BRAUCHBARE Beschreibung einer neuen Serie auf einer Videotext-Seite anbietet.
    Grundlos gibts nicht so viele “Rätsel in extragroßer Schrift”. Gibts eigentlich extragroße TV-Zeitschriften wobei diese Zielgruppen vielleicht einfach die TV-Apps nutzen aber Software ist oft leide unhandlich zu benutzen was praktisch jeder mit einem Fernseher oder SetTop-Box oder Sat-Receiver oder T2-Receiver wohl oft genug bestätigen kann.

    Die typischen Serien-Werbung sind oft nur Ausschnitte. Das ist für US-TV weil man dort das Abo hat und sowieso nicht viel Auswahl ! Die programmieren ja nicht zwei verschiedene Serien für 40jährige alleinerziehende Single-Frauen in Konkurrenz. Worum es wirklich in der Serie geht, erkennt man erst wenn man sie guckt. Solche Werbung finde ich extrem überflüssig. Gleiches gilt für die oft belanglosen inhaltslosen Text-Beschreibungen. Oft inhaltsloses PR-Heissluft-Blabla als gutes Referenzbeispiel für Vorlesungen und Schulen.
    Ich guck ja nicht auf Verdacht 20 Minuten “Die Kanzlei” wenn das 20:15-Programm der Werbe-TV-Sender läuft und dort was läuft was man schon kennt und man nur begrenzte Aufmerksamkeits-Minuten jeden Abend hat. Daher setzt sich Tofu auch kaum durch…: Weil man lieber die bekannte Bratwurst nimmt wenn man nicht wie Schuldenmacher und Cashburner auf Kosten Dritter lebt.

    Alternative Werbungs-Methoden für (neue und alte) Formate finde ich gut. Allerdings ist ÖR kein Sklave misratener Werbe-Industrien gegen welche nur der AdBlocker hilft.

    1. Schade das es keine parteilosen Journalisten mehr gibt. Momentan sind alle auf Regierungskurs. Erinnert ein wenig an die DDR Zeit. Und das bemerkt nun einer der nicht die AfD wählt!

      1. Zu Zeiten der DDR konnte man fast flächendeckend mittels Radio oder TV problemlos auch andere Meinungen als die staatlich gleichgeschalteten empfangen. Die kamen dann halt von jenseits der damaligen Landesgrenzen.

        Im heutigen Deutschland findet Meinungsvielfalt praktisch nur noch im Internet statt. Ein Grund, warum die regierenden Nichtdemokraten dieses gern einhegen, kontrollieren und zensieren möchten.

  7. Sehr schöner Bericht. Sehr gut zu lesen und absolut aussagekräftig.
    Reaktionen wie hier, der Medienlandschaft allgemein oder bei dem Paradebeispiel Lobo bei Maischberger zeigen das die Verantwortlichen nichts verstehen wollen/können.
    Ich kann nur bitten so weiterzumachen.
    Diese moralische Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit lässt immer mehr Menschen wach werden.
    Hinter der moralisch überheblichen Moralkeule vieler Medienvertreter, Journalisten und Menschen wie Lobo steckt doch nur heißen Luft.
    Es reicht ein Bussfahrer um einen Lobo zu entlarven das der kaum etwas anderes kann als politisch korekte Betroffenheitsfloskeln abzusondern.

    Eine besserer Wahlwerbung kann man für Trump, Hofer, AFD nicht machen.
    Danke 🙂

  8. definitiv Lügenpresse.

    will mich ja schliesslich nicht von privaten Ansichten eines Journalisten, der zudem noch alles schön redet und mich in meiner Denkweise manipulieren möchte …….weiterbilden. ??

    da die Demokratie von Anfang bis Ende auf lügen aufgebaut ist.. kann diese nur scheitern.

