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Trump vs. Establishment: Wer dieses Video sieht, versteht, warum Donald Trump die US-Wahl gewonnen hat

Wahlkampfvideo: Trump vs das Establishment
Wahlkampfvideo: Trump vs das Establishment

Nach der Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten wird immer noch analysiert, wie es eigentlich dazu kommen konnte. Bei YouTube gibt es ein gut fünfminütiges Propaganda-Video von Trump von vor der Wahl, das das Phänomen Trump auf den Punkt bringt: Es ist eine Art Kriegs-Erklärung an das Establishment. Wer dieses Video sieht, versteht plötzlich die Wahl Trumps.

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Das Video ist Wahlkampf pur und mit martialischer Musik unterlegt. Es wurde kurz vor der Wahl in den USA am 8.November über diverse Accounts bei YouTube hochgeladen. Das Video besteht aus eine Rede Trumps, die mit diversen Szenen angereichert ist.

Das Ganze ist extrem suggestiv gemacht. So sagt Trump beispielsweise zum Bild brennender Dollarscheine: “Our campaign represents a true, existential threat like they haven’t seen before.” Subtext: Wer wirklich dem Establishment einen Denkzettel verpassen will, muss ihn wählen.

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An anderer Stelle sagt er “We the people reclaim control over our government.” Dazu gibt es ein Bild der US-Verfassung, die mit den Worten “We the people …” beginnt. Subtext: Trump steht für das ursprüngliche, wahre, verfassungstreue Amerika.

Die Clintons werden dagegen als Verbrecher gebrandmarkt, die im Zentrum des verhassten Establishments stehen, zu dem laut Trump natürlich auch die Medien gehören: “The corporate media in our country is not longer involved in journalism. They are political special interest, no different than any lobbyist or financial entity with a total political agenda and the agenda is not for You, its for themselves.”

Würde man sich gegen das Establishment auflehnen, wie er, würde man als Sexist, Rassist und Ausländerfeind beschimpft. Damit deutet er seine eigenen Ausfälle und Schwächen zur Abwehr-Strategie des Establishments um. Gerade wegen der hoch-emotionalen und einseitigen Machart, erklärt dieses Video vielleicht mehr den Wahlerfolg Donald Trumps als jede tief schürfende, intellektuelle Analyse.

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Alle Kommentare

  1. Zum Thema TTIP und TISA habe ich mehrere Artikel geschrieben und bin zu denselben Schlüssen gekommen wie Mister Trump. Vor allem TISA ist hochgefährlich. Trump präsentiert das kurz und allgemeinverständlich. Politiker und Journalisten, die es nicht verstehen, komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären, nennen das dann populistisch. Die Medien unterstützen diesen Turbokapitalismus – trotz millionenfachem Widerstand der Bevölkerung gegen TISA CETA und TTIP auch in Europa – und nennen das dann demokratisch, fortschrittlich und weltoffen.

    1. Was die internationalen Handelsabkommen wie TTIP und CETA betrifft, haben Sie absolut Recht. Da hat Trump einen wunden Punkt getroffen, der das politische Establishment ins Mark trifft und bei vielen Bürgern quer durch alle Schichten enormen (berechtigten) Widerstand hervorruft. Dass unsere Massenmedien diese Abkommen grundsätzlich unterstützt hätten, kann ich nicht feststellen, da gab es einiges an Widerspruch und die TTIP-Gegner sind regelmäßig zu Wort gekommen.
      Extrem unglaubwürdig finde ich es, dass sich ausgerechnet ein windiger Steuerhinterzieher und Multimiliardär wie Donald Trump zum Kämpfer gegen das Establishment aufschwingt. Auch er wird vornehmlich die großen Lobbyisten bedienen, die ihn mitgetragen haben und sich letztlich einen Dreck um die “Vergessenen” scheren, die er während des Wahlkampfs so gerne angesprochen hat. Dass er als Rassist und Ausländerfeind beschimpft wird, hat außerdem herzlich wenig mit seinem “Kampf gegen das Establishment” zu tun, sondern schlicht und eifach mit seinen unwürdigen Parolen während des Wahlkampfs.

