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„Frei von der Leber“ – EU-Kommissar Günther Oettinger entschuldigt sich für seine Schlitzaugen-Rede

EU-Kommissar Günther Oettinger

Die „Schlitzaugen-Rede“, die der EU-Kommissar Günther Oettinger bei einer Veranstaltung des norddeutschen Unternehmensverbands AGA in Hamburg hielt, zieht weitere Kreise. Oettinger hat nun eine Stellungnahme veröffentlicht, in der er sich entschuldigt und „großen Respekt“ für die Dynamik der chinesischen Wirtschaft bekundet. Oettinger hatte in der Rede Chinesen als „Schlitzohren und Schlitzaugen“ bezeichnet.

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Oettingers Rede samt ihren rassistischen Ausdrücken war von einem Teilnehmer aufgezeichnet und ins Internet gestellt worden. In einem Interview mit der Welt versuchte sich Oettinger später damit zu rechtfertigen, dass er sich „salopp“ ausgedrückt habe. Auf EU- Ebene und bei Vertretern Chinas kam die Rede gar nicht gut an. Zumal Oettinger zum Vize-Präsidenten der EU-Kommission mit Verantwortung für den Haushalt aufsteigen soll. Verschiedene EU-Politiker hatten bereits angekündigt, Oettinger bei einer Anhörung vor seiner Ernennung zum Vize-Präsidenten wegen der „Schlitzaugen-Rede“ grillen zu wollen. Auch Rücktrittsforderungen wurden laut.

Nun geht Oettinger in die Offensive. „I had time to reflect on my speech, and I can now see that the word I used have created bad feelings and may even have hurt people. This was not my intention and I would like to apologise for any remark that was not as respectful as it should have been.“ So ist es in einem Statement Oettingers zu lesen, das vom Europa-Chefkorrespondenten der Bild-Zeitung, Dirk Hoeren, auf Twitter verbreitet wurde.

Oettinger betont, dass er nicht von einem Manuskript abgelesen sondern „frei von der Leber“ gesprochen habe.

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