  9. Nehmen wir die „Maischberger“-Sendung vom Mittwoch und ihren Gast Vera Lengsfeld. Die Frau ist eine Person, die wirres Zeug redet und veröffentlicht, mehr als einmal nachweislich die Unwahrheit gesagt und geschrieben hat und trotzdem die Medien pauschal als „Lügenpresse“ beschimpft.

    Ein paar belege dazu wären nett.
    Wirres Zeug das wenig mit der Wahrheit zu tun hatte haben auch die öffentlich-rechtlichen Medien und die Qualitätspresse z.B. zum Thema Killerspiele verbreitet – wenn’s nach dem geht dürfte man denen auch keine Plattform mehr bieten.

  10. Bestes Beispiel für die Lügenpresse-Befürworter: Kein Wort über den afghanischen Flüchtling, der in Freiburg die junge Frau umgebracht hat! SO macht man keine vernünftige Nachrichtensendung zur Prime-Time – auch wenn der (vermutliche) Mörder minderjährig ist.

  11. Verschweigen hat nichts mit “Lügen” zu tun, aber es scheint wieder notwendig in diesem Land zu sein, wenn man Ihren Kommentar liest. Viele Deutsche, wie schon einmal verwechseln Ursachen mit Wirkung. Waren Sie dabei, kennen Sie den Beweggründe, welche zu dieser Tat führten? Wie viele deutsche Staatsangehörige wurden und werden zu Straftätern, auch im Ausland. Im Übrigen sollte man in Deutschland einmal innehalten, wie viele Hunderttausende NS Verbrecher wurden nicht verfolgt, ganz zu schweigen angeklagt, und schon gar nicht ausgeliefert, trotz internationalen Haftbefehlen?

    Es wird ja auch alles in Deutschland daran gesetzt, zu verhindern, dass es in Deutschland öffentlich wird, dass es alleine seit dem Fall der Mauer schon wieder mehr als 170 Opfer rechter Gewalt gibt. In einem Jahr Deutsche über 1000 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime zu verantworten haben.

    Wäre ich in einem Land geboren, in dem der Westen täglich illegale Kriege führt, und den westlichen Drohnen, Bomben und Wirtschaftsterror meine Familie und ich täglich ausgesetzt wäre, würde ich auch in das Land der Täter fliehen.

    Denn Terrorismus und Flüchtlinge sind die Antwort auf unsere über 40 westlichen illegalen Kriege, alleine seit dem Ende des 2. WK, Sowie der westliche Drohnen, Bomben und Wirtschaftsterror.

    1. Aha – das sollen also alles Gründe dafür sein, dass die Tagesschau NICHT über einen gefassten (mutmaßlichen) Mörder schreibt??
      Das Gegenteil ist der Fall – die Wischiwaschi-Erklärung der Verantwortlichen zeugt davon, dass sie den Ernst der Lage völlig unterschätzt haben. Jedenfalls hat “Das Zweite” weitaus besser reagiert und nicht den Boden für rechtes Gedankengut bereitet hat. Vertuschen war noch nie ein guter Ratgeben und insbesondere in der heuteigen Zeit “kommt alles ‘raus”!
      I.Ü.: Was heißt “..kennen Sie den Beweggründe, welche zu dieser Tat führten..”??
      Wollen Sie jetzt durch die Blume dem Opfer auch noch die Mitschuld geben?? Hatte es einen zu kurzen Rock an? Ist es unglücklich auf den Hinterkopf gefallen??

      ICH FASS’ ES NICHT!!!!!!!!

      1. Die Tageschau berichtet ganz selten über Morde, die in deutschland passieren. Das ein Flüchtling der Täter war, macht daraus keine überregional oder politisch wichtige Tat.

        Ich verstehe auch nicht, was daran so aufregend sein soll. Du kennst doch die Nachricht, was ist das Problem? Bist du der Programmdirektor oder so was?

        Oder soll da eine Tat (d)einer politischen Agenda dienen?

        Geht es dir darum, dass manche Menschen aufgrund ihrer Herkunft in einem möglichst schlechten Licht dargestellt werden?

