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BR verliert ARD-“Mittagsmagazin” an RBB: Ab 2018 wird die Nachrichtensendung in Berlin produziert

Ab dem 1. Januar 2018 übernimmt der RBB vom BR die Zuständigkeit für das ARD-“Mittagsmagazin”.
Ab dem 1. Januar 2018 übernimmt der RBB vom BR die Zuständigkeit für das ARD-"Mittagsmagazin".

Servus Bayern, Mahlzeit Berlin: Das ARD-"Mittagsmagazin" kommt ab 1. Januar 2018 aus Berlin – der RBB übernimmt damit die Zuständigkeit für die werktägliche Sendung vom BR. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland, eine Pressemitteilung des BR hat dies nun bestätigt. Auch das ZDF erwäge, das „Mittagsmagazin“ nach Berlin zu verlagern.

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Aktuell wird das “Mittagsmagazin” – die einstündige und werktägliche Nachrichtensendung ab 13.00 Uhr – aus Mainz oder München gesendet. Je nachdem, wer im wöchentlichen Wechsel dran ist: Entweder sendet das ZDF (im Auftrag der ARD) oder der “hauseigene” Bayrische Rundfunk (BR) mit Moderatorin Hannelore Fischer.

Das soll sich nun ändern. Laut einem Bericht des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) verliert der BR vom 1. Januar 2018 an seine Zuständigkeit für das “Mittagsmagazin”. Den Zuschlag soll stattdessen der RBB bekommen. Eine Pressemitteilung hat “die Federführung für das ARD-Mittagsmagazin” durch den Rundfunk Berlin-Brandenburg nun bestätigt. Mit der Übernahme “sämtlicher Zuständigkeiten in den Bereichen Redaktion und Produktion” wolle der Sender das “Mittagsmagazin” zu einem “modernen Hauptstadtmagazin” weiterentwickeln, heißt es weiter. Bei der Konzeption solle auch die Zusammenarbeit mit dem ARD-Hauptstadtstudio – für das der RBB ebenfalls die Federführung im Sendeverbund innehat – eine Rolle spielen.

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Das ARD-Mittagsmagazin ist nicht umlagefinanziert, die Kosten hat in den vergangenen 27 Jahren der BR getragen – und muss dementsprechend zukünftig aus dem bestehenden Etat des RBB finanziert werden. Mit dem „Mittagsmagazin“ komme der RBB seiner Verpflichtung nach, mit einem Anteil von 7,1 Prozent (statt zuvor 6,6 Prozent) zum Ersten Programm der ARD beizutragen, schreibt das RND. Außerdem soll auch das ZDF erwägen, das “Mittagsmagazin” nach Berlin zu verlagern – also dort, wo auch die “Morgenmagazin”-Redaktion sitzt.

Für den BR habe die Übergabe an den RBB daher auch einen wirtschaftlichen Aspekt. “Durch die Umstellung von der Rundfunkgebühr auf den geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag haben sich seit 2013 im innerhalb der ARD signifikante Verschiebungen bei der Finanzkraft ergeben. In der Folge muss sich der BR nun stärker einschränken als andere Sender und kommt neben Einsparungen in Verwaltung und Produktion auch um programmliche Einschnitte nicht mehr herum.”, heißt es in der Pressemitteilung des BR. “Mit Blick auf unsere immer geringeren finanziellen Spielräume haben wir leider keine andere Wahl, als die Federführung abzugeben. Der Abschied schmerzt uns sehr.”, bedauert BR-Intendant Ulrich Wilhelm.

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Alle Kommentare

  1. Intendant Wilhelm BR zum reinen Regional-Sender. Führende Politiker der Bayerischen Staatsregierung sind stocksauer, wie unter dem Wilhelm der Einfluss des Bayerischen Rundfunks auf das politische ARD-Gemeinschaftsprogramm immer weiter zurückgeht. “Unpolitischer Bürokrat” stöhnt man, und: “Unter Strauß wäre das undenkbar gewesen.”

    1. Genauso ist es. Aus dem BR wird der totale Provinzsender und alle schauen zu, wie der Intendant den Laden vor die Wand fährt. Optische its der BR eh schon so etwas wie TV Augsburg oder Regionalfernsehen Oberbayern.

  2. Schade – dann wird wohl Hannelore Fischer auch abtreten (müssen) und eine der üblichen Schnarchnasen aus dem RBB-Pool bekommt den Job zugeschustert….

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