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WeChat-Boom: Chinas Internet-Riese Tencent verdient bereits 1,5 Milliarden Dollar

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Das digitale Wachstum kommt aus Fernost: Während Google, Facebook und Amazon seit Jahren die Schlagzeilen der Internet-Ökonomie bestimmen, sind in China neue Herausforderer erwachsen, die inzwischen durchaus mit dem Westen mithalten können. Nicht Alibaba, sondern Tencent ist inzwischen zum wertvollsten Konzern Asiens aufgestiegen. Warum, beweisen die jüngsten Quartalszahlen: Der Internet-Pionier aus Shenzhen wächst schneller als die Konkurrenz aus dem Silicon Valley und verdient bereits 1,5 Milliarden Dollar in nur drei Monaten.

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Plötzlich hatte China eine neue Nummer eins: Nicht mehr die Industrial Bank of Commerce, PetroChina, China Mobile oder Alibaba können sich seit Sommer mit dem Titel des wertvollsten Konzerns im Reich der Mitte schmücken, sondern ein Internet-Emporkömmling, der in der westlichen Welt immer noch unterschätzt wird – Tencent.

Das 1999 gegründete Start-up, das zunächst mit dem Instant Messenger OICQ von sich reden machte,  ist nicht irgendein Nachahmer neuer Web-Trends aus dem Silicon Valley, sondern die eigentliche Essenz des chinesischen Internets in einem Unternehmen. Tatsächlich besitzt Tencent mit WeChat den meistgenutzten Messenger Asiens, mit Wallet das in China am meisten verbreitete mobile Bezahlsystem und verfügt über einige der erfolgreichsten Gaming-Angebote der Welt.

Wertvoller als Alibaba oder Samsung

Trotzdem steht Tencent seit Jahren im Schatten des E-Commerce-Riesen Alibaba, dem vor zwei Jahren noch der größte Börsengang aller Zeiten gelang, heute nach dem Börsenwert aber dem einheimischen Rivalen aus der südchinesischen Handelsmetropole Shenzen den Vortritt lassen muss: Alibaba bringt es auf eine Marktkapitalisierung von 232 Milliarden Dollar, Tencent auf 237 Milliarden Dollar – und ist damit sogar mehr wert als Verbraucherelektronik-Pionier Samsung.

Warum, demonstrierten die heute vorgelegten Quartalszahlen eindrucksvoll: Im Dreimonatszeitraum von Anfang Juli bis Ende September konnte Tencent seine Erlöse um 52 Prozent auf 6 Milliarden Dollar steigern, während die Gewinne um satte 43 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar anzogen.

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WeChat boomt: 30 Prozent neue Nutzer binnen eines Jahres

Wachstumstreiber bleibt der immer beliebtere Messenger-Dienst WeChat, der allein gegenüber dem Vorquartal 40 Millionen neue Nutzer verzeichnete und auf Jahressicht einen Mitgliederzuwachs von 30 Prozent verbuchen konnte. 846 Millionen Nutzer zählt WeChat bereits und könnte bei anhaltender Wachstumsdynamik bereits im nächsten Sommer die Milliarden-Nutzermarke knacken.

WeChat erfreut sich vor allem als Universal-App großer Beliebtheit, in der die Grenzen zwischen einem sozialen Netzwerk, Online-Spielen und E-Commerce-Angeboten zunehmend verschwammen. Nutzer können nicht nur einfache Textnachrichten, Fotos und Sticker verschicken und (Video-)Telefonate führen, sondern auch in der App etwa Kinokarten, eine Pizza und Flugtickets bestellen und über Payment-Dienst Wallet bezahlen.

Facebook muss sich mit seinen beiden Messenger-Diensten WhatsApp und Messenger, die beide in diesem Jahr den Durchbruch durch die Schwelle von einer Milliarde Mitgliedern verzeichnete, damit mittelfristig auf einen neuen Herausforderer einstellen.

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