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Massive Störungen: Telekom prüft erste Hinweise auf Hackerangriff

Wurde im November vergangenen Jahres Opfer eines Hacker-Angriffs: die Deutsche Telekom
Wurde im November vergangenen Jahres Opfer eines Hacker-Angriffs: die Deutsche Telekom

Nach den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom geht das Unternehmen nach eigenen Angaben ersten Spuren eines Angriffs von außen nach. Möglicherweise handele es sich bei den Router-Ausfällen um einen Eingriff von außen - und nicht um einen normalen, aber ebenfalls ärgerlichen Systemausfall, sagte ein Sprecher am Montag der dpa.

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“Wir haben erste Hinweise darauf, dass wir möglicherweise Opfer eines Hacker-Angriffs geworden sind.” Das würden Analysen der IT-Sicherheit und der Forensiker bei der Telekom nahelegen.

Welche Modelle betroffen sind, sei im Detail noch nicht geklärt, sagte der Telekom-Sprecher. Seit Sonntagnachmittag klagten Kunden über den Ausfall ihrer Anschlüsse für Telefon, Internet und Fernsehen. Rund 900 000 Internet-Router sind demnach bundesweit betroffen.

Auf seiner Facebook-Seite „Telekom hilft“ riet das Unternehmen, den Router kurz vom Netz zu trennen. „In vielen Fällen sind danach die Probleme behoben.“ Es werde an der Behebung der Ursache gearbeitet.

Besonders stark seien das Ruhrgebiet, die Region rund um Frankfurt am Main sowie Hamburg und Berlin betroffen. Auch in der Region Hannover und Braunschweig tauche das Problem auf. Kunden berichteten demnach von einem „Totalausfall Internet und Telefon seit 16 Uhr“ am Sonntag. Das genaue Ausmaß war dem Sprecher zufolge auch am späten Abend nicht klar.

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In den sozialen Medien machten viele User ihrem Ärger Luft: „Haben schon den ganzen Tag Probleme mit unserem Internet. Mal fällt das WLAN aus, dann ist es wieder da. Sehr nervig“, schrieb beispielsweise ein Nutzer im Kurznachrichtendienst Twitter.

Im Juli und August war es schon einmal zu massiven Ausfällen des Telekom-Internet gekommen, von denen Geschäfts- wie auch Privatkunden betroffen waren. Im Juni fiel das Mobilfunknetz aus. Grund war ein Datenbankfehler, der dazu geführt hatte, dass die SIM-Karten der Handys nicht mehr korrekt in das Netz eingebucht werden konnten.

 

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Alle Kommentare

  1. Ich kannte das Problem “..nur mal den Router neu starten..” schon 2013/14. Schon der Versuch übers Handy in den Service zu kommen (Morgens um 7.00) war mit zweistündiger Wartezeit verbunden und nach Tagen dann Routertausch. Aber kein Erfolg, entweder Telefon out oder kein Internet. 2014 bin ich dann zum lokalen Anbieter gewechselt, alles über TV-Kabel, seit dem habe ich Ruhe. Die Gemeinheit der Telekom war noch die Rest-Vertragszeit war unkündbar. Hatte also zeitweilig 9 Monate zwei Verträge trotz Intervention des neuen Anbieters.
    Bei meinen Eltern trat das Problem 2014 auf (wohnten nur 15km weiter weg), die selbe Masche: “Router neu starten usw.” und die Anlage war erst zwei Jahre in Betrieb. Das Problem war aber, meine Eltern waren aus gesundheitlichen Gründen auf das Telefon angewiesen und Handy hatten sie nicht und kamen nicht mehr klar. Ich hatte dann extra ein einfaches Handy gekauft – aber mit älteren Leuten ist es halt nicht mehr einfach.
    Das Telekomproblem zog sich ein Vierteljahr hin – sogar Monteure kamen. Da es vertraglich passte wurde sofort gekündigt und gleichermaßen ein lokaler Anbieter genommen. Seitdem keine Probleme mehr.
    Was ich nun vermute, es sind keine Hacker oder technischen Umstellungsprobleme – Telekom lügt ohne Limit. Die wollen auf diesem Wege ihre Altverträge los werden, um den Kunden Kostengeschwängerte Alternativen zu verklickern. Der Zwang zur IP-Telefonie ist eine Schande, da im Katastrophenfall oder regionalen Ausfällen der Stromversorgung kein Router mehr geht. Die klassische Telefonie funktionierte immer – sogar im II-Weltkrieg, als die Städte 44/45 nur noch Trümmer waren, funktionierten teilweise die Telefone immer noch, da die Zentralanlagen unterirdisch und mit Batteriekolonnen versorgt waren. Ich weis das von meinen längst verstorbenen Großeltern, die sich während der Bombenangriffe von Strasse zu Strasse informieren konnten.
    Heute undenkbar, leichter Frost oder ein verspielter Systemadministrator genügen schon um ganze Städte lahm zu legen. Außerdem: die IP-Netztechnik ist ideal um Daten von Millionen Menschen in Millisekunden zu kontrollieren, aufzuzeichnen oder sogar zu manipulieren… nur dafür hat man diesen Schwachsinn entwickelt und die Telekom ist Partner des BND und NSA – wer das abstreitet lügt.

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