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Print wirkt: Berliner Kioskbesitzerin schlägt Räuber mit Zeitung in die Flucht

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Der Berliner Zeitungsmarkt ist offenbar nicht nur für die Verlage schwieriger als in anderen Metropolen. Auch für die Zeitungsverkäufer und gemeinen Räuber ist der Alltag um einiges härter. Aktuelles Beispiel: In Wedding schlug eine 70-Jährige Kioskbesitzerin zwei Räuber in die Flucht. Ihre Waffe: Zeitungen. Um welche Blätter es sich dabei handelte, die sich offenbar bestens für den Nahkampf eignen, verriet die Polizei jedoch nicht.

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„Nach den ersten Ermittlungen betraten zwei Maskierte gegen 19.15 Uhr einen Zeitungsladen in der Brüsseler Straße, bedrohten die 70-jährige Inhaberin mit einem Schwert und forderten die Kasse“, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung vom gestrigen Donnerstag. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, soll ein Täter dann mit dem Schwert auf einen Zeitungsständer und den Verkaufstresen geschlagen haben.

Der Plan des Halunken ging jedoch nicht auf. Die Kiosk-Verkäuferin war alles andere als eingeschüchtert. Stattdessen warf sie dem Räuber mit dem Schwert „Zeitungen ins Gesicht und rief laut um Hilfe, woraufhin ihr 71 Jahre alter Ehemann aus den hinteren Räumen zu ihr eilte“, wie die Polizei weiter berichtet. „Der zweite Täter sprühte dann dem Ehepaar Reizgas ins Gesicht. Anschließend ergriff das Räuber-Duo ohne Beute die Flucht.“

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Wahrscheinlich fällt diese Meldung einfach in die imaginäre Rubrik „Dit is Berlin“. Allerdings kann Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt dem vereitelten Überfall noch etwas Positives abgewinnen. Für ihn ist die Gegenattacke mit dem Bündel Gedruckten – zumindest augenzwinkernd – der Beweis, dass Print wirkt.

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Alle Kommentare

  1. Bei einem Angrif mit Schwert und Pfefferspray auf zwei über 70jähre stellt sich natürlich sofort die Frage gegen wen die Ermittlungen geführt werden: Rentner oder Täter. Die Angaben zu den Tätern fehlt wohl genau aus diesem Grund im Polizeibericht. Man will ja keine Beauftragten für sonstwas auf den Plan rufen.

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