    2. Und die “Linken” unterstützen das auch noch, anstatt es zu unterbinden. Aber wer an der “Macht” geschnuppert hat wie die Grünen, dem sind seine Ideale auch völlig egal…

      1. Um mal sachlich zu bleiben: Unter den deutschen Parteien gehörten die Grünen und “Die Linke” von Beginn an zu den entschiedensten Gegnern von TTIP und Co.
        Wer sollen denn Ihrer Meinung nach die “Linken” sein, die das unterstützt hätten? Gabriel können Sie mit “links” ja wohl kaum gemeint haben. Mal ehrlich: Die Links-/Rechts-Schubladen helfen uns bei solchen Themen überhaupt nicht weiter, sie schaffen nur Konfrontationen, wo in der Sache eigentlich gar keine sind. Wäre mal an der Zeit, dass wir uns von dem ollen Schubladendenken befreien und konzentrierter sachorientiert argumentieren – das würde vielleicht auch die politisch Verantwortlichen stärker in die Pflicht nehmen (frommer Wunsch)

  2. Es stimmt, dass rechts und links heutzutage keine Kriterien mehr sind. Es geht um die Sache und nicht um Parteien. Genau deswegen soll man endlich mit dem Geschwätz aufhören, dass jemand rechtsradikal oder populistisch sei, wenn er eine Gegenmeinung vertritt.
    Übrigens Trump mag für einen Unternehmer viel Geld haben, aber sein Vermögen entspricht etwa dem Jahresgewinn von Weltkonzernen oder noch nicht mal. So gesehen vertritt er den Mittelstand, der die Stütze jeder Wirtschaft ist und von allen Seiten ausgepresst wird.

  3. Ich verstehe immer noch nicht, wie so viele Leute auf den Bullshit reinfallen können, gerade durch dieses Video. Erschreckend.

  4. Das Video mystifiziert eher seinen Erfolg: Wer das Establishment derart brüsk angreift, kann doch froh sein, wenn er es überhaupt lebend ins Amt schafft. Wenn schon wegen ein paar Milliarden Öldollars ganze Kriege angefangen werden … Aber die Morddrohungen auf Twitter usw. laufen ja schon.

    Über die Mordaufrufe wird hierzulande übrigens so gut wie gar nicht berichtet. Den republikanischen Wähler beschimpfte man als “white trash”, weil er Trump wählte, den demokratischen “black trash” aber kritisiert man nicht mal für Mordaufrufe oder Graffitis nach der Wahl wie DIE WHITES DIE. Lückenpresse nennt man das dann wohl, genauer: rassistische Lückenpresse.

    Erleichterung über Trumps Wahl müssen alle empfinden, die jene militaristische Irre namens Clinton fürchteten. Die Olivgrünen hierzulande, also die Becks und Görings, müssen natürlich tiefenttäuscht sein, dass nun keine deutschen Truppen an die Ostfront beordert werden. Ich bin gespannt, ob Trump das eine oder andere Versprechen einhalten kann. Dadurch alleine könnte er sich schon von dem dandyhaften Schwätzer absetzen, der ihm den Weg bahnte.

  5. Das Video habe ich auch gesehen. Es basiert auf einem Wahlkampfauftritt von Trump in Henderson. Daraufhin habe ich mir mal die gesamte Rede bei Youtube angesehen. Ich war überrascht, über welche Themen er gesprochen hat. Die Berichterstattung hierzulande ließ den Eindruck aufkommen, als hätte er keine Themen und auch kein Konzept. In der Rede spricht er über den NIedergang der amerikanischen Wirtschaft bzw. Industrie und auch über TTIP. Und das in einfachen und klar verständlichen Worten. Wer sich ein Bild mal abseits seiner dummerhaftigen Sprüche machen möchte, dem empfehle ich den Auftritt. Hier ist der Link: https://www.youtube.com/watch?v=vkn3_BjwGr8&t=1427s

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