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„Being right sucks”: Simpsons bereuen ihre visionäre Voraussage zu US-Präsident Trump

Bart Simpson bei der Strafarbeit und Donald Trump, wie ihn die Simpsons-Macher noch im Sommer sahen
Bart Simpson bei der Strafarbeit und Donald Trump, wie ihn die Simpsons-Macher noch im Sommer sahen

Die Geister, die sie riefen: Bereits vor 16 Jahren witzelten die Simpsons in einer Folge über eine mögliche Zukunft, in der im Jahr 2030 ein Präsident Donald Trump das gesamte Land ruiniert. Mit dem Ergebnis der US-Wahl wird aus dem Spaß auf einmal Ernst und die Macher der Zeichentrick-Serie bereuen offenbar ihren visionären Scharfsinn. So verstecken sie im Vorspann der Folge, die am Sonntag in den USA ausgestrahlt wurde, eine Art Entschuldigung.

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Im Intro der Folge ist Bart zu sehen, wie er an die Tafel der Schule in Springfield den Strafsatz schreibt: „Being right sucks“ ( “Richtig zu liegen, nervt”). Via Twitter verbreiteten die Simpsons-Macher daraufhin die Deutung, dass es sich um eine klare Anspielung auf ihre Trump-Voraussage handelt.

In der im Jahr 2000 in den USA ausgestrahlten Folge „Barts Blick in die Zukunft“ geht es unter anderem darum, dass Trump gerade seine fiktive Amtszeit beendet und Amerika in den Ruin getrieben hat. Bereits damals schien eine Präsidentschaft des Milliardärs allerdings nicht gänzlich abwegig: Der Unternehmer hatte sich 1999 für die Nominierung als Kandidat der Reform Party beworben, die Kampagne aber bald darauf wieder beendet.

Trump als einen Präsidenten mit verheerender Bilanz zu zeichnen, sei damals „eine Warnung an Amerika“ gewesen, sagte der Autor der Folge, Dan Greaney, bereits im März dem Hollywood Reporter. Es habe zu der Aussicht gepasst, dass „Amerika verrückt wird“.

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In der Episode stellt sich Bart Simpson die Zukunft seiner Familie vor: Er selbst ist ein Verlierer, während seine Schwester Lisa gerade neue Präsidentin der USA geworden ist. Ihr Vorgänger im Amt ist Trump. Er hat das Land in den wirtschaftlichen Ruin geritten. „Wir sind pleite“, sagt ein Berater Lisas auf die Frage, wie ernst die Lage sei. „Die Simpsons haben immer die Auswüchse der amerikanischen Kultur behandelt“, sagte Autor Greaney. „Und Trump ist genau das.“

Bei ProSieben lief die Folge zum ersten Mal am 8. Januar 2001 und wurde nach Senderangaben seitdem bereits mehrmals wiederholt. Zuletzt war sie erst im Mai dieses Jahres zu sehen, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Obwohl Trump nun tatsächlich Präsident ist, ist die Ausstrahlung der Episode in absehbarer Zeit nicht vorgesehen.

Mit Trump beschäftigten sich die Simpsons allerdings nicht nur im Jahr 2000. So strahlte im Juli dieses Jahres der Sender Fox ein Video zum US-Wahlkampf aus, in dem Homer Simpson und seine Frau Marge darüber streiten, wen sie wählen würden. Zumindest Homer denkt lange über Donald Trump nach, der dann auch im Video zu sehen ist. Diese Episode wiederum stand Pate für die Titelseite der Sun, mit der die Engländer den Wahlsieg von Trump kommentierten.

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Mit Materinal von dpa

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Alle Kommentare

  1. Trump bashing sucks… Mittlerweile müssten doch auch das Intelligenz-Amerika, das Silicon Valley und die Unterhaltungsindustrie mitbekommen haben, dass sie – zumindest wahltechnisch – nicht den US-Durchschnitt vertreten. Und auch die deutsche Medienlandschaft sollte sich langsam mit den Gegebenheiten abfinden und nicht im letzten Winkel des WWW nach Gleichgesinnten suchen, um weiter gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Stimmung zu machen.

  2. @Pau Müller: Ich kann Ihren Einwand nicht nachvollziehen. Sich kritisch mit dem US-Präsidenten zu beschäftigen, sei es nun satirisch oder rein sachlich, stellt ja in keiner Weise seine Wahl oder seine demokratische Legitimation in Frage. Sollten Ihrer Logik nach nun alle für mindestens vier Jahre schweigend zuschauen, was Donald Trump so treibt? Mal ganz davon abgesehen, dass Ihre These vom US-Durchschnitt den Haken hat, dass Trump tatsächlich weniger als die Hälfte der Stimmen erhalten hat. Das Wahlsystem verschafft ihm trotzdem eine Mehrheit und lässt ihn regieren – aber kommentieren dürfen und sollten wir das durchaus.

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