Partner von:
buzzer-das-letzte-aus-dem-netz
Anzeige

So ikonisch inszeniert Angela Merkels Social Media-Team Barack Obamas letzten Deutschland-Besuch

Bildschirmfoto-2016-11-18-um-07.10.33.png
Dinner for two: Bundeskanzlerin Merkel mit US-Präsident Obama © Instagram @bundeskanzlerin

Abschied tut weh: Ein letztes Mal besuchte Barack Obama Deutschland als US-Präsident – nie waren sich Bundeskanzlerin Merkel und der 44. Präsident der USA näher als in diesen Tagen. Tatsächlich ging Obamas Würdigung der Bundeskanzlerin so weit, dass sich der 55-Jährige vor den Kameras kaum verklausuliert für eine vierte Amtszeit Angela Merkels als Kanzlerin aussprach. Merkels Social Media-Team revanchierte sich mit einer abwechslungsreichen Inszenierung von Obamas Abschiedsbesuch auf Facebook, Twitter und vor allem Instagram.

Anzeige

Ehre, wem Ehre gebührt: Das Social Media-Team der Bundeskanzlerin hielt Barack Obamas Abschiedsbesuch in Deutschland als US-Präsident naturgemäß ausführlich fest. Bei Facebook schritt Obama ein siebtes und letztes Mal als US-Präsident die Stufen der Air Force One hinunter.

Es folgten ein 30-sekündiges Video vom Empfang im Kanzleramt…

…und ein fünfminütiges Video, in dem Obama das besondere Verhältnis zur Bundeskanzlerin herausstellte und Angela Merkel für ihre Führungsstärke lobte:

Auf Twitter dominierten dagegen wie gewohnt Textnachrichten. Der Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte als @RegSprecher während Pressekonferenz von Merkel und Obama gestern Folgendes:

Am kreativsten dokumentierte jedoch der jüngste Social Media-Kanal der Kanzlerin das siebte Zusammentreffen von Angela Merkel und Barack Obama in Deutschland – der mitunter kritisierte Instagram-Account der @Bundeskanzlerin.

Nach einer Einstimmung mit Rückblicken…

Anzeige

…zelebrierte Merkels Social Media-Team den letzten Deutschland-Besuch von Barack Obama als US-Präsident im beliebten Fotonetzwerk in gleich sieben Posts, die einen kleinen Eindruck in die private Atmosphäre der Gespräche der beiden Staatsoberhäupter vermittelten.

?? Welcome Mr. President! #ObamaBerlin @whitehouse #airforceone

Ein von Angela Merkel (@bundeskanzlerin) gepostetes Foto am

Bonus: Der scheidende US-Präsident traf sich nicht nur mit der Bundeskanzlerin, er fand im Rahmen seines Deutschlandbesuchs auch Zeit für ein Mittagessen mit der weltbesten Tennisspielerin, das Angelique Kerber ebenfalls auf Instagram dokumentierte.

A dream come true!! What an honour to meet President Obama for lunch today.

Ein von Angelique Kerber (@angie.kerber) gepostetes Foto am

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. kotz* würg*… am schönsten fand ich die Analyse, dass Obama alles das, was er über Merkel jetzt nochmal von sich gab, auch bei seinen Wahlkampfauftritten für Hillary über Hillary Clinton sagte. Man weiß ja, was draus geworden ist hahahaha. Die Historiker werden Merkels “Können” ebenso beurteilen wie die ihrer Vorgänger und auch ihre gravierenden Fehler. Auch Frau Merkel ist vollkommen ahnungslos, wohin die “globalisierte Welt” (von der es laut Seibert kein Zurück mehr gibt) die Deutschen treiben wird. Ich vertraue ihr nicht mehr. Alles, was ihren Stempel “Es gibt kein zurück” bekommen hat, läuft extraordinär schief und schadet den Bürgern.

  2. Ich bin Historiker. Wir können froh sein, heute in Deutschland leben zu dürfen. Mit einer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Historisch betrachtet ist das ein unfassbares Glück.

    1. Es ist ein unfassbares Glück dass Fr. Merkel die regierende Bundeskanzlerin ist? Ich war bisher der Meinung, dass ist das Ergebnis von Wahlen und einer Koalition. Wirkt Fr. Merkel demnächst Wunder? Kann sie über das Wasser gehen?
      Schau’n wir mal wie Fr. Merkel in 40 oder 80 Jahren beurteilt wird. Als Historiker sollten Sie das doch wissen.

    2. “Ich bin Historiker.”

      Falls das stimmen sollte – dann bleibt zu hoffen, dass wenigstens nicht alle Historiker solche Jubelperser der Regierung sind.

      Und ob die Merkel-Zeit tatsächlich “historisch betrachtet ein unfaßbares Glück” ist, das muss die Geschichte erst noch zeigen.

      Ich habe da große Zweifel.

  3. Dieser persönliche Abschied und das Zusammentreffen Obamas mit den wichtigsten Akteuren der letzten Jahre und dieser bewegenden Zeit lassen beim Bürger – der kritisch denkt – viele Fragen offen. Denn vieles wird erst in den kommenden 20 Jahren aufgedeckt bzw. transparent. Das was nun kommt, wissen wir nicht. Das Buch der Geheimnisse wird sich aber füllen und die meisten einfachen Leute erkennen den Wandel nur an den Folgen für ihr persönliches Leben. Und dieser Wandel in den letzten Jahren war entweder Kalkül oder Folge weltpolitischer Fehler auch der USA. Eines hat sich aber bewiesen und ist neu: Die wesentliche Rolle in der Steuerung des Denkens, der Meinung und Urteilsvermögen der Menschen und die politische Kanalisierung spielten die Medien. Die Medien als Propagandainstrument ist allerdings nicht neu. Eines ist Gewiss – dass die Nazis 1933 die Macht ergreifen konnten, dass Millionen einen mörderischen Krieg unterstützten war Verdienst einer ausgeklügelten zentralistischen Rolle der Medien die Goebbels erkannte und dafür nutzte. Ohne die damalige Medien wären die Nazis nicht so weit gekommen.
    In heutiger Zeit besteht aber gegensätzlich durch das Internet die Möglichkeit, dass das Handeln und Wirken des Establishments und des globalen Machtzirkels für den Bürger transparenter wird und er sich kritischer informieren und zu seiner Regierung stellen kann. Damit dies nicht passiert, wurden unendliche IT-Projekte und Methoden – bis hin zur lokalen Zensur und Meinungsmanipulation von Staatsebene entwickelt, die letztlich mittels Verdummung, Verschweigen von Informationen, Zensur und Verunglimpfung von Protesten das Volk unter Kontrolle halten sollen. Nicht zuletzt die politischen Akteure selbst benutzen die Medien um gezielte Wirkungen ihrer Politik zu erreichen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia