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Quartalszahlen: Twitter übertrifft die Erwartungen – und kündigt 9 Prozent der Belegschaft

Plötzlich Rockstar: Twitter- und Square-CEO Jack Dorsey
Plötzlich Rockstar: Twitter- und Square-CEO Jack Dorsey

Lebenszeichen vom Sorgenkind der Social Media-Branche: Twitter konnte bei Vorlage seiner Bilanz für das dritte Quartal erstmals seit Übernahme der Amtsgeschäfte von Jack Dorsey die Erwartungen der Wall Street leicht überbieten, obwohl der 140-Zeichen-Dienst weiter viel Geld verliert. Als Maßnahme kündigte Twitter den erwartet großen Stellenabbau an – 9 Prozent der Belegschaft muss gehen.

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Niemand möchte Twitter kaufen: Wie überlebensfähig ist der Kurznachrichtendienst nun als eigenständiges Unternehmen? Den nächsten Hinweis darauf gaben die neusten Quartalszahlen, die Twitter diesmal überraschend vor Handelsstart an der Wall Street veröffentlichte.

Es war bereits Jack Dorseys sechster Versuch als CEO, der Wall Street die Geschäftsentwicklung des strauchelnden 140-Zeichen-Dienstes zu erläutern – die ersten fünf endeten mit Kursabschlägen von 1213414 und 11 Prozent im nachbörslichen Handel.

Weitere Verluste von 103 Millionen Dollar im abgelaufenen Quartal

Und diesmal? Zur Stunde notiert der angeschlagene Kurznachrichtendienst bei 17,50 Dollar im regulären Handel immerhin ein Prozent im Plus. Der Anlass: Die Geschäftsbilanz für das abgelaufene dritte Quartal lag leicht über den Erwartungen der Wall Street: Die Umsätze legten um 8 Prozent  auf 616 Millionen Dollar zu – die Wall Street hatte mit Erlösen in Höhe von 606 Millionen Dollar gerechnet.

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Twitter verliert allerdings weiter massiv Geld: Weitere 103 Millionen Dollar verbrannte der gefallene Social Media-Liebling in den 92 Tagen von Anfang Juli bis Ende September – im Vergleichszeitraum im Vorjahr waren es noch 132 Millionen Dollar gewesen. Auf Proformabasis wies Twitter einen Gewinn je Aktie von 0,13 Dollar aus und konnte damit sogar die Analystenschätzungen überbieten, die noch bei 0,09 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten.

Nutzerwachstum stagniert, 300 Jobs fallen weg

Das Nutzerwachstum stagniert unterdessen weiter: Mit 317 Millionen aktiven Twitterern konnte CEO Jack Dorsey im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von nur 3 Prozent an neuen Mitgliedern verbuchen. Die täglich aktiven Nutzer legten dagegen um immerhin 7 Prozent zu.

Die erwartet bittere Pille für die Belegschaft verkündete Dorsey ebenfalls: Rund 300 Jobs fallen weg – das entspricht immerhin 9 Prozent der Belegschaft. Einen Ausblick auf das laufende Weihnachtsgeschäft vermied Jack Dorsey wegen der Restrukturierungsmaßnahmen. Die Botschaft an die Wall Street  jedoch ist klar: Twitter versucht, sich gesundzusparen. Bis zum Breakeven scheint Weg indes weiter ziemlich lang…

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