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Wegen Trump-Wahlkampf: Murdochs TV-Imperium 21st Century Fox freut sich über Gewinnsprung

Medien-Tycoon Rupert Murdoch und sein ältester Sohn Lachlan Foto: dpa
Medien-Tycoon Rupert Murdoch und sein ältester Sohn Lachlan Foto: dpa

US-Mediengigant 21st Century Fox News profitiert kräftig vom schrillen US-Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton, der dem TV-Flaggschiff Fox seit Monaten Rekord-Einschaltquoten beschert. Im September-Quartal konnte Rupert Murdochs TV- und Film-Imperium den Nettogewinn um immerhin 22 Prozent steigern. Einer Großübernahme in der Größenordnung von Time Warner erteilte Murdoch-Sohn James indes eine deutliche Absage.

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US-Medienunternehmen können bei der Berichtssaison an der Wall Street doch noch punkten. Gestern erst hatte Time Warner zwar gute Quartalszahlen vorgelegt hatte, aber trotzdem an der New Yorker Börse leicht nachgegeben, dann musste die New York Times einen erdrutschartigen Einbruch der Nettogewinne von 97 Prozent verkraften.

Bei Rupert Murdoch dürfte dagegen Festtagsstimmung herrschen: Sein um die Printsparte bereinigtes Medien-Imperium 21st Century Fox feierte heute an der Wall Street mit einem Plus von 7 Prozent auf knapp 28 Dollar den größten Kurssprung seit Monaten.

Der Nettogewinn steigt um 22 Prozent

Der Auslöser: Besser als erwartete Quartalszahlen. Zwischen Juli und September erlöste 21st Century Fox 6,51 Milliarden Dollar – ein Plus von 7 Prozent. Der Nettogewinn konnte gar um 22 Prozent auf 821 Millionen Dollar gesteigert werden.

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Maßgeblichen Anteil hatte daran die TV-Sparte, deren Umsätze mit 10 Prozent überproportional zulegten. Treiber der Wachstumsdynamik ist der US-Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton, der dem konservativen Senderflaggschiff Fox News mit der beliebten Moderatorin Megyn Kelly Rekord-Einschaltquoten und Werbeeinnahmen beschert.

Absage an Großübernahmen

In der anschließenden Telefonkonferenz äußerte sich der jüngere Murdoch-Sohn James, der seit vergangenem Sommer die Amtsgeschäfte als CEO führt, zudem über ein mögliches Eingreifen in den Markt für Fusionen und Übernahmen, der nach der geplanten Time Warner-Übernahme durch AT&T  in Bewegung gekommen ist.

“Uns gefällt das Angebot, das wir haben, und wir investieren weiter in unsere Marken”, erteilte Murdoch Junior allen Spekulationen über eine Großübernahme eine Absage. “Wir haben in der Vergangenheit Preise ausgelassen, von denen wir glauben, dass sie sich nicht rechnen”, spielte Murdoch auf das 2014 zurückgezogene Übernahmeangebot für Time Warner an.

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