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Edekas #zeitschenken: Warum der neue Weihnachts-Spot nicht so gut funktioniert wie #heimkommen

Edeka appelliert: den lieben Kinderlein Zeit schenken ...

Mit dem Spot #heimkommen, in dem ein Opa seine Todesnachricht fälscht, um die Familie zu Weihnachten endlich mal wieder zum Besuch zu animieren, landete Edeka im vergangenen Jahr einen riesigen Viral-Hit. Dieses Jahr versucht der Supermarkt den Erfolg mit dem Spot #zeitschenken zu wiederholen. Aber das klappt nicht.

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Dabei ist auf den ersten Blick alles da. Geschmackvolle Bilder vom Vorweihnachts-Stress. Eine Frauenstimme singt „Muss noch dies, muss noch das, muss noch jenes und irgendwas …“ Zu sehen sind Eltern bei vorweihnachtlichen Verrichtungen wie Einkaufen, Kuchen backen, Tannenbaum aussuchen etc. Und genervte Kinderlein, um die sich keiner kümmert. Am Schluss dann der gesungene Aufruf „Ich muss nur eins, wie ich find, für dich da sein, mein Kind.“ Und plötzlich ist der Stress weggeblasen und die Eltern kümmern sich auf einmal um den Nachwuchs. Alle happy, Abspann.

Das Besondere bei #heimkommen war die hinterlistige Pointe, die mit dem Weihnachtskitsch gebrochen hat, nämlich dass der einsame Opa seinen Tod vortäuschen musste, um die erwachsenen Kinder an Weihnachten nach Hause zu bekommen. Auf diese Weise schaffte es der #heimkommen-Spot, ein echte gesellschaftliche Themen (Einsamkeit im Alter, Stress im Job, Work Life Balance) elegant mit weihnachtlichen Emotionen zu verbinden. Das regte Diskussionen an. Der neue Spot #zeitschenken ist dagegen nur platt kitschig. Professionell produziert, aber ohne den doppelten Boden, der #heimkommen so erfolgreich machte.

Hier noch einmal zum Vergleich der #heimkommen-Spot:

(swi)

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