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Apples neue Hiobsbotschaften: iPhone 7-Nachfrage enttäuscht in China, AirPods verzögern sich

Die Skepsis bleibt: Apple-CEO Tim Cook im Interview mit ABC

Der Hangover nach Apples enttäuschenden Quartalszahlen hält an – die Apple-Aktie fällt von Tag zu Tag tiefer. Der Grund: Die Wall Street misstraut Tim Cook weiter, zum Wachstum zurückfinden zu können. Neue Hiobsbotschaften kommen erneut aus China: Im wichtigsten Absatzmarkt der Zukunft verkauft sich das iPhone 7 offenbar schleppender als erwartet. Die neuen Drahtlos-Kopfhörer AirPods scheinen sich unterdessen weiter zu verzögern.

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Der Ausverkauf geht weiter: Seit einer Woche befindet sich die Apple-Aktie im stetigen Abwärtstrend und hat knapp 40 Milliarden Dollar Börsenwert in fünf Handelstagen eingebüßt – jeden Tag wurden die Anteilsscheine tiefer nach unten durchgereicht.

Der Auslöser waren Quartalszahlen, die die Erwartungen der Wall Street zwar trafen, am Ende aber doch enttäuschten, zu schwer wiegen die Fragezeichen über Apples kurz-, mittel-, und langfristiger Zukunft.

IDC: Apples Smartphone-Verkäufe in China im freien Fall

Die neuste Hiobsbotschaft kommt ausgerechnet aus dem Reich der Mitte, das Tim Cook für Apple als Markt der Zukunft ausgerufen hatte. Doch China schwächelt: Von Quartal zu Quartal fallen die Absätze in zweistelliger Höhe.

Wie IDC vergangene Woche ermittelte, gingen Apples Smartphone-Verkäufe im dritten Quartal mit einem Minus von 34 Prozent gar regelrecht in den freien Fall  über.

UBS: iPhone 7-Nachfrage geht in China weiter zurück

Besonders besorgniserregend für Tim Cook: Das iPhone 7 scheint daran nichts zu ändern. UBS-Top-Analyst Steven Milunovich, der Tim Cook vergangene Woche in der anschließenden Telefonkonferenz bereits hart attackierte („Haben Sie eigentlich eine Zukunftsstrategie?“), legt heute in einer Kurzstudie – dem „Lab Global Smartphone Survey“ – alarmierende Daten vor.

So entwickelt sich die Nachfrage nach dem neuen iPhone, das erst vor sechs Wochen auf den Markt gekommen ist und in den USA gut aufgenommen wurde, in China offenkundig deutlich schwächer als bei den Vorgängermodellen.

Signalisierten zum Start des iPhone 6 vor zwei Jahren noch der 64 Prozent der befragten Konsumenten ein Kaufinteresse, waren es vor einem Jahr beim iPhone 6s noch 54 Prozent. Beim iPhone 7, das optisch seinen beiden Vorgängermodellen gleicht, sind die Kaufabsichten indes auf 43 Prozent zurückgegangen, wie Marketwatch berichtet.

AirPods: Von einer Lachnummer zum Spätzünder

Und dort enden Tim Cooks Probleme offenkundig nicht. Apples im September vorgestellte Drahtlos-Kopfhörer AirPods, die in den sozialen Medien sofort zum Spott-Objekt degradiert wurden, sollten eigentlich ab Ende Oktober für den stolzen Preis von 179 Euro im Handel erhältlich sein.

Nun ist November – und von den AirPods weiter keine Spur. Wie das gewöhnlich gut informierte Apple-Blog MacRumors mit Verweis auf die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Daily News bzw. die DigiTimes kolportiert, könnte sich die Auslieferung der AirPods bis Anfang 2017 verzögern. Ein als Geschenk prädestiniertes Gadget wird Apple damit im so wichtigen  Weihnachtsgeschäft wohl fehlen.

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