        Was möchtest du konkret mitteilen?

        Du kannst doch niemanden weismachen dir geht es um das Opfer. Was sollte dem diese Nachricht helfen?

        Die Lügen kommen woanders her, nicht von der Tagesschau.

    2. @Illoinen
      Sie gehören möglicherweise auch zu den Kommentatoren, die sich empört hätten, hätte der Westen nicht in dem einen oder anderen (Bürger-)Krieg eingegriffen sondern bloß zugeschaut. Trotzdem ist Ihre Argumentation diesbezüglich nicht ganz von der Hand zu weisen.
      Ihre Argumentation bezgl. rechter Gewalt schon. Bitte informieren Sie sich doch einfach mal, wieviel linke Gewalt es gibt. Sie werden erstaunt sein, wie verschwindend gering rechte Gewalt auftritt.

  12. Es sind doch etliche Medienmacher selbst, die jeglichen Kurs vermissen und in meinen Augen total widersprüchlich agieren.

    Da erklärt Kai Gniffke, immerhin ist der Mann Akademiker, warum zuerst nicht über inhaftierten Tatverdächtigen im Mordfall Freiburg berichtet wurde und erklärt dieses mit regionaler Bedeutung. Soweit so gut, eine Redaktion hat die Pflicht und das Recht eigene Schwerpunkte zu setzen.
    Gestern lief in den Tagesthemen ein ziemlich langer Beitrag über einen neuen Blockbuster THE GREAT WALL. Offensichtlich mit sehr viel Footage-Material vom Produzenten. Eigene Recherche, Produktion, Bewertung konnte ich nur ansatzweise erkennen. Eine tolle kostenlose Promotion für einen Kommerzfilm in meinen Augen. Aber, ist das Aufgabe der Tagesthemen einen chinesischen Film zu promoten? Trifft das die Lebenswirklichkeit vieler Deutscher Zuschauer? Das hat überregionale Bedeutung Hr. Gniffke???

    So etwas löst den L-Wort Vorwurf doch ein. Wischi Waschi Maßstäbe und/oder schönfärberische Wortakrobatik. ARD/ZDF müssen sich langsam daran gewöhnen, dass der Legitimationsdruck mit den Zwangsgebührensystem ein ganz anderes Niveau erreicht hat. Ich sehe nur das ö/r-System verliert immer mehr Ansehen. Viele journalistische Standards sind mehr als diskussionswürdig.

  13. Illoinen:
    Der grundgesetzliche verankerte Rechtsanspruch aus Asyl wurde vor rd. 70 Jahren unter dem Eindruck der Nazi-Diktatur und ihrer Gräueltaten geschaffen. Das waren vollkommen andere Zeiten und von den “Vätern des GG” sicherlich nicht als Instrument für massenhaften Zuzug, wie wir ihn aktuell erleben, gedacht. Auf jeden Fall wurde es von Menschen erschaffen und ist keinesfalls in Stein gemeißelt. Deswegen erwarte ich von unseren Politiker/innen, dass sie das Asylrecht endlich anpassen,. Der Artikel 16 GG darf jedenfalls nicht bis zur kompletten Aufgabe des eigenen Rechtstaates ausgereizt werden – und davon sind wir nicht mehr weit entfernt, wenn Politiker, wie z. B. Herr Steger (SPD) auf Änderungsvorschläge mit der Aussage reagiert “… das gibt unser Asylrecht nicht her…

  14. Seid 2017 werden keine Nachrichten über Deutschland gebracht, denn der Deutsche könnte von den Überfällen, Vergewaltigungen und Brutalen Übergriffen erfahren, die besonders ältere Menschen in Diesem Land erfahren. Deutsche Nachrichtensender halten das nicht für Relevant, weil dann der Einfluss auf die Wahlen zunimmt. Keine Angst Deutsche Politik, die Deutschen werden es erfahren.

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