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Snapchat beantragt Börsenzulassung: IPO im März 2017 zu einem Börsenwert von bis zu 25 Milliarden Dollar angestrebt

Große Gegenwehr für CEO Evan Spiegel: Den Usern gefällt das neue Update überhaupt nicht
Große Gegenwehr für CEO Evan Spiegel: Den Usern gefällt das neue Update überhaupt nicht

Evan Spiegel drückt aufs Tempo: Wie das Wall Street Journal berichtet, hat der beliebte Messenger-App-Anbieter Snap seine Unterlagen zur Börsenzulassung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Die Snapchat-Mutter könnte demnach bereits im März nächsten Jahres an die Börse streben. Wie die US-Wirtschaftszeitung berichtet, peilt das fünf Jahre alte Internet-Unternehmen beim IPO eine Bewertung von 20 bis 25 Milliarden Dollar an.

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Es beginnt: Während die Welt gebannt auf die Endphase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes blickte, hat Snap-CEO Evan Spiegel in aller Stille ernst gemacht – und den Antrag zur Zulassung an der New Yorker Börse bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

Der Börsenzulassungsantrag geht einem IPO meist drei Monate voraus und entspricht damit dem im Vorfeld genannten Zeitrahmen, nach dem der gerade von Snapchat zu Snap umfirmierte App-Anbieter frühestens im März 2017 an die Kapitalmärkte streben könnte, wie das WSJ bereits vor einem Monat berichtet hatte.

Börsenwert von 20 bis 25 Milliarden Dollar angepeilt

Bei der angestrebten Börsenbewertung scheint Snap zumindest formal zunächst etwas konservativer vorzugehen als zuletzt erwartet: Laut WSJ strebt das gerade mal fünf Jahre alte Internet-Unternehmen demnach aus dem Stand eine Marktkapitalisierung von 20 bis 25 Milliarden Dollar an.

Der Finanznachrichtendienst Bloomberg hatte Ende Oktober berichtet, dass Snap eine Bewertung von bis zu 40 Milliarden Dollar aufrufen könnte und beim IPO frische Mittel von 4  Milliarden Dollar erlösen wolle.

Die bei der SEC eingereichten Unterlagen zur Börsenzulassung sind bekanntlich für den Ausgabekurs nicht bindend: Der tatsächlich angestrebte Börsenwert wird durch die Nachfrage im sogenannten Bookbuilding-Verfahren in den Tagen vor dem Börsenlisting ermittelt.

Doppelt so hoher Börsenwert wie Twitter angestrebt
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Einen Börsengang hatte Firmengründer Evan Spiegel seit Längerem angedeutet. Im Frühjahr vergangenen Jahres sagte der heute 26-Jährige auf der Bühne der Techkonferenz “code”: “Natürlich müssen wir an die Börse gehen.” Für diesen Tag lieferte die boomende Foto-Messenger-App inzwischen schlagkräftige Argumente: Bereits 150 Millionen Mitglieder nutzen Snapchat täglich – mehr als Twitter.

Entsprechend überrascht es auch nicht, dass Spiegel einen deutlich höheren Börsenwert aufrufen will, als der abgestürzte 140 Zeichen-Dienst, der offenkundig keinen Käufer findet.

Twitter bringt es inzwischen nur noch auf eine Marktkapitalisierung von 13 Milliarden Dollar (will aber bei einem Verkauf wohl mindestens 20 Milliarden Dollar erzielen), während Snaps vom Wall Street Journal kolportierte Größenordnung von 25 Milliarden Dollar wohl eher eine Untergrenze darstellt. In anderen Worten: Snap strebt zumindest wohl eine doppelt so hohe Bewertung wie Twitter an.

2017 bereits eine Milliarde Dollar Umsatz erwartet

Um den Nachweis auf Börsentauglichkeit zu erbringen, drückt Snap bei der Monetarisierung seiner beliebten App kräftig aufs Tempo. Nach erwarteten Umsätzen von 250 bis 350 Millionen Dollar in diesem Jahr will Snapchat 2017 bereits eine Milliarde Dollar erlösen, schreibt nach WSJ-Angaben aktuell aber noch weiter Verluste.

Der Siegeszug der Schnipsel-Story-App beruht vor allem auf der Beliebtheit bei Jugendlichen. Bei amerikanischen Teenagern hat Snapchat inzwischen sogar Instagram also beliebtestes Social Network verdrängt.

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