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Print-Deal: Passauer Neue Presse übernimmt Donaukurier aus Ingolstadt

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Elefantenhochzeit im Süden der Republik: Die Passauer Neue Presse übernimmt den Donaukurier aus Ingolstadt. Mit diesem Deal würde PNP ihre Position in der bayerischen Presselandschaft massiv ausbauen.

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Die Verkündung des Deals kommt einigermaßen überraschend. Für den heutigen Dienstag hatte die Verlegerin Simone Tucci-Diekmann alle Mitarbeiter, die abkömmlich seien, in das Medienzentrum in Passau geladen. Die meisten Besucher hatte damit gerechnet, dass es um den sich anbahnenden Arbeitskampf gehe. Seit einiger Zeit zoffen sich die Arbeitnehmervertreter mit der Verlagsleitung in Tariffragen.

Stattdessen verkündete die Verlegerin (laut Bürgerblick mit „hoch toupierten Haaren, marineblauem Hosenanzug“) den Deal. Auf der Versammlung lobte Tucci-Diekmann zudem die Verhandlungskommission die Tag und Nacht geschuftet habe und sich nur von Cola und Kaffee ernährt hätte.

Via Pressemitteilung erklärte die Verlegerin zudem, dass der Kauf des Ingolstädter Verlages sei weiterer, konsequenter Schritt im Rahmen der Wachstumsstrategie ihres Hauses sei und ein klares Bekenntnis zum regionalen Zeitungsgeschäft in Deutschland. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels und eines immer stärker umkämpften Werbemarkts sei es für Regionalverlage immer wichtiger, Größenvorteile zu nutzen, um im Wettbewerb bestehen zu können. „Wir sind überzeugt, dass damit die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses insgesamt, aber auch der erworbenen Zeitungen gestärkt wird“.

Passauer Neue Presse Gesamt

Die Passauer Neue Presse kam im zweiten Quartal des Jahres auf eine verkaufte Auflage von 162.387 Ausgaben pro Tag (Mo-Sa). Für den Donaukurier zählte die IVW in der selben Kategorie 85.803 Exemplare.

Donaukurier Gesamt

Der kleine Auflagensprung resultiert aus dem PNP-Kauf des Reichenhaller Tagblatts/Freilassinger Anzeigers

Neben dem Lob für die Manager gab es zudem noch eine Belohnung für die Mitarbeiter. So soll es für jeden Festangestellten eine einmalige Gratifikation von 500 Euro geben, “weil es in diesem Jahr keine Lohnerhöhung gegeben hat”. Das könnte dann aber doch das erwartete Signal in Sachen Tarifstreit gewesen sein.

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Alle Kommentare

  1. Zitat: So soll es für jeden Festangestellten eine einmalige Gratifikation von 500 Euro geben, „weil es in diesem Jahr keine Lohnerhöhung gegeben hat“.

    Wouw! Wenn das die Brachenriesen mitbekommen, wird Frau Tucci-Diekmann noch durch die Mangel gedreht. In der Zeitungsbrache freiwillig Mitarbeitern Geld als Belohnung für gute Arbeit geben? Das entspricht genau dem Gegenteil dessen was in der Branche üblich ist.

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