Partner von:
Anzeige

“Den Kaffee holen sich unsere Ermittler selbst!” – Polizei München mit Live-Faktencheck zum “Tatort”

“Tatort”-Faktencheck: Das Social-Media-Team der Polizei München hatte sich etwas Besonderes für den “Tatort” überlegt
"Tatort"-Faktencheck: Das Social-Media-Team der Polizei München hatte sich etwas Besonderes für den "Tatort" überlegt

Vom Social-Media-Team der Münchner Polizei können Marketing-Profis und sogar die ARD noch etwas lernen: Am Sonntagabend zeigten die Beamten beispielhaft, wie man ein großes TV-Lagerfeuer für die eigenen Zwecke nutzen und lineares Fernsehen ebenso unterhaltsam wie informativ ins Social Web verlängern kann. Parallel zur Ausstrahlung des "Tatort" führten Social-Media-Manager und Experten einen Faktencheck durch.

Anzeige
Anzeige

Betreten des Tatorts ohne abgeschlossene Spurensicherung, persönliche Beziehungen zu Opfern und Zeugen, Alkohol im Dienst: Schauen Polizeibeamte Krimis wie den “Tatort”, dürften sich die meisten nur die Haare raufen. So muss es auch den Mitarbeitern der Polizei München gegangen sein, die sich für die Ausstrahlung des gestrigen “Tatort” (der in München gespielt hat) etwas Besonderes ausgedacht haben: Gemeinsam mit Experten aus den eigenen Reihen haben die Social-Media-Manager Deutschlands beliebteste Krimi-Reihe begleitet und den Film beispielhaft ins Social Web verlängert.

So räumten die Beamten aus Öffentlichkeitsarbeit, Mordkommission, Operative Fallanalyse und der Erste Polizeihauptkommissar auf humorige Weise mit Klischees auf und informierten beispielsweise über die Rollenverteilung uniformierter Beamten.

Der Kollege “Faktenchecker” hatte ein Auge für die Details und wies darauf hin, an welchen Stellen der Krimi von der Realität abweicht oder die Film-Macher ungenau gearbeitet haben:

Doch die Beamten nutzten die Möglichkeit nicht nur, um auf Ungenauigkeiten hinzuweisen, sondern auch  informative Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. So twitterte das Team passend zum Film Statistiken über Tötungsdelikte, demografische Daten von Kriminellen oder klärte über die häufigsten Motive auf.

Die Resonanz auf die Twitter-Aktion war enorm. Zum Ende des 90-minütigen Films hatte das Social-Media-Team eigenen Angaben zufolge noch mehr als 600 offene Fragen von Nutzern. Im sozialen Netzwerk wurde die Informationsoffensive mehrfach lobend erwähnt.

Die Polizei München bewies mit der Aktion einmal mehr, dass sie die sozialen Medien verstanden hat: Mit vergleichsweise geringem Aufwand konnte die Polizei die Popularität des (Twitter-Events) “Tatort” für sich nutzen und Werbung in eigener Sache machenund auch informieren.

Auch in ernsten und unübersichtlichen Situationen haben die Beamten der Münchner Polizei bereits eindrucksvolle Arbeit geleistet. Beim Amoklauf im Olympia-Zentrum im Juli dieses Jahres hat das Presse- und und Social-Media-Team die Öffentlichkeit unaufgeregt und sachlich informiert sowie Hilfestellung geleistet.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia