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Trump-TV bei Facebook Live: mit Rumpel-Technik gegen die bösen Mainstream-Medien und „crooked Hillary“

Donald Trump und die erste Folge Trump TV bei Facebook: Es hat gerumpelt

Weil sich der umstrittene US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und sein Wahlkampfteam von den Medien vernachlässigt und schlecht behandelt fühlen, starteten sie nun auf Facebook ihre eigenen Nachrichtensendung. Die Inhalte sind erwartbar: Hillary Clinton ist böse und Trump hat es im Griff. Zum Start holperte die Live-Übertragung allerdings ziemlich.

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Bis zur Wahl am 8. November will das Wahlkampfteam von Donald Trump jeden Tag gegen 18.30 Uhr Ortszeit aus der Wahlkampfzentrale im Trump-Tower in New York Trump Live-Fernsehen machen. Dabei handle es sich bei der rund eineinhalbstündigen Sendung gar nicht um „Trump TV“, wie die Wahlkämpfer meinen, sondern nur um den Kandidaten, der „direkt zu den Bürgern spricht“, und zwar „ungefiltert von den linkslastigen Medien“.

Dass die Medien allesamt „links“ und „Pro-Hillary“ seien und die „echten“, „guten“ Nachrichten vom Trump-Wahlkampf unterdrückt würden, zieht sich wie ein roter Faden durch die Sendung. Auch die für ihre emotionalen Aufrufe bekannte US-Journalistin Tomi Lahren vertrat in einer Schalte diese Auffassung: „Die Mainstream Medien geben uns das nicht. Die covern uns nicht aber das sind wir gewohnt.“ Das Trump-Lager versucht sich als Underdog gegen „die da oben“ zu inszenieren.

Die Lieblingsstory der Auftaktfolge von Trump TV stammt aus dem Fundus der veröffentlichten Hillary-Clinton-Mails. Dabei geht es darum, dass der frühere Wahlkampfmanager Clintons und heutige Gouverneur von Virginia, Terry McAuliffe, den Wahlkampf der Frau eines FBI-Agenten für den Senat in Virginia finanziert haben soll, der nunmehr die Untersuchung in der Clinton E-Mail-Affäre leitet.

Technisch holperte die Premiere von Trump TV noch ziemlich. Telefonklingeln, Skype-Anrufe und verzögerte Schalten waren die Regel. Später in der Sendung schaltete man zu einer Wahlkampfrede Trumps, wobei minutenlang das leere Rednerpult zu sehen war, bevor Trump seine üblichen Tiraden gegen die Gesundheitsreform „Obamacare“, Flüchtlinge und den Islam abließ. Facebook-Live ist für die Wahlkämpfer nicht ohne Tücken.

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