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Salesforce-CEO: “Ohne Twitter wäre Trump nicht Präsident geworden”

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Mann der klaren Worte: Salesforce-CEO Marc Benioff © YouTube / recode

Die historische Wahl ist eine Woche her: Seit Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde, ist nichts mehr wie zuvor. Entscheidenden Anteil am knappen Wahlsieg hat nach Meinung von Marc Benioff Trumps massiver Einsatz des Kurznachrichtendienstes Twitter, den der Salesforce-CEO gerne übernommen hätte. Trump selbst hatte seinen Wahlerfolg zum Gutteil seiner Social Media-Präsenz zugeschrieben – und twittert unterdessen in gewohnter Manier weiter.

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Marc Benioff ist bekanntlich ein Mann der offenen Worte – und ein bekennender Twitter-Fan. “Ich mag den CEO und das Unternehmen, ich liebe alles an der Marke”, erklärte Benioff zu den Übernahmespekulationen, die sich im September und Oktober um den 140-Zeichen-Dienst gerankt hatten. Weil Großaktionäre von Salesforce jedoch ihr Veto einlegten, “mussten wir den Rückzug antreten“, erklärte Benioff das Scheitern der Übernahme.

Doch alte Liebe rostet bekanntlich nicht. “Es ist ein großartiges Unternehmen mit einem großartigen CEO. Sie haben eine große Vision und eine einzigartige Position in der Welt”, erklärte Benioff gestern auf der Code Enterprise-Konferenz in San Francisco und lieferte ein schlagendes Argument für Twitters Ausnahmerolle gleich mit: die US-Wahl.

“Ohne Twitter gäbe es keinen Präsidenten Trump”, erklärte Benioff Tech-Reporterin Kara Swisher und bestätigte damit Trumps eigene Einschätzung, die der streitbare Multimilliardär am Wochenende in der CBS-Sendung “60 Minutes” abgegeben hatte.

“Meine hohen Nutzerzahlen bei Facebook, Twitter und Instagram haben mir zum Sieg verholfen”, hatte Trump erklärt und Twitter als “großartige Kommunikationsform” geadelt, bei der man die Botschaft schnell herüberbekomme.

Trump twittert weiter wie bisher

Allerdings dürften Trumps berüchtigte Twitter-Tiraden als Präsident der Vergangenheit angehören. „Ich werde sehr zurückhaltend sein, wenn ich es überhaupt noch benutze“, erklärte der gewählte Präsident in „60 Minutes“ in Bezug auf den 140-Zeichen-Dienst.

Bevor der große Abschied naht, scheint Trump zumindest noch in der Übergangsphase wie gewohnt weiter twittern zu wollen. Während sein Übergangsteam fieberhaft versucht, das kommende Kabinett zu bilden, philosophiert Trump weiter über den Wahlausgang nach dem Wahlmännerkollegium (“Electoral College”) versus der absolut abgegebenen Stimmen (“Popular Vote”):

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Die kritisch beäugte Kabinettsbildung kommentiert Trump unterdessen wie die finale Runde seiner früheren Reality-TV-Show “The Apprentice”:

Interessanter Nebenaspekt: Im Gegensatz zu anderen Tech- und Internetwerten hat die Twitter-Aktie vom Trump-Faktor offenbar profitiert und konnte nach der US-Wahl an der Wall Street zulegen.

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Alle Kommentare

  1. Twitter können ja alle nutzen von daher……..eine sehr neutrale, demokratische Angelegenheit…was man von dem gleichgeschalteten Meinungsmonopol der Konzernmedien nicht behaupten kann.

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