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Stell’ Dir vor, Focus Money macht Lügenpresse-Clickbaiting mit einem Pro-Trump Cover und keiner klickt

Der neue Titel von Focus Money-Chefredakteur Frank Pöpsel stößt bei Medienmachern übel auf.
Der neue Titel von Focus Money-Chefredakteur Frank Pöpsel stößt bei Medienmachern übel auf.

Will man Aufmerksamkeit erzeugen ist es ein alter Trick: Einfach eine Meinung kräftig gegen den Strom bürsten. Bei Focus Money versuchen sie das offenbar mit dem aktuellen Titel, der gegen die Anti-Trump-Stimmung in den meisten Medien positioniert ist. Bei Facebook wird die Empörungsrakete allerdings zum Rohrkrepierer.

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Mehr als 24 Stunden, nachdem die Focus Money-Redaktion das aktuelle Cover bei Facebook veröffentlicht hat, finden sich exakt null Kommentare darunter. Der Beitrag wurde sechsmal geliked und fünfmal geteilt. Das ist nach Facebook-Maßstäben sehr wenig. Fast nichts. Zumal man im Text zu dem Posting offensiv dazu aufgerufen hat “hier bei Facebook die Meinung zu sagen” und offenbar auch noch stolz ist, ganz gegen den Strich gebürstet “am Rad” zu drehen.

Im Editorial des Heftes verrät Chefredakteur Frank Pöpsel, warum Trumps Wahlsieg so “great” für die Börse sei.

Ein Kursplus von über 300 Punkten im Dax seit dem Wahlausgang spricht eine andere Sprache!

…hält der Focus Money-Chef fest. Und holt im gleichen Atemzug zur Schelte gegen Vizekanzler Sigmar Gabriel aus – denn: “Benimmt er sich nicht ähnlich schlecht wie Trump im Wahlkampf?”

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Die USA sind die führende Wirtschafts- und Militärmacht des Westens, und unser Vizekanzler hat nichts Besseres zu tun, als deren demokratisch gewählten Präsidenten zum Amtsantritt zu verunglimpfen.

Man solle es der Focus Money-Redaktion daher nachsehen, dass sie sich mit diesem Heft nicht auf die Seite der Mehrheit schlägt: “Es kann nicht Aufgabe einer pluralistischen Presse sein, dass alle die gleiche Meinung vertreten. Wir möchten zur Vielfalt beitragen, damit Sie sich ein Urteil bilden können. Denn: Die Wahrheit steht nicht in der Zeitung, die Erkenntnis entsteht in Ihrem Kopf.”

Warum “die meisten Medien” nach Ansicht von Focus Money ihre Leser “für dumm verkaufen”, verrät im Heft ein Beitrag von Dushan Wegner mit dem Titel “Medien! Vertrauensverlust!” Der Text ist eine Art Best-of seiner Thesen zum Stand der angeblichen Lügenpresse, die er bereits beim Online-Magazin Tichys Einblick veröffentlicht hat.

Nichts gegen Meinungs-Pluralität. Aber hier scheint weniger eine eigene Haltung als vielmehr ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit dahinterzustecken. Bitter für die Focus Money-Macher, dass diese Provo-Masche noch nicht einmal bei Facebook funktioniert …

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Alle Kommentare

  1. Warum wird eine fremde Regierung getadelt, bevor sie überhaupt im Amt ist?
    Wieso gab es keinen ähnlichen Aufschrei als Putin das letzte Mal wieder gewählt wurde? Amerika musst zwischen Pest und Cholera wählen. Die Pest hat gewonnen, weil man die Cholera leid war.
    Über Reagen wurde seinerzeit ebnso gelästert. Heute urteilen ebendiese Lästerer ganz anders über ihn. Wie peinlich, dass Herr Steinmeier, Frau von der Leyen und weitere Mitglieder des Bundestages sich dermassen undiplomatisch
    geäussert haben..und die Kanzlerin stellt Bedingungen! Warum hat die AfD
    großen Erfolg? Weil die Politik unserer GroKo so nicht in Ordnung war und ist.
    Gebt doch dem designierten Presidenten Trump die 100 Tage Chance.

