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Peinliche Letter-Panne: Wie Correctiv Hillary Clinton voreilig als Präsidentin feierte

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Fehlinformation der Recherche-Profis: Am Morgen dürften einige Leser beim Scrollen durch ihr E-Mail-Postfach nicht schlecht gestaunt haben. Denn während die Zeit (Elbvertiefung), Spiegel Online (Die Lage) und andere Medien in ihren frühmorgendlichen Newslettern Donald Trump zum Sieger im US-Wahlkampf erklärten, verkündete Correctiv-Publisher David Schraven noch via E-Post: „Donald Trump hat die US-Präsidentschaftswahlen verloren. Hillary Clinton hat gewonnen.“

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Für Schraven ist Trump in dem Letter „ein anderes Wort für mieser Verlierer“, der ihn an den Kampf „Rumple (sic!) in the Jungle“ von Muhammed Ali gegen George Foreman im Jahr 1974 erinnere (Schraven meint “Rumble in the Jungle”). „Nachdem Foreman verloren hatte, musste er wegen Depressionen behandelt werden. Das steht jetzt Trump bevor.“

Da hat sich der Chef des Recherchenetzwerks zu früh gefreut. Beziehungsweise zu fix den Knopf zum Versenden des Newsletters gedrückt. Um Mitternacht landete die Mail in den elektronischen Briefkästen der Leser. Der Wahlsieger stand dagegen erst gegen acht Uhr fest.

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Schraven und sein Team bemerkten den Fehler allerdings noch im Lauf der Nacht. Um 6.30 Uhr folgte eine zweite Mail mit dem Betreff „Fail – Trump“. Darin erklärte Schraven, dass der Newsletter „aufgrund eines technischen Fehlers“ abgeschickt worden sei, bevor er fertig war. „Da hatte ich noch die Nachrichtenlage, dass Clinton vorne liegt. Tatsächlich aber sind Florida und Ohio an Trump gefallen.“ Die Fail-Mail endet neben einer Entschuldigungsfloskel mit der wohl ehrlichen Feststellung: „Ich ärgere mich über mich selbst sehr“.

In Anbetracht der Tonalität des ersten Pannen-Newsletters darf man getrost davon ausgehen, dass sich Schraven auch über den Ausgang der Wahl sehr ärgern wird.

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Alle Kommentare

  1. Gratulation an Amerika!

    Und Correctiv! Wie bitte?
    Das sind die Leute, die behaupten, sie liefern journalistische Recherche?
    Gehts noch?
    Und Trump beschimpfen?

    Warum sagt eigentlich dazu keiner etwas??

  2. Und da fragt man sich wieso angeblich das postfaktische Zeitalter der Medien angebrochen ist.
    Tja, Qualitätsjournalismus ist eben so.

  3. “Correkt!v” arbeitet offenbar genauso unkorrekt wie einstens der “Münchner Merkur. Denn 1948 meldete der “Münchner Merkur” (Verleger Buttersack) wegen auf Verdacht den falschen US-Präsidenten, um den Andruck noch zu erwischen. Gemeldet wurde als neuer US-Präsident der gescheiterte Kandidat Russel – und nicht der Überraschungssieger Harry Truman. Der Merkur nannte den falschen Präsidenten – als einzige Zeitung der Welt.

    Diese blamable Falschmeldung nannten die US-Journalisten “Buttersack”. Das wurde in den USA zum englischsprachigen Journalisten-Terminus für Zeitungs-Ente.

    Zu “Correkt!v würden die US-Kollegen heute sagen “It’s a Buttersack”.

  4. Bei dem Gedanken dass so eine Firma die Zensur übernehmen darf, weiß man wie schlimm es um unser Land steht. Alleine der Vorstand liest sich wie das whoiswho der Lügenpresse.

  5. Tut zwar (fast) nichts zur Sache, aber der Größte hieß immer noch Muhammad, nicht Muhammed.
    Und wie lautet das erste Gebot des Journalismus? Du darfst keine Namen falsch schreiben. Noch nicht mal dann, wenn du nur abschreibst.

    1. Ja lustigerweise hat er sich einen SKLAVENHALTERNAMEN zugelegt und seinen SKLAVENGEGNERNAMEN abgelegt.Int. aber keinen Journalisten weil er ja so symphatisch rüberkommt…

  6. Sind das nicht die Privatspitzel die Facebook bei der Bespitzelung nach fakenews auf die Finger schauen sollen?
    Offensichtlich setzt man dort weniger auf Kompetenz als auf aufgeblasenen Populismus. Verwundert aber auch nicht wirklich.

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