  2. Stell Dir vor Du würdest etwas “gegen den Strom” bürsten. Da würde dir ganz schnell auffallen, dass man im Wasser nicht bürsten kann. Und dann schnell “gegen den Strich” bürsten.

  3. Für mich ist die deutsche Medienlandschaft seit ungefähr einem Jahr „Lügenpresse“. Ich habe das mal das so definiert: “Lügenpresse” als zusammenfassender Begriff meint: In diesen Medien (Zeitungen, Zeitschriften, TV-Sender, Radio, Internet) wird von Journalisten absichtlich gelogen, manipuliert, einseitig selektiert, verschwiegen, verdreht, denunziert, ruiniert und verblödet, um den systemerhaltenden Block-Parteien CDUSPDGRÜNLINKE den alleinigen Zugriff auf die politische Macht und ökonomische Vollversorgung ihrer Eliten (nebst devotem Anhang) zu erlauben und zu erhalten.

    Man mag es mir als in der DDR sozialisierten Intellektuellen (ja der bin ich, in aller gelernten Bescheidenheit) nachsehen, wenn ich nicht zum “white trash” gehöre und trotzdem nationalkonservativ denke, ohne die geringste Verachtung der sozial Deklassierten, die übrigens den Systemparteien aber sowas von egal sind.
    Focus Money versucht ist jetzt einmal mit ein wenig Wahrheit. Was daran verkehrt? Sollen die auf der gleichen Empörungswelle surfen, wie der Spiegel?
    Ein Meteor trifft den Spiegel und dieser Meteor trägt den Namen „Sinkflug“. Und er fliegt, wie man bei Meedia so schön aufbereitet lesen kann, von Quartal zu Quartal stetig nach unten. Und Mitarbeiter müssen entlassen werden, weil immer weniger ahnungslose Opfer sich auf dieses linkspopulistische Werbeblättchen einlassen.
    Jedes Mal möchte man angelehnt an Loriot fragen: „Ja, wo laufen sie, äh, lügen sie denn?“ Also nochmal die Frage: Warum es nicht einmal mit ein wenig Wahrheit versuchen? Unter den Blinden, ist der Einäugige König.

    1. Aber Sie können mir schon sagen wo Sie Ihre “Wahrheit” finden um die Lügen zu erkennen?

      Warum sagt “Focus Money” jetzt Ihrer Meinung nach die Wahrheit? Gerade ein Produkt der Focusfamilie, immer schon Zielscheibe der Lügenpresserufer. Da drängt sich der Verdacht auf, es ist immer dann die Wahrheit wenn es die eigene Haltung bestätigt.
      Auf Ihre Frage: Warum es nicht einmal mit ein wenig Wahrheit versuchen (?), gibt es eine Gegenfrage:
      Warum es nicht einmal mit Differenzierung, Abwägung einer Vielzahl von Meinungen, Verifizierung von Informationen und eigener Wertung versuchen? Vielleicht, aber auch nur vielleicht, ist man dann der Einäugige.

  4. Die Medien haben uns während des ganzen US Wahlkampfs für dumm verkauft und jetzt wo Trump zurecht gewonnen hat ist die Blamage der reinste Supergau für die Mainstream Medien….(Lügen für Eliten)

  5. SPON veröffentlicht heute einen (kostenpflichtigen) Artikel mit der Überschrift:

    “SPIEGEL-Gespräch unter Chefredakteuren “Wir müssen die Eltern ändern”

    Was heißt Gerechtigkeit, was Chancengleichheit, was Heimat? SPIEGEL-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hat zwei Kollegen von Schülerzeitungen getroffen”.

    Darunter befindet sich ein bisschen Schleichwerbung für die Kanzlerin, aber KEIN EINZIGES WORT der im Titel angesprochenen Themen.
    Irgendwie ist das bei zahlungspflichtigen Artikeln Betrug und/oder unlauterer Wettbewerb. Als kleiner Mann würde ich für sowas sofort eine Abmahnung bekommen.

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